Lot Nr. 37


Marino Marini *


(Pistoia 1901–1980 Viareggio)
Composizione/Komposition, undatiert, ausgeführt in der ersten Hälfte der 1960er Jahre, signiert, Mischtechnik auf Papier auf Tafel, 42 x 32 cm

Das Werk ist bei Fondazione Marino Marini, Pistoia unter der Archiv-Nr. 524 registriert. Ein Fotozertifikat liegt bei.

Provenienz:
Sammlung Giorgio Chierici, Reggio Emilia
2007 ebendort durch den jetzigen Besitzer erworben
Privatsammlung, Italien

Literatur:
Galleria d’Arte Marchetti, Figura & Figure-La Figurazione nella pittura italiana del Novecento, Rom, 16. April–30. Mai 2015, S. 56

„Der Mythos ließ dem tragischen Schicksal des Menschen Raum, die Menschen hatten etwas entdeckt, das größer war als sie selbst, etwas, das sie nicht beherrschen konnten und das für die Menschheit gefährlich geworden war. Der Künstler nahm diese Gefahr deutlicher wahr und seine Angst wurde größer.“

Marino Marini

Die Kunst Marino Marinis war schon immer für ihre Darstellung von Pferden und Reitern bekannt. Während der Jahre des Zweiten Weltkriegs porträtierte er unruhige oder satirische Figuren, mit dem Wunsch, die Absurdität des menschlichen Willens zur Macht und dessen Glauben an eine quasi inexistente Größe hervorzuheben.

In den Jahren nach dem Krieg öffneten sich Marinis harmonische Formen hin zu Schnitten und Löchern, die an die Werke von Künstlern wie Calder und Picasso erinnern. In den Fünfzigerjahren wurden die Reiter von Marini dünner, sie wurden verstümmelt und auf rein abstrakte und ausdrucksstarke Formen reduziert, welche von ihren sich aufbäumenden und zusammenbrechenden Pferden herunterfielen. Zuletzt, während der Sechziger und Siebziger, wurden sowohl Reiter als auch Pferde – wie das angebotene Exemplar zeigt – zunehmend kantiger und kubistischer.

Experten: Flaminia Allvin Flaminia Allvin
+390669923671

flaminia.allvin@dorotheum.it

26.11.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 18.000,- bis EUR 25.000,-

Marino Marini *


(Pistoia 1901–1980 Viareggio)
Composizione/Komposition, undatiert, ausgeführt in der ersten Hälfte der 1960er Jahre, signiert, Mischtechnik auf Papier auf Tafel, 42 x 32 cm

Das Werk ist bei Fondazione Marino Marini, Pistoia unter der Archiv-Nr. 524 registriert. Ein Fotozertifikat liegt bei.

Provenienz:
Sammlung Giorgio Chierici, Reggio Emilia
2007 ebendort durch den jetzigen Besitzer erworben
Privatsammlung, Italien

Literatur:
Galleria d’Arte Marchetti, Figura & Figure-La Figurazione nella pittura italiana del Novecento, Rom, 16. April–30. Mai 2015, S. 56

„Der Mythos ließ dem tragischen Schicksal des Menschen Raum, die Menschen hatten etwas entdeckt, das größer war als sie selbst, etwas, das sie nicht beherrschen konnten und das für die Menschheit gefährlich geworden war. Der Künstler nahm diese Gefahr deutlicher wahr und seine Angst wurde größer.“

Marino Marini

Die Kunst Marino Marinis war schon immer für ihre Darstellung von Pferden und Reitern bekannt. Während der Jahre des Zweiten Weltkriegs porträtierte er unruhige oder satirische Figuren, mit dem Wunsch, die Absurdität des menschlichen Willens zur Macht und dessen Glauben an eine quasi inexistente Größe hervorzuheben.

In den Jahren nach dem Krieg öffneten sich Marinis harmonische Formen hin zu Schnitten und Löchern, die an die Werke von Künstlern wie Calder und Picasso erinnern. In den Fünfzigerjahren wurden die Reiter von Marini dünner, sie wurden verstümmelt und auf rein abstrakte und ausdrucksstarke Formen reduziert, welche von ihren sich aufbäumenden und zusammenbrechenden Pferden herunterfielen. Zuletzt, während der Sechziger und Siebziger, wurden sowohl Reiter als auch Pferde – wie das angebotene Exemplar zeigt – zunehmend kantiger und kubistischer.

Experten: Flaminia Allvin Flaminia Allvin
+390669923671

flaminia.allvin@dorotheum.it


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 26.11.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 16.11. - 26.11.2019