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Lot Nr. 60


Jan Brueghel I. und Hendrik van Balen


(Brüssel 1568–1625)
(Antwerpen 1575–1632)
Diana und Kallisto,
Öl auf Kupfer, 9,3 x 16,4 cm, gerahmt

Klaus Ertz hat das vorliegende Gemälde als eigenhändiges Gemeinschaftswerk Jan Brueghels I. (Landschaft, Blumen und Tiere) und Hendrik van Balens (Figuren) bestätigt. Ein schriftliches Gutachten (2019) liegt vor.

Ertz schreibt: „Der Erhaltungszustand dieser kleinen Kupfertafel ist als sehr gut zu bezeichnen. Die typischen übereinander liegenden Lasuren sind in perfektem Zustand vorzufinden […]. Was wären die Figuren ohne den sie umgebenden, zur Erzählung gehörenden dunklen Wald mit dem Bach, dem Schilf und den Blumen oder dem typischen kleinen gescheckten, fast schon wie eine Brueghel-Signatur anmutenden Hund in der unteren rechten Bildecke? All dies ist von Jan des Älteren in dessen unnachahmlicher malerischer Perfektion und Detailgenauigkeit ausgemalt worden. Van Balen hat sich hier mit seinen kleinen Figürchen dem Miniaturformat der Kupfertafel angepasst. Von ihm sind mir bisher keine im Format kleineren menschlichen Figuren bekannt – im Gegensatz zu Jan Brueghel, von dem wir sowohl Landschafts- als auch Blumenbilder in Miniaturformat kennen.“

Zur Untermauerung der Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes an Jan Brueghel I. und Hendrik van Balen beruft sich Klaus Ertz auf die folgenden den beiden Künstlern mit Sicherheit zuschreibbaren Werke:

Diana und Actaeon, Museumslandschaft Hessen Kassel, Kassel, datiert 1608;

Diana und Actaeon, Szepmüveszeti, Budapest, kurz nach 1608;

Diana und Actaeon, Galerie David H. Koetser, Zürich (2007), um 1610;

Diana und Kallisto, Archer M. Huntington Art Gallery, University of Texas, Austin/Texas, 1605/08

Diana und Kallisto, Staatliche Museen, Gemäldegalerie, Berlin, um 1610

Ertz weiter: „Für die Autorschaft Jan Brueghels spricht der farbliche Gesamteindruck, der feinteilige Pinselstrich und das technische Können, mit dem Jan der Ältere jeder Form mit großer Akribie nachspürt und bis ins feinste Detail ausmalt. Er schafft auf engstem Raum ein kleines Meisterwerk von höchster Qualität. Zu Beginn des Jahrhunderts lässt sich van Balen sehr von den schlanken Figuren und Typen des Hans Rottenhammer inspirieren, während seine Figuren in der späteren Schaffenszeit voluminöser und weicher werden und mehr an sein zweites großes Vorbild Peter Paul Rubens erinnern.“

Experte: Dr. Alexander Strasoldo Dr. Alexander Strasoldo
+43-1-515 60-556

alexander.strasoldo@dorotheum.at

10.11.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 45.300,-
Schätzwert:
EUR 40.000,- bis EUR 60.000,-

Jan Brueghel I. und Hendrik van Balen


(Brüssel 1568–1625)
(Antwerpen 1575–1632)
Diana und Kallisto,
Öl auf Kupfer, 9,3 x 16,4 cm, gerahmt

Klaus Ertz hat das vorliegende Gemälde als eigenhändiges Gemeinschaftswerk Jan Brueghels I. (Landschaft, Blumen und Tiere) und Hendrik van Balens (Figuren) bestätigt. Ein schriftliches Gutachten (2019) liegt vor.

Ertz schreibt: „Der Erhaltungszustand dieser kleinen Kupfertafel ist als sehr gut zu bezeichnen. Die typischen übereinander liegenden Lasuren sind in perfektem Zustand vorzufinden […]. Was wären die Figuren ohne den sie umgebenden, zur Erzählung gehörenden dunklen Wald mit dem Bach, dem Schilf und den Blumen oder dem typischen kleinen gescheckten, fast schon wie eine Brueghel-Signatur anmutenden Hund in der unteren rechten Bildecke? All dies ist von Jan des Älteren in dessen unnachahmlicher malerischer Perfektion und Detailgenauigkeit ausgemalt worden. Van Balen hat sich hier mit seinen kleinen Figürchen dem Miniaturformat der Kupfertafel angepasst. Von ihm sind mir bisher keine im Format kleineren menschlichen Figuren bekannt – im Gegensatz zu Jan Brueghel, von dem wir sowohl Landschafts- als auch Blumenbilder in Miniaturformat kennen.“

Zur Untermauerung der Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes an Jan Brueghel I. und Hendrik van Balen beruft sich Klaus Ertz auf die folgenden den beiden Künstlern mit Sicherheit zuschreibbaren Werke:

Diana und Actaeon, Museumslandschaft Hessen Kassel, Kassel, datiert 1608;

Diana und Actaeon, Szepmüveszeti, Budapest, kurz nach 1608;

Diana und Actaeon, Galerie David H. Koetser, Zürich (2007), um 1610;

Diana und Kallisto, Archer M. Huntington Art Gallery, University of Texas, Austin/Texas, 1605/08

Diana und Kallisto, Staatliche Museen, Gemäldegalerie, Berlin, um 1610

Ertz weiter: „Für die Autorschaft Jan Brueghels spricht der farbliche Gesamteindruck, der feinteilige Pinselstrich und das technische Können, mit dem Jan der Ältere jeder Form mit großer Akribie nachspürt und bis ins feinste Detail ausmalt. Er schafft auf engstem Raum ein kleines Meisterwerk von höchster Qualität. Zu Beginn des Jahrhunderts lässt sich van Balen sehr von den schlanken Figuren und Typen des Hans Rottenhammer inspirieren, während seine Figuren in der späteren Schaffenszeit voluminöser und weicher werden und mehr an sein zweites großes Vorbild Peter Paul Rubens erinnern.“

Experte: Dr. Alexander Strasoldo Dr. Alexander Strasoldo
+43-1-515 60-556

alexander.strasoldo@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
old.masters@dorotheum.at

+43 1 515 60 403
Auktion: Alte Meister
Datum: 10.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 04.11. - 10.11.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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