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Lot Nr. 101 -


Rutger Verburgh


(Rotterdam 1678–1727)
Dorfkirmes,
Öl auf Leinwand, 80,5 x 164,5 cm, gerahmt

Wir danken Luuk Pijl, der die Zuschreibung bestätigt hat. Sein Gutachten liegt dem vorliegenden Lot bei.

Pijl schreibt: „Dieses große, gut erhaltene Gemälde zeigt eine belebte Straße durch ein Dorf mit einem hohen Kirchturm, der die Szene beherrscht. Zahlreiche Figuren tragen mit abwechslungsreichen Tätigkeiten zur Feierstimmung bei. In der Bildmitte sind drei offene Zelte mit vielen Menschen und kleinen Brotfiguren dargestellt. Links wartet ein Kutscher, um ein paar Angehörige des Landadels als Fahrgäste aufzunehmen. Andere tanzen, singen und saufen. Die rechte Bildhälfte wird von zwei großen Häusern dominiert. Alle Aktivitäten weisen auf die Abhaltung der jährlichen Dorfkirmes hin. Auch der prominente Kirchturm als zentrales Element der Komposition spricht dafür. Der Begriff Kirmes bzw. „Kermesse“ leitet sich vom holländischen und flämischen Wort „kerk“ für Kirche ab.

Dorfkirmessen waren in der flämischen Malerei gegen Ende des 16. Jahrhunderts ein beliebtes Genre. Das vorliegende Gemälde ist zentralperspektivisch aufgebaut und zeigt unterschiedliche Aspekte des lebhaften Treibens des Dorffestes, das allen Gesellschaftsschichten offenstand. Das Thema hatte seinen Ursprung im Werk Pieter Brueghels des Älteren (1525–1569) und wurde insbesondere um 1600 durch David Vinckboons (1576–1632), einen ab 1591 in Amsterdam tätigen Flamen, popularisiert.

Das vorliegende Gemälde ist stilistisch äußerst typisch für Rutger Verburgh. Es steht einem Gemälde mit gleichem Bildinhalt nahe, das am 4. Juli 2006 bei Sotheby’s Olympia als Lot 415 versteigert wurde. Bedauerlicherweise kennt man keine datierten Werke des Meisters, sodass es nicht möglich ist, für unser Bild ein definitives Entstehungsjahr innerhalb der aktiven Zeit des Meisters zwischen 1695 und 1727 zu nennen.

Biografische Informationen zu Rutger Verburgh sind spärlich gesät. Er gehörte einer Rotterdamer Malerfamilie an. Als Sohn des vielbeschäftigten Landschaftsmalers Dionys Rutse Verburgh wurde der junge Rutger vermutlich von seinem Vater ausgebildet. Es sind keine anderen Lehrmeister bekannt.“

Experte: Dr. Alexander Strasoldo Dr. Alexander Strasoldo
+43-1-515 60-556

alexander.strasoldo@dorotheum.at

09.06.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 15.303,-
Schätzwert:
EUR 20.000,- bis EUR 25.000,-

Rutger Verburgh


(Rotterdam 1678–1727)
Dorfkirmes,
Öl auf Leinwand, 80,5 x 164,5 cm, gerahmt

Wir danken Luuk Pijl, der die Zuschreibung bestätigt hat. Sein Gutachten liegt dem vorliegenden Lot bei.

Pijl schreibt: „Dieses große, gut erhaltene Gemälde zeigt eine belebte Straße durch ein Dorf mit einem hohen Kirchturm, der die Szene beherrscht. Zahlreiche Figuren tragen mit abwechslungsreichen Tätigkeiten zur Feierstimmung bei. In der Bildmitte sind drei offene Zelte mit vielen Menschen und kleinen Brotfiguren dargestellt. Links wartet ein Kutscher, um ein paar Angehörige des Landadels als Fahrgäste aufzunehmen. Andere tanzen, singen und saufen. Die rechte Bildhälfte wird von zwei großen Häusern dominiert. Alle Aktivitäten weisen auf die Abhaltung der jährlichen Dorfkirmes hin. Auch der prominente Kirchturm als zentrales Element der Komposition spricht dafür. Der Begriff Kirmes bzw. „Kermesse“ leitet sich vom holländischen und flämischen Wort „kerk“ für Kirche ab.

Dorfkirmessen waren in der flämischen Malerei gegen Ende des 16. Jahrhunderts ein beliebtes Genre. Das vorliegende Gemälde ist zentralperspektivisch aufgebaut und zeigt unterschiedliche Aspekte des lebhaften Treibens des Dorffestes, das allen Gesellschaftsschichten offenstand. Das Thema hatte seinen Ursprung im Werk Pieter Brueghels des Älteren (1525–1569) und wurde insbesondere um 1600 durch David Vinckboons (1576–1632), einen ab 1591 in Amsterdam tätigen Flamen, popularisiert.

Das vorliegende Gemälde ist stilistisch äußerst typisch für Rutger Verburgh. Es steht einem Gemälde mit gleichem Bildinhalt nahe, das am 4. Juli 2006 bei Sotheby’s Olympia als Lot 415 versteigert wurde. Bedauerlicherweise kennt man keine datierten Werke des Meisters, sodass es nicht möglich ist, für unser Bild ein definitives Entstehungsjahr innerhalb der aktiven Zeit des Meisters zwischen 1695 und 1727 zu nennen.

Biografische Informationen zu Rutger Verburgh sind spärlich gesät. Er gehörte einer Rotterdamer Malerfamilie an. Als Sohn des vielbeschäftigten Landschaftsmalers Dionys Rutse Verburgh wurde der junge Rutger vermutlich von seinem Vater ausgebildet. Es sind keine anderen Lehrmeister bekannt.“

Experte: Dr. Alexander Strasoldo Dr. Alexander Strasoldo
+43-1-515 60-556

alexander.strasoldo@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
old.masters@dorotheum.at

+43 1 515 60 403
Auktion: Alte Meister
Datum: 09.06.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 02.06. - 09.06.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.