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Lot Nr. 202


Lucio Fontana *


(Rosario di Santa Fe, Argentinien 1899–1968 Comabbio)
Concetto Spaziale, Attesa, 1967/1968, auf der Rückseite signiert, betitelt und bezeichnet: l. Fontana/Concetto Spaziale/ATTESA/Ventimilaqua/trocentoventi/cinque e 30 cm, Wasserfarbe auf Leinwand, blau, 46 x 55 cm, in Plexiglasbox

Das vorliegende Werk ist bei der Fondazione Lucio Fontana, Mailand unter der Archiv Nr. 2767/1 registriert.

Video "Expertin Patricia Pálffy über Concetto Spaziale" ansehen

Provenienz:
Galerie Pierre, Stockholm
Privatsammlung, Saltsjo-Duvnas
Sotheby’s London, 20. März 1997, Los 29
Privatsammlung, Deutschland
Dorotheum, 1. Juni 2016, Los 603
dort vom heutigen Besitzer erworben

Ausgestellt:
Frankfurt am Main, Lucio Fontana, Retrospektive, Schirn Kunsthalle, 6. Juni - 1. September 1996 (Ausstellungsplakat)
Wien, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, 25. September 1996 - 5. Januar 1997, Ausst.-Kat. Seiten 197, 222, Nr. 155, mit Abb.
Villingen-Schwenningen, Der unbekannte Fontana, Städtische Galerie, 18. Oktober 2003 - 11. Januar 2004, Wanderausstellung nach Heidenheim, Kunstmuseum Heidenheim, Hermann Voith Galerie, 25. Januar - 14. März 2004
Burgdorf, Museum Franz Gertsch, 3. April - 6. Juni 2004, Ausst.-Kat. Seiten 134, 149, mit Abb., Tafel 86

Literatur:
Enrico Crispolti, Lucio Fontana, Catalogo ragionato di sculture, dipinti ambientazioni, Skira, Genf-Mailand 2006, Bd. II, S. 871, Nr. 67 T 139 mit Abb. (mit anderen Maßangaben und einer anderen Beschriftung auf der Rückseite)

Auf der Suche nach einer neuen Raumkunst, welche die Zweidimensionalität der Bildfläche überwindet, erweist er sich als einer der experimentierfreudigsten und innovativsten Künstler des 20. Jahrhunderts, der einen großen Einfluss auf jüngere Künstlergenerationen ausübt. 1949 entstehen die ersten perforierten Leinwände; rund ein Jahrzehnt später beginnt der Künstler mit seinen berühmten Schnitten in die Leinwand: brachiale Eingriffe in die meist monochrom bemalte Fläche mittels scharfer Messerschnitte.

Fontanas genialer Akt zielt darauf ab, den realen und den imaginierten Raum zu vereinen. Seine Schnitte sind unmittelbar, präzise wie ein chirurgischer Eingriff und geprägt von Schnelligkeit und manuellem Geschick. Vor der Schlitzung war die Bildfläche ein leerer, unmarkierter Raum, dessen Reinheit die Unverfrorenheit des Schnittes noch verstärkt.

Er überführt die Bildflächen in eine neue Räumlichkeit, indem er in die Materie der geschlossenen Form eindringt. Das Durchdringen der Bildflächen macht den Stoff, das Körperhafte der Leinwand sinnlich erfahrbar, während das Licht in der Tiefe des Spalts verschwindet und sich hinter dem Bild ein neuer Raum öffnet, der die Imagination der Betrachterinnen herausfordert.

Setzte Fontana seine ersten Schnitte meist orthogonal, in rhythmischen Folgen, so reduziert er die Ausführung in der vorliegenden Arbeit aus 1967/1968 auf einen nahezu senkrechten Einzelschnitt in der Mittelachse einer rechteckigen Bildfläche.

Der leuchtende Farbton – ein kräftiges Blau – zeigt eine auffällige Parallele zu Yves Kleins Blauen Monochromen aus den 1960er Jahren mit ihrer ähnlichen Suche nach einer Neudefinition von Farbe und Raum.

„Ich habe eine Formel gefunden, die ich nicht noch weiter verbessern kann. Mir ist es gelungen, denen, die mein Werk betrachten, ein Gefühl von räumlicher Ruhe, von kosmischer Exaktheit und einer Gelassenheit gegenüber dem Unendlichen zu geben.“ Lucio Fontana

Expertin: Mag. Patricia Pálffy Mag. Patricia Pálffy
+43-1-515 60-386

patricia.palffy@dorotheum.at

25.11.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 552.300,-
Schätzwert:
EUR 400.000,- bis EUR 600.000,-

Lucio Fontana *


(Rosario di Santa Fe, Argentinien 1899–1968 Comabbio)
Concetto Spaziale, Attesa, 1967/1968, auf der Rückseite signiert, betitelt und bezeichnet: l. Fontana/Concetto Spaziale/ATTESA/Ventimilaqua/trocentoventi/cinque e 30 cm, Wasserfarbe auf Leinwand, blau, 46 x 55 cm, in Plexiglasbox

Das vorliegende Werk ist bei der Fondazione Lucio Fontana, Mailand unter der Archiv Nr. 2767/1 registriert.

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Provenienz:
Galerie Pierre, Stockholm
Privatsammlung, Saltsjo-Duvnas
Sotheby’s London, 20. März 1997, Los 29
Privatsammlung, Deutschland
Dorotheum, 1. Juni 2016, Los 603
dort vom heutigen Besitzer erworben

Ausgestellt:
Frankfurt am Main, Lucio Fontana, Retrospektive, Schirn Kunsthalle, 6. Juni - 1. September 1996 (Ausstellungsplakat)
Wien, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, 25. September 1996 - 5. Januar 1997, Ausst.-Kat. Seiten 197, 222, Nr. 155, mit Abb.
Villingen-Schwenningen, Der unbekannte Fontana, Städtische Galerie, 18. Oktober 2003 - 11. Januar 2004, Wanderausstellung nach Heidenheim, Kunstmuseum Heidenheim, Hermann Voith Galerie, 25. Januar - 14. März 2004
Burgdorf, Museum Franz Gertsch, 3. April - 6. Juni 2004, Ausst.-Kat. Seiten 134, 149, mit Abb., Tafel 86

Literatur:
Enrico Crispolti, Lucio Fontana, Catalogo ragionato di sculture, dipinti ambientazioni, Skira, Genf-Mailand 2006, Bd. II, S. 871, Nr. 67 T 139 mit Abb. (mit anderen Maßangaben und einer anderen Beschriftung auf der Rückseite)

Auf der Suche nach einer neuen Raumkunst, welche die Zweidimensionalität der Bildfläche überwindet, erweist er sich als einer der experimentierfreudigsten und innovativsten Künstler des 20. Jahrhunderts, der einen großen Einfluss auf jüngere Künstlergenerationen ausübt. 1949 entstehen die ersten perforierten Leinwände; rund ein Jahrzehnt später beginnt der Künstler mit seinen berühmten Schnitten in die Leinwand: brachiale Eingriffe in die meist monochrom bemalte Fläche mittels scharfer Messerschnitte.

Fontanas genialer Akt zielt darauf ab, den realen und den imaginierten Raum zu vereinen. Seine Schnitte sind unmittelbar, präzise wie ein chirurgischer Eingriff und geprägt von Schnelligkeit und manuellem Geschick. Vor der Schlitzung war die Bildfläche ein leerer, unmarkierter Raum, dessen Reinheit die Unverfrorenheit des Schnittes noch verstärkt.

Er überführt die Bildflächen in eine neue Räumlichkeit, indem er in die Materie der geschlossenen Form eindringt. Das Durchdringen der Bildflächen macht den Stoff, das Körperhafte der Leinwand sinnlich erfahrbar, während das Licht in der Tiefe des Spalts verschwindet und sich hinter dem Bild ein neuer Raum öffnet, der die Imagination der Betrachterinnen herausfordert.

Setzte Fontana seine ersten Schnitte meist orthogonal, in rhythmischen Folgen, so reduziert er die Ausführung in der vorliegenden Arbeit aus 1967/1968 auf einen nahezu senkrechten Einzelschnitt in der Mittelachse einer rechteckigen Bildfläche.

Der leuchtende Farbton – ein kräftiges Blau – zeigt eine auffällige Parallele zu Yves Kleins Blauen Monochromen aus den 1960er Jahren mit ihrer ähnlichen Suche nach einer Neudefinition von Farbe und Raum.

„Ich habe eine Formel gefunden, die ich nicht noch weiter verbessern kann. Mir ist es gelungen, denen, die mein Werk betrachten, ein Gefühl von räumlicher Ruhe, von kosmischer Exaktheit und einer Gelassenheit gegenüber dem Unendlichen zu geben.“ Lucio Fontana

Expertin: Mag. Patricia Pálffy Mag. Patricia Pálffy
+43-1-515 60-386

patricia.palffy@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst I
Datum: 25.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: online


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.