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Lot Nr. 634


Museale barocke Pfeife, Meißen um 1725/35


Malerei wohl Johann Gregor Höroldt (Herold) (Jena 1696 - 1775 Meissen) Porzellan Pfeifenkopf, weiß glasiert, Goldgrund, in vierpassiger Kartusche polychrom gemalte Bataillenszene, flankiert von zwei preussischen Soldaten, den sogenannten "Langen Kerls", eingerahmt von radiertem Laub- und Gitterwerk sowie Blumen, 2-teiliger ebonisierter Hornschaft, gedrechseltes Elfenbein Mundstück, Silbermontierung, Höhe ca. 4,3 cm, Gesamtlänge ca. 52 cm, beschädigt Ruf 1.600

König Friedrich Wilhelm I. von Preußen (Berlin 1688-1740 Potsdam) gab sich gerne beim Pfeifenrauchen dem Tabakgenuss hin. Im Rahmen seiner Tabakskollegien traf er regelmäßig Freunde, meist Mitglieder des Militärs, Gelehrte, aber auch Reisende oder Diplomaten. Eine eigenwillige Sammelleidenschaft des "Soldatenkönigs" bestand im Rekrutieren von hochgewachsenen Soldaten für sein Königsregiment in Potsdam, den sogenannten "Langen Kerls". Zu diesen gelangte er auch auf dem Wege der Diplomatie. Vor allem zwischen den Königreichen Sachsen und Preußen bestand ein reger Austausch von "Sammelobjekten", nämlich von Menschen und Porzellan. Begonnen haben damit im Jahr 1717 der preußische König und Friedrich August I. von Sachsen, König von Polen (Dresden 1670 - 1733 Warschau), der bekanntermaßen dem "weissen Gold" regelrecht verfallen war. Weitere diplomatische Besuche der beiden Herrscher fanden u. a. in den Jahren 1728 und 1730 statt, als im "Lustlager von Zeithain" mit der Truppenschau August des Starken auch eine grandiose Darbietung sächsischer Kunst und Kultur gegeben wurde. Vorliegende preziös anmutende Pfeife kann in diesem Sinne durchaus als diplomatisches Geschenk gedient haben.

Experte: Schätzmeister Richard Krautgartner Schätzmeister Richard Krautgartner
+43-662-871671-24

experts-salzburg@dorotheum.at

21.11.2019 - 14:00

Schätzwert:
EUR 3.000,- bis EUR 4.000,-
Rufpreis:
EUR 1.600,-

Museale barocke Pfeife, Meißen um 1725/35


Malerei wohl Johann Gregor Höroldt (Herold) (Jena 1696 - 1775 Meissen) Porzellan Pfeifenkopf, weiß glasiert, Goldgrund, in vierpassiger Kartusche polychrom gemalte Bataillenszene, flankiert von zwei preussischen Soldaten, den sogenannten "Langen Kerls", eingerahmt von radiertem Laub- und Gitterwerk sowie Blumen, 2-teiliger ebonisierter Hornschaft, gedrechseltes Elfenbein Mundstück, Silbermontierung, Höhe ca. 4,3 cm, Gesamtlänge ca. 52 cm, beschädigt Ruf 1.600

König Friedrich Wilhelm I. von Preußen (Berlin 1688-1740 Potsdam) gab sich gerne beim Pfeifenrauchen dem Tabakgenuss hin. Im Rahmen seiner Tabakskollegien traf er regelmäßig Freunde, meist Mitglieder des Militärs, Gelehrte, aber auch Reisende oder Diplomaten. Eine eigenwillige Sammelleidenschaft des "Soldatenkönigs" bestand im Rekrutieren von hochgewachsenen Soldaten für sein Königsregiment in Potsdam, den sogenannten "Langen Kerls". Zu diesen gelangte er auch auf dem Wege der Diplomatie. Vor allem zwischen den Königreichen Sachsen und Preußen bestand ein reger Austausch von "Sammelobjekten", nämlich von Menschen und Porzellan. Begonnen haben damit im Jahr 1717 der preußische König und Friedrich August I. von Sachsen, König von Polen (Dresden 1670 - 1733 Warschau), der bekanntermaßen dem "weissen Gold" regelrecht verfallen war. Weitere diplomatische Besuche der beiden Herrscher fanden u. a. in den Jahren 1728 und 1730 statt, als im "Lustlager von Zeithain" mit der Truppenschau August des Starken auch eine grandiose Darbietung sächsischer Kunst und Kultur gegeben wurde. Vorliegende preziös anmutende Pfeife kann in diesem Sinne durchaus als diplomatisches Geschenk gedient haben.

Experte: Schätzmeister Richard Krautgartner Schätzmeister Richard Krautgartner
+43-662-871671-24

experts-salzburg@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00, Sa.: 09.00 - 13.00
clients-sbg@dorotheum.at

+43 662 871671 22
Auktion: Weihnachtsauktion
Datum: 21.11.2019 - 14:00
Auktionsort: Salzburg
Besichtigung: 06.11. - 21.11.2019