Lot Nr. 11


Alfons Walde *


„Tiroler Dorfstrasse im Winter“ (Aurach bei Kitzbühel), 1934, signiert A. Walde und auf der Rückseite ein Klebezettel: „Alfons Walde, Kitzbühel, Tirol, Austria“, in der Handschrift des Künstlers: „Tiroler Dorfstrasse im Winter 1934“, Öl auf Karton, 59,5 x 50 cm, in Orig.-Künstlerrahmen

Verzeichnet:
Alfons Walde Archiv

Vergleiche:
Gert Ammann, Alfons Walde, Vierte erweiterte Auflage, Tyrolia Verlag, 2001, S. 273 – Auracher Kircherl
Egger Lienz/Walde/Berg, 3 Ausstellungen/3 Maler/3 Orte, Museum der Stadt Lienz Schloss Bruck/Museum Kitzbühel Sammlung Walde/Werner Berg Museum Bleiburg/Plibertz, Hirmer Verlag, 2012, S. 73

Provenienz:
Privatsammlung, Frankreich
Im Erbgang an eine Nichte in Deutschland

„Um 1923 fand Walde zurück zu einer äußerst intensiven Landschaftsbetrachtung, wobei er nun oft auch Figuren auf ihrem Weg in untrennbarer Einheit mit ihrer Umgebung darstellte, etwa beim mehrfach wiederholten Bild des kleinen Dorfes Aurach mit seiner Zwiebelturmkirche.“

Egger Lienz/Walde/Berg, Über das Land, Museum der Stadt Lienz Schloss Bruck, Hirmer, Wien 2012, S. 71

Walde bewerkstelligt es in meisterhafter Weise weitläufige Landschaften einzufangen und das Wechselspiel des Lichts mit Hilfe feiner Farbabstimmung darzustellen.
Die dicke aber dennoch duftig aussehende Schneeschicht, die schroffen Felsen und die Textur der Gebäudewände entstehen durch großzügiges aufgetragen der Farbe.
Starke Kontraste setzt er durch subtile Abstufungen im Weiß des Schnees und den daneben gesetzten satten Blautönen die den Betrachter die Kälte des Winters auf der Haut spüren lassen.
Das Motiv zweier sich einander begegnenden bzw. einander sich folgenden Frauen in Tracht, mit rotem Umhang und blauer Schürze verwendet Walde bereits sehr früh in seinen Werken.
Die reduzierte Form, vereinfacht durch starke und leuchtende Farbflächen, bringen in seinen Figuren eine gewissen Schwere zum Ausdruck.

Neben dem Gemälde „Tiroler Bergdorf“ (Auracher Kirchl) zählt „Aufstieg“ wohl zu den bekanntesten von Waldes Sujets. Die beiden Werke entstanden aufgrund eines ausgeschriebenen Wettbewerbes der Tirol-Werbung 1924, zu dem Alfons Walde den ersten und zweiten Preis erzielte.
Die beiden Motive erfahren Umsetzung als Plakate mit der Bildunterschrift „Tyrol“ und werden so zum Sinnbild des Winterlandes Tirol.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

26.11.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 250.000,- bis EUR 380.000,-

Alfons Walde *


„Tiroler Dorfstrasse im Winter“ (Aurach bei Kitzbühel), 1934, signiert A. Walde und auf der Rückseite ein Klebezettel: „Alfons Walde, Kitzbühel, Tirol, Austria“, in der Handschrift des Künstlers: „Tiroler Dorfstrasse im Winter 1934“, Öl auf Karton, 59,5 x 50 cm, in Orig.-Künstlerrahmen

Verzeichnet:
Alfons Walde Archiv

Vergleiche:
Gert Ammann, Alfons Walde, Vierte erweiterte Auflage, Tyrolia Verlag, 2001, S. 273 – Auracher Kircherl
Egger Lienz/Walde/Berg, 3 Ausstellungen/3 Maler/3 Orte, Museum der Stadt Lienz Schloss Bruck/Museum Kitzbühel Sammlung Walde/Werner Berg Museum Bleiburg/Plibertz, Hirmer Verlag, 2012, S. 73

Provenienz:
Privatsammlung, Frankreich
Im Erbgang an eine Nichte in Deutschland

„Um 1923 fand Walde zurück zu einer äußerst intensiven Landschaftsbetrachtung, wobei er nun oft auch Figuren auf ihrem Weg in untrennbarer Einheit mit ihrer Umgebung darstellte, etwa beim mehrfach wiederholten Bild des kleinen Dorfes Aurach mit seiner Zwiebelturmkirche.“

Egger Lienz/Walde/Berg, Über das Land, Museum der Stadt Lienz Schloss Bruck, Hirmer, Wien 2012, S. 71

Walde bewerkstelligt es in meisterhafter Weise weitläufige Landschaften einzufangen und das Wechselspiel des Lichts mit Hilfe feiner Farbabstimmung darzustellen.
Die dicke aber dennoch duftig aussehende Schneeschicht, die schroffen Felsen und die Textur der Gebäudewände entstehen durch großzügiges aufgetragen der Farbe.
Starke Kontraste setzt er durch subtile Abstufungen im Weiß des Schnees und den daneben gesetzten satten Blautönen die den Betrachter die Kälte des Winters auf der Haut spüren lassen.
Das Motiv zweier sich einander begegnenden bzw. einander sich folgenden Frauen in Tracht, mit rotem Umhang und blauer Schürze verwendet Walde bereits sehr früh in seinen Werken.
Die reduzierte Form, vereinfacht durch starke und leuchtende Farbflächen, bringen in seinen Figuren eine gewissen Schwere zum Ausdruck.

Neben dem Gemälde „Tiroler Bergdorf“ (Auracher Kirchl) zählt „Aufstieg“ wohl zu den bekanntesten von Waldes Sujets. Die beiden Werke entstanden aufgrund eines ausgeschriebenen Wettbewerbes der Tirol-Werbung 1924, zu dem Alfons Walde den ersten und zweiten Preis erzielte.
Die beiden Motive erfahren Umsetzung als Plakate mit der Bildunterschrift „Tyrol“ und werden so zum Sinnbild des Winterlandes Tirol.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 26.11.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 16.11. - 26.11.2019