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Lot Nr. 1


Rudolf Wacker


(Bregenz 1893–1939)
„Stilleben mit St. Sebastian“, signiert, datiert
R. Wacker 27 und auf der Rückseite: „Rudolf Wacker Bregenz 1927, Stilleben mit St. Sebastian“, Öl, Tempera auf Holz, 95 x 61 cm, gerahmt

Ganzseitig abgebildet und verzeichnet:
Max Haller, Der Maler Rudolf Wacker 1893-1939, Nr. 57
(dort Öl auf Holz)
Rudolf Wacker und Zeitgenossen. Expressionismus und Neue Sachlichkeit, Bregenzer Kunstverein, Amt der Vorarlberger Landesregierung – Kunsthaus Bregenz, Vorarlberger Landesgalerie 1993, S. 237, Abb. 248 (dort Mischtechnik auf Holz) – siehe S. 232, Abb. 244 (die Skulptur abgebildet)

Provenienz:
Privatsammlung, Vorarlberg

„Jedes Ding, das simpelst und leblose noch, bleibt ein Mysterium. Und wirklich ist am Ende der fromme Realist der eigentliche Mystiker.“
Rudolf Wacker (Tagebuch, 28.10.1928)

Nach dem Verkauf seines „Selbstbildnisses“ von 1927 konnte Wacker endlich die geliebte Figur des Hl. Sebastian erwerben.
Diesem Bildverkauf war eine lange Zeit der Not vorausgegangen, in der Wacker praktisch ohne Einnahmen, nur vom Schuldenmachen, überlebte.
„Wir zittern vor Glück! Ich hatte bestimmt durch diese Ausstellg. eine Einnahme erwartet und war schon deprimiert, statt dessen wieder nur Mühe u. Ärger gehabt zu haben. Wie können nur einmal gar alle Schulden bezahlen – behalten noch ein Schönes Stück Geld. – Auch der entliehene St. Sebastian, nach welchem ich ein gr. Stilleben begonnen habe ist nun unser! Ich lache auch jetzt aus vollem Halse über die gehässige Kritik von Pastor Pommer (Vlbg. Tagblatt u. Lindauer Zeitg. , Vlbg. Ldsztg. 2 Erwiderungen von Dr. Prölss).“ (Tagebuch, 9.8.1927)
Das „Vorarlberger Tagblatt“ und das „Lindauer Tagblatt“ hatten am 23.7.1927 eine Kritik Pommers über die „Kreis-Ausstellung“ im Vorarlberger Landesmuseum veröffentlicht, in der dieser Wacker persönlich angriff und schrieb: „Im innersten verwundet, ja beleidigt, zieht er sich („der kunstgenießende und kunstliebende Laie“) vor einer Kunst dieser Art zurück.“ Am 27.7.1927 brachte die „Vorarlberger Landeszeitung“ eine Erwiderung unter dem Titel „Für den Bregenzer Maler Rudolf Wacker“ durch Dr. Gustav Prölss, den Schriftführer des „Kreis“. Daraufhin erfolgte die Gegenrede Pommers, daraufhin wieder Prölss, zahlreiche Leserbriefe usw., sodass ein regelrechter Pressekampf um die Person und Kunst Wackers entbrannte. Wacker identifizierte sich mit dem leidenden St. Sebastians, der für seine Überzeugungen den Märtyrertod erlitt. …
Rudolf Sagmeister/Kathleen Sagmeister-Fox, aus der angeführten Literatur, Rudolf Wacker und Zeitgenossen.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

23.06.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 369.300,-
Schätzwert:
EUR 80.000,- bis EUR 140.000,-

Rudolf Wacker


(Bregenz 1893–1939)
„Stilleben mit St. Sebastian“, signiert, datiert
R. Wacker 27 und auf der Rückseite: „Rudolf Wacker Bregenz 1927, Stilleben mit St. Sebastian“, Öl, Tempera auf Holz, 95 x 61 cm, gerahmt

Ganzseitig abgebildet und verzeichnet:
Max Haller, Der Maler Rudolf Wacker 1893-1939, Nr. 57
(dort Öl auf Holz)
Rudolf Wacker und Zeitgenossen. Expressionismus und Neue Sachlichkeit, Bregenzer Kunstverein, Amt der Vorarlberger Landesregierung – Kunsthaus Bregenz, Vorarlberger Landesgalerie 1993, S. 237, Abb. 248 (dort Mischtechnik auf Holz) – siehe S. 232, Abb. 244 (die Skulptur abgebildet)

Provenienz:
Privatsammlung, Vorarlberg

„Jedes Ding, das simpelst und leblose noch, bleibt ein Mysterium. Und wirklich ist am Ende der fromme Realist der eigentliche Mystiker.“
Rudolf Wacker (Tagebuch, 28.10.1928)

Nach dem Verkauf seines „Selbstbildnisses“ von 1927 konnte Wacker endlich die geliebte Figur des Hl. Sebastian erwerben.
Diesem Bildverkauf war eine lange Zeit der Not vorausgegangen, in der Wacker praktisch ohne Einnahmen, nur vom Schuldenmachen, überlebte.
„Wir zittern vor Glück! Ich hatte bestimmt durch diese Ausstellg. eine Einnahme erwartet und war schon deprimiert, statt dessen wieder nur Mühe u. Ärger gehabt zu haben. Wie können nur einmal gar alle Schulden bezahlen – behalten noch ein Schönes Stück Geld. – Auch der entliehene St. Sebastian, nach welchem ich ein gr. Stilleben begonnen habe ist nun unser! Ich lache auch jetzt aus vollem Halse über die gehässige Kritik von Pastor Pommer (Vlbg. Tagblatt u. Lindauer Zeitg. , Vlbg. Ldsztg. 2 Erwiderungen von Dr. Prölss).“ (Tagebuch, 9.8.1927)
Das „Vorarlberger Tagblatt“ und das „Lindauer Tagblatt“ hatten am 23.7.1927 eine Kritik Pommers über die „Kreis-Ausstellung“ im Vorarlberger Landesmuseum veröffentlicht, in der dieser Wacker persönlich angriff und schrieb: „Im innersten verwundet, ja beleidigt, zieht er sich („der kunstgenießende und kunstliebende Laie“) vor einer Kunst dieser Art zurück.“ Am 27.7.1927 brachte die „Vorarlberger Landeszeitung“ eine Erwiderung unter dem Titel „Für den Bregenzer Maler Rudolf Wacker“ durch Dr. Gustav Prölss, den Schriftführer des „Kreis“. Daraufhin erfolgte die Gegenrede Pommers, daraufhin wieder Prölss, zahlreiche Leserbriefe usw., sodass ein regelrechter Pressekampf um die Person und Kunst Wackers entbrannte. Wacker identifizierte sich mit dem leidenden St. Sebastians, der für seine Überzeugungen den Märtyrertod erlitt. …
Rudolf Sagmeister/Kathleen Sagmeister-Fox, aus der angeführten Literatur, Rudolf Wacker und Zeitgenossen.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 23.06.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 18.06. - 23.06.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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