Lot Nr. 517


Emilio Longoni


(Mailand 1859–1932)
Bildnis des Ignazio Grün mit Geige, 1891–94, signiert E. Longoni, rückseitig Ausstellungsetikett Societa per le belle arti 1982,
Öl auf Leinwand, 158 x 82 cm, gerahmt

Provenienz:
Europäische Privatsammlung.

Ausgestellt:
Società per le Belle arti ed esposizione permanente, Palazzo Sociale, Milano Mostra di Emilio Longoni, 24. Februar–4. April 1982, Kat. Nr. 31.

Abgebildet und verzeichnet in:
Giovanna Ginex, Emilio Longoni, Catalogo Ragionato, Federico Motta ed.,
S. 182, Nr. 118.

Das Bildnis des Industriellen Ignazio Grün bildet einen frühen Höhepunkt in Emilio Longonis Oeuvre und ist um 1890 zu datieren. Es steht am Beginn einer Phase, in der sich Longonis Stil mehr und mehr in Richtung des Divisionismus entwickelt. Er gehört zu den frühesten Vertretern dieser neuen Auffassung und wendet sich in der Folge vor allem dem Landschaftsbild zu, das er in einer poetischen, fast entmaterialisierten Weise neu formt.
Der aus einer ungarischen Industriellenfamilie stammende Ignazio Grün gehörte zu den frühesten Förderern und Sammlern des jungen Künstlers und ließ sich nicht nur selbst von Longoni portraitieren, sondern gab auch Bildnisse seiner Gattin Maddalena Monge Grün (Werkverzeichnis Nr. 119) und seiner beiden Kinder Giulio und Tonino (Werkverzeichnis Nr. 135) in Auftrag. Die Portraits von Ignazio und Maddalena sind als imposante Gegenstücke im Hochformat konzipiert, wohingegen das Kinderbildnis einen quer-ovalen Bildausschnitt zeigt. Grüns Leidenschaft für die Musik zeigt sich in der Violine und dem Bogen, die er in den Händen hält. Er war erster Amateur-Geiger im Orchester am Teatro della Scala in Mailand. Longoni war oftmals zu Gast auf dem Anwesen der Familie Grün in Locate Triulzi und der Familie freundschaftlich verbunden.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at

08.06.2020 - 16:00

Schätzwert:
EUR 12.000,- bis EUR 18.000,-

Emilio Longoni


(Mailand 1859–1932)
Bildnis des Ignazio Grün mit Geige, 1891–94, signiert E. Longoni, rückseitig Ausstellungsetikett Societa per le belle arti 1982,
Öl auf Leinwand, 158 x 82 cm, gerahmt

Provenienz:
Europäische Privatsammlung.

Ausgestellt:
Società per le Belle arti ed esposizione permanente, Palazzo Sociale, Milano Mostra di Emilio Longoni, 24. Februar–4. April 1982, Kat. Nr. 31.

Abgebildet und verzeichnet in:
Giovanna Ginex, Emilio Longoni, Catalogo Ragionato, Federico Motta ed.,
S. 182, Nr. 118.

Das Bildnis des Industriellen Ignazio Grün bildet einen frühen Höhepunkt in Emilio Longonis Oeuvre und ist um 1890 zu datieren. Es steht am Beginn einer Phase, in der sich Longonis Stil mehr und mehr in Richtung des Divisionismus entwickelt. Er gehört zu den frühesten Vertretern dieser neuen Auffassung und wendet sich in der Folge vor allem dem Landschaftsbild zu, das er in einer poetischen, fast entmaterialisierten Weise neu formt.
Der aus einer ungarischen Industriellenfamilie stammende Ignazio Grün gehörte zu den frühesten Förderern und Sammlern des jungen Künstlers und ließ sich nicht nur selbst von Longoni portraitieren, sondern gab auch Bildnisse seiner Gattin Maddalena Monge Grün (Werkverzeichnis Nr. 119) und seiner beiden Kinder Giulio und Tonino (Werkverzeichnis Nr. 135) in Auftrag. Die Portraits von Ignazio und Maddalena sind als imposante Gegenstücke im Hochformat konzipiert, wohingegen das Kinderbildnis einen quer-ovalen Bildausschnitt zeigt. Grüns Leidenschaft für die Musik zeigt sich in der Violine und dem Bogen, die er in den Händen hält. Er war erster Amateur-Geiger im Orchester am Teatro della Scala in Mailand. Longoni war oftmals zu Gast auf dem Anwesen der Familie Grün in Locate Triulzi und der Familie freundschaftlich verbunden.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 08.06.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 27.05. - 08.06.2020