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Lot Nr. 49 -


Hendrik van Balen


Hendrik van Balen - Alte Meister

(Antwerpen 1575–1632)
Diana und Actaeon,
Öl auf Kupfer, 37,8 x 51,7 cm, gerahmt

Wir danken Klaus Ertz, der die Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes an Hendrick van Balen bestätigt hat. Ein schriftliches Gutachten (August 2020) liegt vor.

Hendrik van Balen der Ältere spielte im frühen 17. Jahrhundert eine wichtige Rolle bei der Erneuerung der flämischen Malerei. Nach seiner Ausbildung unter Adam van Noort wurde er um 1592 als Meister in die Antwerpener Lukasgilde aufgenommen. Während seiner Italienreise, die er zwischen 1595 und 1600 unternahm, geriet er wie viele seiner flämischen Landsleute unter den Einfluss der italienischen Kunst. Ab 1602 ist er vor allem als Lehrmeister wiederholt in Antwerpen erfasst. Er stand dreißig Jahre einer erfolgreichen Werkstatt vor, zu deren Schülern Anthonis van Dyck und Frans Snyders zählten. In seiner Frühzeit malte er viele großformatige Altarbilder, doch kennt man van Balen vor allem durch seine Kabinettbilder.

Ertz schreibt: „Das Gemälde gleichen Namens, das dem zu begutachtenden als Vorlage gedient hat, stammt von Hans Rottenhammer aus dem Jahr 1602, den van Balen in Italien kennengelernt hat und der zu Beginn seiner Werktätigkeit zu seinem großen Vorbild wird. Wenn ein Gemälde von einem Malerkollegen noch einmal aufgenommen und auf seine Art verarbeitet wird, ist das immer ein Zeichen von Hochachtung dem Vorbild gegenüber […]. Für die frühe Entstehungszeit sprechen die an Rottenhammer erinnernden wunderschönen Frauenfiguren mit ihrem hellen Inkarnat des nackten Körpers, die markant vor dunklem Hintergrund stehen. Dahinter tritt die eigentliche Geschichte zwischen Diana und Actaeon in den Hintergrund. Obwohl Hendrick van Balen zumeist kleinere, christliche, mythologische und allegorische Figuren malt – oft in Landschaften von Malerkollegen wie z. B. Jan Brueghel dem Älteren –, gibt es, wie das zu begutachtende Gemälde zeigt, einige Ausnahmen, in denen die meist nackten Frauenfiguren dominieren und titelbildend sind.“

Experte: Dr. Alexander Strasoldo Dr. Alexander Strasoldo
+43 1 515 60 312

oldmasters@dorotheum.com

10.11.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 20.564,-
Schätzwert:
EUR 20.000,- bis EUR 40.000,-

Hendrik van Balen


(Antwerpen 1575–1632)
Diana und Actaeon,
Öl auf Kupfer, 37,8 x 51,7 cm, gerahmt

Wir danken Klaus Ertz, der die Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes an Hendrick van Balen bestätigt hat. Ein schriftliches Gutachten (August 2020) liegt vor.

Hendrik van Balen der Ältere spielte im frühen 17. Jahrhundert eine wichtige Rolle bei der Erneuerung der flämischen Malerei. Nach seiner Ausbildung unter Adam van Noort wurde er um 1592 als Meister in die Antwerpener Lukasgilde aufgenommen. Während seiner Italienreise, die er zwischen 1595 und 1600 unternahm, geriet er wie viele seiner flämischen Landsleute unter den Einfluss der italienischen Kunst. Ab 1602 ist er vor allem als Lehrmeister wiederholt in Antwerpen erfasst. Er stand dreißig Jahre einer erfolgreichen Werkstatt vor, zu deren Schülern Anthonis van Dyck und Frans Snyders zählten. In seiner Frühzeit malte er viele großformatige Altarbilder, doch kennt man van Balen vor allem durch seine Kabinettbilder.

Ertz schreibt: „Das Gemälde gleichen Namens, das dem zu begutachtenden als Vorlage gedient hat, stammt von Hans Rottenhammer aus dem Jahr 1602, den van Balen in Italien kennengelernt hat und der zu Beginn seiner Werktätigkeit zu seinem großen Vorbild wird. Wenn ein Gemälde von einem Malerkollegen noch einmal aufgenommen und auf seine Art verarbeitet wird, ist das immer ein Zeichen von Hochachtung dem Vorbild gegenüber […]. Für die frühe Entstehungszeit sprechen die an Rottenhammer erinnernden wunderschönen Frauenfiguren mit ihrem hellen Inkarnat des nackten Körpers, die markant vor dunklem Hintergrund stehen. Dahinter tritt die eigentliche Geschichte zwischen Diana und Actaeon in den Hintergrund. Obwohl Hendrick van Balen zumeist kleinere, christliche, mythologische und allegorische Figuren malt – oft in Landschaften von Malerkollegen wie z. B. Jan Brueghel dem Älteren –, gibt es, wie das zu begutachtende Gemälde zeigt, einige Ausnahmen, in denen die meist nackten Frauenfiguren dominieren und titelbildend sind.“

Experte: Dr. Alexander Strasoldo Dr. Alexander Strasoldo
+43 1 515 60 312

oldmasters@dorotheum.com


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
old.masters@dorotheum.at

+43 1 515 60 403
Auktion: Alte Meister
Datum: 10.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 04.11. - 10.11.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer (für Lieferland Österreich)

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.