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Lot Nr. 70


David de Coninck


(Antwerpen 1636/46 – nach 1701 Brüssel?)
Ein Papagei, Melonen, Pfirsiche, Granatäpfel, Trauben und Kirschen in einer italianisierenden Parkszenerie,
Öl auf Leinwand, 147 x 194 cm, gerahmt

Provenienz:
Sammlung Bornos, Spanien (lt. rückseitigem altem Klebezettel);
Auktion, Christie’s, London, 6. Juli 2010, Lot 10;
dort erworben durch den jetzigen Besitzer

Ausgestellt:
Brescia, Palazzo Martinengo Cesaresco, Gli animali nell’arte. Dal Rinascimento a Ceruti, 19. Januar – 9. Juni 2019, Nr. 44 (als David de Coninck)

Literatur:
A. Crispo, in: Gli animali nell’arte. Dal Rinascimento a Ceruti, hrsg. von D. Dotti, Ausstellungskatalog, Cinisello Balsamo 2019, S. 150, Nr. 44 (als David de Coninck)

Das vorliegende Gemälde ist in der Datenbank des RKD unter Nr. 0000279699 verzeichnet (als David de Coninck).

Es handelt sich hier um ein typisches Beispiel für die hochbarocke Stilllebenmalerei, zu deren führenden Vertretern David de Coninck gehörte.

In der Bildmitte sitzt ein roter Papagei auf einem steinernen Podest, auf dem auch die Büste einer Gottheit, vermutlich der Venus, steht, die von Rosen – den ihr geweihten Blumen – umgeben ist. Unterhalb ist eine Fülle von Blumen und Früchten dargestellt, darunter Melonen, Pfirsiche, Trauben, Granatäpfel, Feigen, Haselnüsse und Kirschen. Rechts hinter den Früchten ist ein reich verziertes Tablett zu sehen. Der Hintergrund wird von einem italianisierenden Garten mit Bäumen und einer mit großen Vasen geschmückten Balustrade bestimmt.

Wie es einer häufig eingesetzten künstlerischen Praxis unter Stilllebenspezialisten entsprach, verwendete de Coninck einzelne Bildelemente seines Repertoires in unterschiedlichen Werken. Der hier dargestellte Papagei taucht beispielsweise auf einem Bild im Baseler Kunstmuseum sowie einem weiteren im Musée des Beaux-Arts in Nantes auf. Auch das Tablett kehrt als Detail in mehreren seiner Werke wieder.

David de Coninck war ab den frühen 1670er-Jahren fast 30 Jahre in Rom tätig. Das vorliegende Gemälde stammt aus dieser Zeit. In der bildnerischen Kraft und Fülle des Werks hallt der Einfluss seines Landsmanns und künstlerischen Vorgängers Rubens nach. Dazu gesellt sich eine reife Kenntnis seines italienischen, insbesondere römischen, künstlerischen Umfelds. So stand der Maler in Rom mit anderen Spezialisten der Stilllebenmalerei, insbesondere mit Giacomo Galli, Lo Spadino und Michelangelo del Campidoglio, in Kontakt, mit denen er kompositorische Vorbilder und Erfindungen austauschte. Der ständige Wettbewerb und Austausch unter den Künstlern römischer Werkstätten trug zur Verbreitung eines reichhaltigen Repertoires bei, durch das sich die römische Stilllebenmalerei des Barocks auszeichnet.

David de Coninck erhielt seine Ausbildung in Antwerpen in der Werkstatt von Pieter Boeland und wurde 1644 Meister der Lukasgilde. Er mag auch in der Werkstatt von Jan Fyt verkehrt haben, um sich dort auf die Tiermalerei zu spezialisieren. 1664 war er in Paris, ab 1672 ist er in Rom dokumentiert, wo er bis 1694 blieb und für die angesehensten Familien der Stadt sowie für europäische Herrscher und den Adel tätig war.

Experte: Mark MacDonnell Mark MacDonnell
+43 1 515 60 403

mark.macdonnell@dorotheum.at

09.06.2020 - 16:00

Schätzwert:
EUR 80.000,- bis EUR 120.000,-

David de Coninck


(Antwerpen 1636/46 – nach 1701 Brüssel?)
Ein Papagei, Melonen, Pfirsiche, Granatäpfel, Trauben und Kirschen in einer italianisierenden Parkszenerie,
Öl auf Leinwand, 147 x 194 cm, gerahmt

Provenienz:
Sammlung Bornos, Spanien (lt. rückseitigem altem Klebezettel);
Auktion, Christie’s, London, 6. Juli 2010, Lot 10;
dort erworben durch den jetzigen Besitzer

Ausgestellt:
Brescia, Palazzo Martinengo Cesaresco, Gli animali nell’arte. Dal Rinascimento a Ceruti, 19. Januar – 9. Juni 2019, Nr. 44 (als David de Coninck)

Literatur:
A. Crispo, in: Gli animali nell’arte. Dal Rinascimento a Ceruti, hrsg. von D. Dotti, Ausstellungskatalog, Cinisello Balsamo 2019, S. 150, Nr. 44 (als David de Coninck)

Das vorliegende Gemälde ist in der Datenbank des RKD unter Nr. 0000279699 verzeichnet (als David de Coninck).

Es handelt sich hier um ein typisches Beispiel für die hochbarocke Stilllebenmalerei, zu deren führenden Vertretern David de Coninck gehörte.

In der Bildmitte sitzt ein roter Papagei auf einem steinernen Podest, auf dem auch die Büste einer Gottheit, vermutlich der Venus, steht, die von Rosen – den ihr geweihten Blumen – umgeben ist. Unterhalb ist eine Fülle von Blumen und Früchten dargestellt, darunter Melonen, Pfirsiche, Trauben, Granatäpfel, Feigen, Haselnüsse und Kirschen. Rechts hinter den Früchten ist ein reich verziertes Tablett zu sehen. Der Hintergrund wird von einem italianisierenden Garten mit Bäumen und einer mit großen Vasen geschmückten Balustrade bestimmt.

Wie es einer häufig eingesetzten künstlerischen Praxis unter Stilllebenspezialisten entsprach, verwendete de Coninck einzelne Bildelemente seines Repertoires in unterschiedlichen Werken. Der hier dargestellte Papagei taucht beispielsweise auf einem Bild im Baseler Kunstmuseum sowie einem weiteren im Musée des Beaux-Arts in Nantes auf. Auch das Tablett kehrt als Detail in mehreren seiner Werke wieder.

David de Coninck war ab den frühen 1670er-Jahren fast 30 Jahre in Rom tätig. Das vorliegende Gemälde stammt aus dieser Zeit. In der bildnerischen Kraft und Fülle des Werks hallt der Einfluss seines Landsmanns und künstlerischen Vorgängers Rubens nach. Dazu gesellt sich eine reife Kenntnis seines italienischen, insbesondere römischen, künstlerischen Umfelds. So stand der Maler in Rom mit anderen Spezialisten der Stilllebenmalerei, insbesondere mit Giacomo Galli, Lo Spadino und Michelangelo del Campidoglio, in Kontakt, mit denen er kompositorische Vorbilder und Erfindungen austauschte. Der ständige Wettbewerb und Austausch unter den Künstlern römischer Werkstätten trug zur Verbreitung eines reichhaltigen Repertoires bei, durch das sich die römische Stilllebenmalerei des Barocks auszeichnet.

David de Coninck erhielt seine Ausbildung in Antwerpen in der Werkstatt von Pieter Boeland und wurde 1644 Meister der Lukasgilde. Er mag auch in der Werkstatt von Jan Fyt verkehrt haben, um sich dort auf die Tiermalerei zu spezialisieren. 1664 war er in Paris, ab 1672 ist er in Rom dokumentiert, wo er bis 1694 blieb und für die angesehensten Familien der Stadt sowie für europäische Herrscher und den Adel tätig war.

Experte: Mark MacDonnell Mark MacDonnell
+43 1 515 60 403

mark.macdonnell@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
old.masters@dorotheum.at

+43 1 515 60 403
Auktion: Alte Meister
Datum: 09.06.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 02.06. - 09.06.2020