Lot Nr. 137


Ernst Fuchs *


(Wien 1930–2015)
„Big Sue“, signiert, datiert Ernst Fuchs 1973, auf der Rückseite signiert, datiert, betitelt Ernst Fuchs 1973 „Big Sue“ Ernst Fuchs, Eitempera, Harzöl auf Leinwand auf Karton, 100 x 59 cm, gerahmt

Ganzseitige Farbabbildung:
Fuchs über Ernst Fuchs, Bilder und Zeichnungen von 1945–1976, R. Piper & Co. Verlag, 1977, S. 168

Provenienz:
Privatsammlung, Schweiz

Von jeher schien mir eine unauflösbare Widersprüchlichkeit zu herrschen zwischen dem unentwegten, alle zur Verfügung stehende Zeit verschlingenden Schaffensprozess, der kaum ein Bedenken zulässt, und jenem analytischen, erkenntnisheischenden Reflektieren, das diesem Schaffen folgen könnte. Woher die Zeit nehmen, wenn nicht gezwungenermaßen? Wenngleich man oft, von den Fragen seiner Freunde oder Gegner bedrängt, nach Deutung und Entschlüsselung der geschauten Bildrätsel sucht, das Schaffen der Bilder erfordert die Hingabe der gesamten verfügbaren Zeit, denn das Schauen und Sichtbarmachen ist wichtiger als die Deutung. Deutung kommt, sie folgt irgendwann und ist immer eine neue, eine andere, und denke ich an die vielen einander widersprechenden Deutungen der Bilder meines geliebten Hieronymus Bosch, so wird mir bange bei dem Gedanken und doch auch wieder wohl zumute, wie man es anstellen wird mit der Deutung meines Werkes. Denn es ist nicht so, dass ich je vollends weiß, was ich schaffe, und nie bin ich in der Lage, mich in einer Deutung festzulegen. …

Aus der angeführten Literatur

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

26.11.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 35.000,- bis EUR 60.000,-

Ernst Fuchs *


(Wien 1930–2015)
„Big Sue“, signiert, datiert Ernst Fuchs 1973, auf der Rückseite signiert, datiert, betitelt Ernst Fuchs 1973 „Big Sue“ Ernst Fuchs, Eitempera, Harzöl auf Leinwand auf Karton, 100 x 59 cm, gerahmt

Ganzseitige Farbabbildung:
Fuchs über Ernst Fuchs, Bilder und Zeichnungen von 1945–1976, R. Piper & Co. Verlag, 1977, S. 168

Provenienz:
Privatsammlung, Schweiz

Von jeher schien mir eine unauflösbare Widersprüchlichkeit zu herrschen zwischen dem unentwegten, alle zur Verfügung stehende Zeit verschlingenden Schaffensprozess, der kaum ein Bedenken zulässt, und jenem analytischen, erkenntnisheischenden Reflektieren, das diesem Schaffen folgen könnte. Woher die Zeit nehmen, wenn nicht gezwungenermaßen? Wenngleich man oft, von den Fragen seiner Freunde oder Gegner bedrängt, nach Deutung und Entschlüsselung der geschauten Bildrätsel sucht, das Schaffen der Bilder erfordert die Hingabe der gesamten verfügbaren Zeit, denn das Schauen und Sichtbarmachen ist wichtiger als die Deutung. Deutung kommt, sie folgt irgendwann und ist immer eine neue, eine andere, und denke ich an die vielen einander widersprechenden Deutungen der Bilder meines geliebten Hieronymus Bosch, so wird mir bange bei dem Gedanken und doch auch wieder wohl zumute, wie man es anstellen wird mit der Deutung meines Werkes. Denn es ist nicht so, dass ich je vollends weiß, was ich schaffe, und nie bin ich in der Lage, mich in einer Deutung festzulegen. …

Aus der angeführten Literatur

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 26.11.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 16.11. - 26.11.2019