Lot Nr. 39


Henri Matisse *


(Cateau-Cambrésis 1869–1954 Nizza)
Nu, 1948, signiert und datiert H. Matisse avril 48, Kohle auf Papier, 60 x 40 cm, gerahmt

Mit einer schriftlichen Bestätigung von Wanda de Guébriant, Paris, 19. Mai 2005, Archiv-Nr. N41, auf der Rückseite des Werkes.

Wir danken Georges Matisse, Archiv Matisse, für seine freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung des vorliegenden Werkes.

Provenienz:
Nachlass des Künstlers
Pierre Matisse, New York
Galerie Berggruen (1963)
Galerie Loeb Krugier (1968)
Galerie Bellier, Paris (1988)
Sammlung Sam Salz (1988)
J. C. Anaf, Lyon, 23. Oktober 1996, Los 219
De Baecque & Associés, 17. April 2015, Los 16
dort vom heutigen Besitzer erworben

„Ich habe das Zeichnen immer nicht als eine Übung besonderer Geschicklichkeit betrachtet ... sondern als ein bewusst vereinfachtes Mittel, um dem Ausdruck, der ohne Unbeholfenheit sprechen sollte, mit Einfachheit und Spontaneität direkt in den Kopf des Betrachters zu bringen.“

Henri Matisse

Matisse betrachtete seine Zeichnung als ein sehr intimes Ausdrucksmittel. Die Methode der künstlerischen Ausführung - ob mit Kohle, Bleistift, Buntstift, Stichel, oder als lithographische Tusche oder Papierschliff - variierte je nach Thema und persönlichen Umständen. Seine Lieblingsthemen waren stimmungsvoll oder erotisch - die weibliche Form, die nackte Figur oder ein schöner Kopf eines Lieblingsmodells. Andere Themen beziehen sich auf die reale oder imaginäre Welt Ozeaniens und der Karibik - die Lagunen, die Korallen und die Gesichter schöner Frauen aus diesen fernen Ländern. Wieder andere Subjekte wurden von der klassischen Mythologie inspiriert.
Matisse machte oft Zeichnungen, die später die Basis seiner Gemälde und Skulpturen formen würden, und fühlte, dass diese Zeichnungen schnelle, gestische Übungen sein sollten, welche die Form und Emotion einfangen, die das Sujet in ihm hervorrief. Als direktester Ausdruck der Gedanken des Künstlers half das Zeichnen Matisse oft, kompositorische und stilistische Probleme oder neue Ideen zu erarbeiten.
In den späten 1940er Jahren, wie auch in diesem Akt, werden seine Zeichnungen mutiger, die Konturlinien dicker, die Formen einfacher und weniger detailliert.
(Deutsche Übersetzung des englischen Originals auf www.henri-matisse.net)

Expertin: Mag. Patricia Pálffy Mag. Patricia Pálffy
+43-1-515 60-386

patricia.palffy@dorotheum.at

26.11.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 80.000,- bis EUR 120.000,-

Henri Matisse *


(Cateau-Cambrésis 1869–1954 Nizza)
Nu, 1948, signiert und datiert H. Matisse avril 48, Kohle auf Papier, 60 x 40 cm, gerahmt

Mit einer schriftlichen Bestätigung von Wanda de Guébriant, Paris, 19. Mai 2005, Archiv-Nr. N41, auf der Rückseite des Werkes.

Wir danken Georges Matisse, Archiv Matisse, für seine freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung des vorliegenden Werkes.

Provenienz:
Nachlass des Künstlers
Pierre Matisse, New York
Galerie Berggruen (1963)
Galerie Loeb Krugier (1968)
Galerie Bellier, Paris (1988)
Sammlung Sam Salz (1988)
J. C. Anaf, Lyon, 23. Oktober 1996, Los 219
De Baecque & Associés, 17. April 2015, Los 16
dort vom heutigen Besitzer erworben

„Ich habe das Zeichnen immer nicht als eine Übung besonderer Geschicklichkeit betrachtet ... sondern als ein bewusst vereinfachtes Mittel, um dem Ausdruck, der ohne Unbeholfenheit sprechen sollte, mit Einfachheit und Spontaneität direkt in den Kopf des Betrachters zu bringen.“

Henri Matisse

Matisse betrachtete seine Zeichnung als ein sehr intimes Ausdrucksmittel. Die Methode der künstlerischen Ausführung - ob mit Kohle, Bleistift, Buntstift, Stichel, oder als lithographische Tusche oder Papierschliff - variierte je nach Thema und persönlichen Umständen. Seine Lieblingsthemen waren stimmungsvoll oder erotisch - die weibliche Form, die nackte Figur oder ein schöner Kopf eines Lieblingsmodells. Andere Themen beziehen sich auf die reale oder imaginäre Welt Ozeaniens und der Karibik - die Lagunen, die Korallen und die Gesichter schöner Frauen aus diesen fernen Ländern. Wieder andere Subjekte wurden von der klassischen Mythologie inspiriert.
Matisse machte oft Zeichnungen, die später die Basis seiner Gemälde und Skulpturen formen würden, und fühlte, dass diese Zeichnungen schnelle, gestische Übungen sein sollten, welche die Form und Emotion einfangen, die das Sujet in ihm hervorrief. Als direktester Ausdruck der Gedanken des Künstlers half das Zeichnen Matisse oft, kompositorische und stilistische Probleme oder neue Ideen zu erarbeiten.
In den späten 1940er Jahren, wie auch in diesem Akt, werden seine Zeichnungen mutiger, die Konturlinien dicker, die Formen einfacher und weniger detailliert.
(Deutsche Übersetzung des englischen Originals auf www.henri-matisse.net)

Expertin: Mag. Patricia Pálffy Mag. Patricia Pálffy
+43-1-515 60-386

patricia.palffy@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 26.11.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 16.11. - 26.11.2019