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Lot Nr. 231


Andy Warhol


(Pittsburgh 1928–1987 New York)
Flowers, 1964, auf der linken Überlappung monogrammiert, datiert A. W. 64, Acryl, Siebdruckverfahren auf Leinwand, 5 in x 5 in (12,7 x 12,7 cm), gerahmt

Dieses Werk ist ein Äquivalent des im Juni 2020 versteigerten Loses 111.

Provenienz:
Privatsammlung, USA
The Major Gallery London (auf der Rückseite Galerieaufkleber)
Galerie Burkhard Eikelmann, Düsseldorf
Privatsammlung, Deutschland - dort erworben

Andy Warhol gilt heute als Synonym der Pop-Art. In seinen sogenannten „Factorys“ produzierte er zahlreiche Werke, welche die amerikanischen Massenkultur thematisieren und den Mythos des „American Dreams“ hinterfragen. Auf Entdeckungsreise für seine Bildmotive ging Andy Warhol nicht in die Natur, sondern suchte sich als Vorbild für die Serie „Flowers“ seine botanische Inspiration in einer Ausgabe der „Modern Photography“ von 1964. Die von Patricia Caulfield fotografierten Blüten modifizierte Warhol in eine Farbserie von Siebdrucken. Die Arbeiten, die alle denselben Titel tragen, wurden erstmals 1961 in dem Schaufenster des Luxusgeschäfts „Bonwit Teller“ in New York der breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Die Spannung zwischen der Naivität der Blüte und dem Mechanischen der Kunst lässt diese Serie bis heute faszinierend erscheinen. Einerseits sind die Blumen, die Warhol für diese Serie ausgewählt hat, unpersönlich - Ihre Quelle ist ein Foto, dessen Abbildungsort nie identifiziert wurde. Andererseits ermutigen die Arbeiten den Betrachter den Variationsreichtum der Blume im Hinblick auf ihre eigene Primitivität zu betrachten.
Die kleinformatigen schwarz-weißen Flowers zeigen dem Rezipienten eine sehr vereinfachte Sicht eines Gartens durch die Linse Andy Warhols. Die ursprünglich natürliche Variation der Pflanze ist hier auf vier weiße Blüten heruntergebrochen, die sich kühn dem Blick des Betrachters stellen. Der schwarze Hintergrund wird neben den Blüten von weißen Grashalmen überdeckt.
Die Serie erinnert auch an die Flower-Power-Bewegung der 1960er Jahre. Die Hippie Bewegung setzte sich u.a. für Naturverbundenheit, die Konsumkritik und einen Wandel der damals gelebten Moralvorstellungen ein. Auch sein sehr erfolgreicher Undergroundfilm „Chelsea Girl“, den Warhol 1966 veröffentlichte, beschäftigt sich mit dieser Bewegung. Der teilweise in schwarz/weiß gedrehte Film zeigt Drogenexzesse, Psychosen und sexuelle Eskapaden und ist eine dunkle und verstörende Dokumentation der Organisation. In Anbetracht dessen sind die Flowers zwar kleiner und leiser, aber umso aussagekräftiger und raumfüllend; Sie sind einfach aber kühn und genau diese Eigenschaften machen sie bis zum heutigen Tag zu etwas ganz Besonderem.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de

25.11.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 174.100,-
Schätzwert:
EUR 140.000,- bis EUR 180.000,-

Andy Warhol


(Pittsburgh 1928–1987 New York)
Flowers, 1964, auf der linken Überlappung monogrammiert, datiert A. W. 64, Acryl, Siebdruckverfahren auf Leinwand, 5 in x 5 in (12,7 x 12,7 cm), gerahmt

Dieses Werk ist ein Äquivalent des im Juni 2020 versteigerten Loses 111.

Provenienz:
Privatsammlung, USA
The Major Gallery London (auf der Rückseite Galerieaufkleber)
Galerie Burkhard Eikelmann, Düsseldorf
Privatsammlung, Deutschland - dort erworben

Andy Warhol gilt heute als Synonym der Pop-Art. In seinen sogenannten „Factorys“ produzierte er zahlreiche Werke, welche die amerikanischen Massenkultur thematisieren und den Mythos des „American Dreams“ hinterfragen. Auf Entdeckungsreise für seine Bildmotive ging Andy Warhol nicht in die Natur, sondern suchte sich als Vorbild für die Serie „Flowers“ seine botanische Inspiration in einer Ausgabe der „Modern Photography“ von 1964. Die von Patricia Caulfield fotografierten Blüten modifizierte Warhol in eine Farbserie von Siebdrucken. Die Arbeiten, die alle denselben Titel tragen, wurden erstmals 1961 in dem Schaufenster des Luxusgeschäfts „Bonwit Teller“ in New York der breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Die Spannung zwischen der Naivität der Blüte und dem Mechanischen der Kunst lässt diese Serie bis heute faszinierend erscheinen. Einerseits sind die Blumen, die Warhol für diese Serie ausgewählt hat, unpersönlich - Ihre Quelle ist ein Foto, dessen Abbildungsort nie identifiziert wurde. Andererseits ermutigen die Arbeiten den Betrachter den Variationsreichtum der Blume im Hinblick auf ihre eigene Primitivität zu betrachten.
Die kleinformatigen schwarz-weißen Flowers zeigen dem Rezipienten eine sehr vereinfachte Sicht eines Gartens durch die Linse Andy Warhols. Die ursprünglich natürliche Variation der Pflanze ist hier auf vier weiße Blüten heruntergebrochen, die sich kühn dem Blick des Betrachters stellen. Der schwarze Hintergrund wird neben den Blüten von weißen Grashalmen überdeckt.
Die Serie erinnert auch an die Flower-Power-Bewegung der 1960er Jahre. Die Hippie Bewegung setzte sich u.a. für Naturverbundenheit, die Konsumkritik und einen Wandel der damals gelebten Moralvorstellungen ein. Auch sein sehr erfolgreicher Undergroundfilm „Chelsea Girl“, den Warhol 1966 veröffentlichte, beschäftigt sich mit dieser Bewegung. Der teilweise in schwarz/weiß gedrehte Film zeigt Drogenexzesse, Psychosen und sexuelle Eskapaden und ist eine dunkle und verstörende Dokumentation der Organisation. In Anbetracht dessen sind die Flowers zwar kleiner und leiser, aber umso aussagekräftiger und raumfüllend; Sie sind einfach aber kühn und genau diese Eigenschaften machen sie bis zum heutigen Tag zu etwas ganz Besonderem.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst I
Datum: 25.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: online


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.