Lot Nr. 766


Johannes Brahms


(Hamburg 1833-1897 Wien) Die dreißig Goldbergvariationen von J. S. Bach mit Widmung: 'Meiner lieben ... zum Gedenken von J. Brahms, Nov. 1855, links: Mai (18)56', gestochene Noten,24,5 x 34 cm,63 Seiten, etwas fleckig, Halbledereinband mit Rückenschildchen. Attest: "Auf Wunsch von Fräulein Eugenie Schumann stellt der Unterzeichnete hiedurch! fest: Die 'Variationen für das Clavier von Joh. Seb. Bach', Zürich, bey Hans Georg Nägeli' (G-dur, sog. "Goldberg-Variationen") sind in diesem Stich dem einklavierigen Hammerflügel in der Weise angepasst, dass die für die zwei Klaviaturen des Kielflügels (Cembalo) notierten Variationen zwar in ihrem Tonbestande nicht verändert, aber anders auf beide Hände verteilt wurden; die handschriftlich über die betr. Variationen geklebten Einschiebeblätter stammen von Kopistenhand und stellen die originale Stimmenverteilung auf 2 Systemen wieder her. Die im Stichtext verschiedenen Ortes mit Bleistift eingezeichneten Notentext-Berichtigungen und Ornamenten-Ergänzungen dürften von Brahms oder dann von Clara Schumann stammen, ebenso die vereinzelten Fingersätze. Der Band gewinnt Bedeutung auch durch seinen Verleger H. G. Nägeli (1773-1836), den schweizerischen "Sängervater" (Begründer des schweizerischen Männergesangs) u. Herausgeber von Subskriptionsausgaben Bach'scher, Händel'scher u. Beethoven'scher Werke (heutiger Inhaber des Nägeli'schen Verlags Hug & Cie, Zürich/Leipzig). Bern, im November 1936. Ernst Graf, Münsterorganist, Professor an der Universität (wohl Bern)'. Ruf 1.000

"Nicht nur von Beethoven sondern auch von Bach (Goldbergvariationen) hat Brahms die Kunst der Variationen gelernt...", R. Gerbe, Art. Brahms, J.: Die Musik in Geschichte und Gegenwart 2 (1952), 184-212, bes. 205.

Experte: Univ. Prof. Dr. Wolfgang Speyer Univ. Prof. Dr. Wolfgang Speyer
+43-662-871671-0

experts-salzburg@dorotheum.at

21.11.2019 - 14:00

Erzielter Preis: **
EUR 4.352,-
Schätzwert:
EUR 2.000,- bis EUR 3.000,-
Rufpreis:
EUR 1.000,-

Johannes Brahms


(Hamburg 1833-1897 Wien) Die dreißig Goldbergvariationen von J. S. Bach mit Widmung: 'Meiner lieben ... zum Gedenken von J. Brahms, Nov. 1855, links: Mai (18)56', gestochene Noten,24,5 x 34 cm,63 Seiten, etwas fleckig, Halbledereinband mit Rückenschildchen. Attest: "Auf Wunsch von Fräulein Eugenie Schumann stellt der Unterzeichnete hiedurch! fest: Die 'Variationen für das Clavier von Joh. Seb. Bach', Zürich, bey Hans Georg Nägeli' (G-dur, sog. "Goldberg-Variationen") sind in diesem Stich dem einklavierigen Hammerflügel in der Weise angepasst, dass die für die zwei Klaviaturen des Kielflügels (Cembalo) notierten Variationen zwar in ihrem Tonbestande nicht verändert, aber anders auf beide Hände verteilt wurden; die handschriftlich über die betr. Variationen geklebten Einschiebeblätter stammen von Kopistenhand und stellen die originale Stimmenverteilung auf 2 Systemen wieder her. Die im Stichtext verschiedenen Ortes mit Bleistift eingezeichneten Notentext-Berichtigungen und Ornamenten-Ergänzungen dürften von Brahms oder dann von Clara Schumann stammen, ebenso die vereinzelten Fingersätze. Der Band gewinnt Bedeutung auch durch seinen Verleger H. G. Nägeli (1773-1836), den schweizerischen "Sängervater" (Begründer des schweizerischen Männergesangs) u. Herausgeber von Subskriptionsausgaben Bach'scher, Händel'scher u. Beethoven'scher Werke (heutiger Inhaber des Nägeli'schen Verlags Hug & Cie, Zürich/Leipzig). Bern, im November 1936. Ernst Graf, Münsterorganist, Professor an der Universität (wohl Bern)'. Ruf 1.000

"Nicht nur von Beethoven sondern auch von Bach (Goldbergvariationen) hat Brahms die Kunst der Variationen gelernt...", R. Gerbe, Art. Brahms, J.: Die Musik in Geschichte und Gegenwart 2 (1952), 184-212, bes. 205.

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Auktion: Weihnachtsauktion
Datum: 21.11.2019 - 14:00
Auktionsort: Salzburg
Besichtigung: 06.11. - 21.11.2019


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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