Sie nutzen einen veralteten Browser!

Um unsere Website voll funktionsfähig nutzen zu können, sollten Sie eine aktuelle Browserversion installieren. Eine Auflistung von empfohlenen Browserversionen finden Sie gleich hier.



Lot Nr. 35


Salvador Dalí *


(Figueras 1904–1989)
Persée – Hommage à Benvenuto Cellini, ca. 1976, signiert und nummeriert, Nr. 2 aus einer Edition von 8 Exemplaren + 4 EA nummeriert EA I/IV bis EA IV/IV Fonderie F. lli Bonvicini, Italien, Bronze, patiniert, 252 x 130 x 110 cm

Das Werk ist in den Archives Descharnes unter der Nr. 0–272 registriert. Ein Fotozertifikat liegt bei.

Provenienz:
Europäische Privatsammlung

Ausgestellt:
Venedig, Chiesa di San Bartolomeo, Juni-November 1995
Città di San Marino, Salvador Dalí. Sculture originali inedite, opere di grafica, Palazzo Pergami-Belluzzi, 14. Juni - 15. September 1996, Ausst.-Kat.
Venedig, Scuola Sant‘Apollonia, 1997
Rom, Chiesa di Santa Maria del Popolo, Sala del Bramante, März - November 1998
Florenz, Museo Santa Croce, 1998
Sylt, Stadtgalerie Alte Post, 1998
Rom, Galleria Colonna (Galleria Alberto Sordi), 1998
Ischia, Terme di Ischia, 2002
Neapel, Città della Scienza, 2004 Portoferraio Isola d'Elba, Salvador Dalí. Piacere e complessità di un genio, Kongresszentrum
„De Laugier“, 19. Juni - 29. August 2004
Mailand, Salvador Dalí, Piacere e complessità di un genio, Chiesa di San Paolo Converso, 18. Dezember 2004 - 8. März 2005
Santiago de Chile, Centro Cultural Estación Mapocho, 2005 Reggio Calabria, Salvador Dalí. Piacere e complessità di un genio, Juli - September 2006
Porto, Palacio de Freixo, Juli - November 2007
Catania, Centro culturale „Le Ciminiere“, 9. Februar - 2. April 2008
Messina, Expo Center, 2009
Mailand, Salvador Dalí, Piacere e complessità di un genio, Chiesa di San Paolo Converso, 22. Oktober - 15. Dezember 2012
Brügge, Museum-Gallery Xpo Salvador Dalí, 2014 - 2018

Literatur:
R. und N. Descharnes, Dalí, Le dur et le mou. Sculptures & Objets, Eccart, Frankreich 2003, S. 173, Nr. 434 mit Abb.

Die vierundvierzig Skulpturen der Sammlung Clot entstanden zwischen 1969 und 1979 in der Sommerresidenz des Künstlers in Port Lligat. Hier war Dalí jeden Vormittag, nachdem er seine Pinsel niedergelegt und das Atelier in Richtung Poolufer verlassen hatte, damit beschäftigt, seine Wachsfiguren zu modellieren, bis er sich zum Mittagessen zu seiner Frau Gala gesellte. Ein täglich wiederkehrendes Ritual aus der Absicht heraus entwickelt, die heißesten Stunden des Tages zu nutzen, da die Hitze das Modellieren des feinen Blocks aus weißem Wachs extrem einfach machte: „une fois les quelques mètres de cire déroulés, on pouvait observer un habile jeu de mains opérant de savants pliages plutôt qu'un veritable modelage. J'assistais à la naissance d'un nouvel art de sculpter, le pliage ou origami dalinien“ [Nachdem einige Meter Wachs ausgerollt waren, konnte man die Hände dabei beobachten, sie gekonnt damit spielten, es mit Bedacht falteten anstatt tatsächlich zu modellieren. Ich wohnte einer neuen Kunst der Bildhauerei bei: dem „Falte-“ oder Dalínianischen Origami], erinnert sich Robert Descharnes, ein häufiger Gast im Haus von Port Lligat.

Die Vielfalt der bildhauerischen Sujets spiegelt das grenzenlose kreative Universum des Künstlers wider, innerhalb dessen man jedoch drei Hauptthemen erkennen kann: den Surrealismus, in Anlehnung an Duchamp und Freud, welcher sich in der Tendenz widerspiegelt, Doppel- oder Dreifachbilder in einer einzigen Form aufzunehmen. Den Klassizismus, dem sich der Künstler Anfang der 1930er Jahre während seiner jungen Jahre durch das Studium der berühmten griechischen Kanons des menschlichen Körpers zum ersten Mal näherte und der ihn während seiner Italienreise zutiefst faszinierte. Schließlich die Religion, die Dalís Leben seit frühester Kindheit geprägt hatte. Die Suche nach göttlicher Gnade, die durch die reiche christliche Ikonographie genährt wurde, führte immerzu die Hand des Künstlers beim Malen von Christus, Engeln und Madonnen, welche ebenso populär wurden wie seine exzentrischen Figuren.

Dalí schöpfte aus seinem phänomenalen visuellen Gedächtnis und seiner sicheren Hand und begann bald, das während seines Studiums erworbene theoretische Wissen zu beherrschen: „Nichts könnte zu diesem Zeitpunkt einfacher sein, als die Kurven der Aphrodite oder Apollos, der den Wagen der Sonne führt, zu finden. In der Sammlung Clot wird Dalís Faszination für die Antike durch den Triton verkörpert, den Delphin, den er vor seinem Haus aus den Wellen aufsteigen sieht; Ikarus, den Vorläufer der ersten Flugmaschinen; den schönen Apollo und seine Musenprozession; die mythologischen Pferde der Akropolis von Athen. Sie nimmt auch die Gestalt von Merkur und dessen symbolischem Hermesstab an; Perseus siegt über die schreckliche Medusa; Ungeheuer und rätselhafte Gottheiten; der römische Kaiser Trajan reitet von Sevilla ins römische Dakien“. (R. und N. Descharnes, Dalí. Le dur et le mou. Sculptures & Objets, Eccart, Frankreich 2003, S. 159)

In verschiedenen Werken der Sammlung begegnen und vermischen sich die christlich-mittelalterliche Welt und jene der Antike miteinander in einem bereichernden Kontext des ständigen Experimentierens. In der Reiterplastik des Guerrier triomphant beispielsweise imaginiert Dalí einen Kriegsritter, eine Figur, welche für die antike Welt ebenso wichtig war wie für die christliche Ikonographie, und zeigt sie in dem Moment vor dem Sturz auf dem Schlachtfeld oder im Kampf, dargestellt durch den hoch geschwungenen Schild, der die Idee der Verteidigung gegen einen Feind suggeriert.
Vollständig mit dem Thema der Wiederbelebung des Klassizismus verwoben ist Perseus, der, den stolzen Worten des Künstlers zufolge, als sein wichtigstes bildhauerisches Werk gilt. Dalís Perseus ist eine Kopie des Perseus von Benvenuto Cellini, der im Auftrag von Cosimo I. de‘ Medici in der Loggia dei Lanzi in Florenz aufgestellt wurde. Das Werk kann als eine Hommage an den florentinischen Bildhauer, Dichter und Schriftsteller betrachtet werden, dessen technische und ästhetische Fähigkeiten und künstlerische Vielseitigkeit Dalí bewunderte. Die ganze Plastik ist eine Allegorie für den Triumph der menschlichen Harmonie und Selbsterkenntnis. Cellini gestaltete einige allegorische Elemente der Erzählung mit größerer technischer Raffinesse und fügte der Skulpturengruppe fast alle Details des Mythos hinzu, vom Haupt der geköpften Medusa über die Flügelsandalen bis hin zur Zaubertasche und der von Hermes gestifteten Sense; Dalí hingegen misst der Figur des Perseus größere Bedeutung bei und hebt die Werte hervor, welche die Mythologie dem Sohn des Zeus als Helden zuschreibt: Edelmut, Tapferkeit und Weisheit. Er modelliert daher die Attribute, die er für die wichtigsten hielt, zum Beispiel den Helm, der, in seinen Proportionen gegenüber der Originalstatue verändert, den Mythos betont und das Gesicht des Helden fast in einem Labyrinth von Schlangen verschwinden lässt.

Die 44 Stücke der Sammlung, welche für den katalanischen Kunstliebhaber Isidro Clot angefertigt wurden, sind die einzigen dreidimensionalen Stücke im Oeuvre des Künstlers, die vollständig von seiner Hand gefertigt wurden. Sie gehören zu den höchsten Ausdrucksformen der Bildhauerei Salvador Dalí, die, frei von Wünschen oder Zwängen eines Auftraggebers, eine echte kreative Freiheit zeigen und die herausragende Stellung, die diese Skulpturen in seinem künstlerischen Schaffen einnehmen, unterstreichen.
Sie wurden im Fluss geschaffen, ohne chronologische Abfolge oder genaue Gruppierung, entsprechend der Inspiration und Kreativität des Künstlers. Es war Dalí Absicht, sie in mehreren Serien herzustellen. Dieses Projekt wurde teilweise von Isidro Clot und dessen Schwiegersohn Andres Campos in deren Gießerei in Diejasa realisiert, wo sie einige Editionen schufen, beginnend mit einer Bronzeserie im Originalformat. Zwei davon wurden dem Künstler und dem Salvador-Dalí-Museum in St. Petersburg, Florida, angeboten.
Als erstes Stück der Serie entstand Gala Gradiva, die der inspirierenden Muse des Künstlers, seiner Frau Gala, gewidmet ist, welche diesen Reigen Wachs-gewordener Poesie durchschreitet und dabei mehreren Figuren mal ihr Gesicht, mal ihren Körper als Göttin, Madonna oder Heldin eines Romans verleiht. Der letzte Gegenstand war der Kopf eines Kriegers, ein von der italienischen Renaissance inspiriertes Doppelbild, das Dalí so sehr bewunderte.
Die vierundvierzig Stücke der Sammlung Clot verkörpern eine weitreichende poetische Vision, die in die dünnen Wachsschichten, die unter der Sonne von Port Lligat geformt wurden, gemeißelt ist und uns einen Einblick in das grenzenlose phantastische Universum Salvador Dalís gewährt.

Experte: Alessandro Rizzi Alessandro Rizzi
+39-02-303 52 41

alessandro.rizzi@dorotheum.it

23.06.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 271.700,-
Schätzwert:
EUR 90.000,- bis EUR 120.000,-

Salvador Dalí *


(Figueras 1904–1989)
Persée – Hommage à Benvenuto Cellini, ca. 1976, signiert und nummeriert, Nr. 2 aus einer Edition von 8 Exemplaren + 4 EA nummeriert EA I/IV bis EA IV/IV Fonderie F. lli Bonvicini, Italien, Bronze, patiniert, 252 x 130 x 110 cm

Das Werk ist in den Archives Descharnes unter der Nr. 0–272 registriert. Ein Fotozertifikat liegt bei.

Provenienz:
Europäische Privatsammlung

Ausgestellt:
Venedig, Chiesa di San Bartolomeo, Juni-November 1995
Città di San Marino, Salvador Dalí. Sculture originali inedite, opere di grafica, Palazzo Pergami-Belluzzi, 14. Juni - 15. September 1996, Ausst.-Kat.
Venedig, Scuola Sant‘Apollonia, 1997
Rom, Chiesa di Santa Maria del Popolo, Sala del Bramante, März - November 1998
Florenz, Museo Santa Croce, 1998
Sylt, Stadtgalerie Alte Post, 1998
Rom, Galleria Colonna (Galleria Alberto Sordi), 1998
Ischia, Terme di Ischia, 2002
Neapel, Città della Scienza, 2004 Portoferraio Isola d'Elba, Salvador Dalí. Piacere e complessità di un genio, Kongresszentrum
„De Laugier“, 19. Juni - 29. August 2004
Mailand, Salvador Dalí, Piacere e complessità di un genio, Chiesa di San Paolo Converso, 18. Dezember 2004 - 8. März 2005
Santiago de Chile, Centro Cultural Estación Mapocho, 2005 Reggio Calabria, Salvador Dalí. Piacere e complessità di un genio, Juli - September 2006
Porto, Palacio de Freixo, Juli - November 2007
Catania, Centro culturale „Le Ciminiere“, 9. Februar - 2. April 2008
Messina, Expo Center, 2009
Mailand, Salvador Dalí, Piacere e complessità di un genio, Chiesa di San Paolo Converso, 22. Oktober - 15. Dezember 2012
Brügge, Museum-Gallery Xpo Salvador Dalí, 2014 - 2018

Literatur:
R. und N. Descharnes, Dalí, Le dur et le mou. Sculptures & Objets, Eccart, Frankreich 2003, S. 173, Nr. 434 mit Abb.

Die vierundvierzig Skulpturen der Sammlung Clot entstanden zwischen 1969 und 1979 in der Sommerresidenz des Künstlers in Port Lligat. Hier war Dalí jeden Vormittag, nachdem er seine Pinsel niedergelegt und das Atelier in Richtung Poolufer verlassen hatte, damit beschäftigt, seine Wachsfiguren zu modellieren, bis er sich zum Mittagessen zu seiner Frau Gala gesellte. Ein täglich wiederkehrendes Ritual aus der Absicht heraus entwickelt, die heißesten Stunden des Tages zu nutzen, da die Hitze das Modellieren des feinen Blocks aus weißem Wachs extrem einfach machte: „une fois les quelques mètres de cire déroulés, on pouvait observer un habile jeu de mains opérant de savants pliages plutôt qu'un veritable modelage. J'assistais à la naissance d'un nouvel art de sculpter, le pliage ou origami dalinien“ [Nachdem einige Meter Wachs ausgerollt waren, konnte man die Hände dabei beobachten, sie gekonnt damit spielten, es mit Bedacht falteten anstatt tatsächlich zu modellieren. Ich wohnte einer neuen Kunst der Bildhauerei bei: dem „Falte-“ oder Dalínianischen Origami], erinnert sich Robert Descharnes, ein häufiger Gast im Haus von Port Lligat.

Die Vielfalt der bildhauerischen Sujets spiegelt das grenzenlose kreative Universum des Künstlers wider, innerhalb dessen man jedoch drei Hauptthemen erkennen kann: den Surrealismus, in Anlehnung an Duchamp und Freud, welcher sich in der Tendenz widerspiegelt, Doppel- oder Dreifachbilder in einer einzigen Form aufzunehmen. Den Klassizismus, dem sich der Künstler Anfang der 1930er Jahre während seiner jungen Jahre durch das Studium der berühmten griechischen Kanons des menschlichen Körpers zum ersten Mal näherte und der ihn während seiner Italienreise zutiefst faszinierte. Schließlich die Religion, die Dalís Leben seit frühester Kindheit geprägt hatte. Die Suche nach göttlicher Gnade, die durch die reiche christliche Ikonographie genährt wurde, führte immerzu die Hand des Künstlers beim Malen von Christus, Engeln und Madonnen, welche ebenso populär wurden wie seine exzentrischen Figuren.

Dalí schöpfte aus seinem phänomenalen visuellen Gedächtnis und seiner sicheren Hand und begann bald, das während seines Studiums erworbene theoretische Wissen zu beherrschen: „Nichts könnte zu diesem Zeitpunkt einfacher sein, als die Kurven der Aphrodite oder Apollos, der den Wagen der Sonne führt, zu finden. In der Sammlung Clot wird Dalís Faszination für die Antike durch den Triton verkörpert, den Delphin, den er vor seinem Haus aus den Wellen aufsteigen sieht; Ikarus, den Vorläufer der ersten Flugmaschinen; den schönen Apollo und seine Musenprozession; die mythologischen Pferde der Akropolis von Athen. Sie nimmt auch die Gestalt von Merkur und dessen symbolischem Hermesstab an; Perseus siegt über die schreckliche Medusa; Ungeheuer und rätselhafte Gottheiten; der römische Kaiser Trajan reitet von Sevilla ins römische Dakien“. (R. und N. Descharnes, Dalí. Le dur et le mou. Sculptures & Objets, Eccart, Frankreich 2003, S. 159)

In verschiedenen Werken der Sammlung begegnen und vermischen sich die christlich-mittelalterliche Welt und jene der Antike miteinander in einem bereichernden Kontext des ständigen Experimentierens. In der Reiterplastik des Guerrier triomphant beispielsweise imaginiert Dalí einen Kriegsritter, eine Figur, welche für die antike Welt ebenso wichtig war wie für die christliche Ikonographie, und zeigt sie in dem Moment vor dem Sturz auf dem Schlachtfeld oder im Kampf, dargestellt durch den hoch geschwungenen Schild, der die Idee der Verteidigung gegen einen Feind suggeriert.
Vollständig mit dem Thema der Wiederbelebung des Klassizismus verwoben ist Perseus, der, den stolzen Worten des Künstlers zufolge, als sein wichtigstes bildhauerisches Werk gilt. Dalís Perseus ist eine Kopie des Perseus von Benvenuto Cellini, der im Auftrag von Cosimo I. de‘ Medici in der Loggia dei Lanzi in Florenz aufgestellt wurde. Das Werk kann als eine Hommage an den florentinischen Bildhauer, Dichter und Schriftsteller betrachtet werden, dessen technische und ästhetische Fähigkeiten und künstlerische Vielseitigkeit Dalí bewunderte. Die ganze Plastik ist eine Allegorie für den Triumph der menschlichen Harmonie und Selbsterkenntnis. Cellini gestaltete einige allegorische Elemente der Erzählung mit größerer technischer Raffinesse und fügte der Skulpturengruppe fast alle Details des Mythos hinzu, vom Haupt der geköpften Medusa über die Flügelsandalen bis hin zur Zaubertasche und der von Hermes gestifteten Sense; Dalí hingegen misst der Figur des Perseus größere Bedeutung bei und hebt die Werte hervor, welche die Mythologie dem Sohn des Zeus als Helden zuschreibt: Edelmut, Tapferkeit und Weisheit. Er modelliert daher die Attribute, die er für die wichtigsten hielt, zum Beispiel den Helm, der, in seinen Proportionen gegenüber der Originalstatue verändert, den Mythos betont und das Gesicht des Helden fast in einem Labyrinth von Schlangen verschwinden lässt.

Die 44 Stücke der Sammlung, welche für den katalanischen Kunstliebhaber Isidro Clot angefertigt wurden, sind die einzigen dreidimensionalen Stücke im Oeuvre des Künstlers, die vollständig von seiner Hand gefertigt wurden. Sie gehören zu den höchsten Ausdrucksformen der Bildhauerei Salvador Dalí, die, frei von Wünschen oder Zwängen eines Auftraggebers, eine echte kreative Freiheit zeigen und die herausragende Stellung, die diese Skulpturen in seinem künstlerischen Schaffen einnehmen, unterstreichen.
Sie wurden im Fluss geschaffen, ohne chronologische Abfolge oder genaue Gruppierung, entsprechend der Inspiration und Kreativität des Künstlers. Es war Dalí Absicht, sie in mehreren Serien herzustellen. Dieses Projekt wurde teilweise von Isidro Clot und dessen Schwiegersohn Andres Campos in deren Gießerei in Diejasa realisiert, wo sie einige Editionen schufen, beginnend mit einer Bronzeserie im Originalformat. Zwei davon wurden dem Künstler und dem Salvador-Dalí-Museum in St. Petersburg, Florida, angeboten.
Als erstes Stück der Serie entstand Gala Gradiva, die der inspirierenden Muse des Künstlers, seiner Frau Gala, gewidmet ist, welche diesen Reigen Wachs-gewordener Poesie durchschreitet und dabei mehreren Figuren mal ihr Gesicht, mal ihren Körper als Göttin, Madonna oder Heldin eines Romans verleiht. Der letzte Gegenstand war der Kopf eines Kriegers, ein von der italienischen Renaissance inspiriertes Doppelbild, das Dalí so sehr bewunderte.
Die vierundvierzig Stücke der Sammlung Clot verkörpern eine weitreichende poetische Vision, die in die dünnen Wachsschichten, die unter der Sonne von Port Lligat geformt wurden, gemeißelt ist und uns einen Einblick in das grenzenlose phantastische Universum Salvador Dalís gewährt.

Experte: Alessandro Rizzi Alessandro Rizzi
+39-02-303 52 41

alessandro.rizzi@dorotheum.it


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 23.06.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 18.06. - 23.06.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.