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Lot Nr. 232


Yayoi Kusama


(Matsumoto, Japan, 1929 geb.)
Early Spring - Infinity dots A. A. B. B., 2003, rückseitig signiert, datiert und betitelt, Acryl auf Leinwand, 24,5 x 33,3 cm

Dieses Werk ist bei Kusama Enterprise Tokio unter der Nr. 3508 registriert. Eine Registrierkarte liegt bei.

Provenienz:
Europäische Privatsammlung

Eines Tages betrachtete ich die roten Blumenmuster der Tischdecke auf einem Tisch, und als ich aufblickte, sah ich dasselbe Muster an der Decke, den Fenstern und Wänden und schließlich im ganzen Raum, an meinem Körper und im Universum. Ich fühlte mich, als hätte ich begonnen, mich selbst auszulöschen, mich in der Unendlichkeit der endlosen Zeit und der Absolutheit des Raumes zu drehen und ins Nichts reduziert zu werden.
Yayoi Kusama

Mit ihren Netz- und Punktstrukturen legt die japanische Künstlerin Yayoi Kusama eine zweite Wahrnehmungsebene über die Wirklichkeit. Es ist ein spielerischer, aber obsessiver Umgang mit sich wiederholenden Strukturen und Spiegelungen, die die Künstlerin schon seit früher Kindheit in Form von Halluzinationen vereinnahmt haben:

Die Unangepasstheit und Auflehnung gegen das autoritäre Elternhaus führen die Künstlerin in den 1950er Jahren nach New York, damals Hochburg des abstrakten Expressionismus. Mit ihren monochromatischen nach Unendlichkeit strebenden „Infinity Net“-Werken und den ab den 1960er Jahren hinzutretenden „Infinity Dot“-Bildern – also der Überlagerung der Welt mit gleichförmigen und einheitlichen Kompositionen – bildete sie einen Gegenpol zu den schwülstigen Gebärden der abstrakten Expressionisten. Kusama interessiert sich für die physische Repräsentation einer Idee der Unendlichkeit. Durch die Unbegrenztheit der verwendeten Formen werden diese zu einem Mittel der Auflösung ihrer selbst in der Kunst.

Die mit unterschiedlich großen Punkten übersäte Leinwand in „Early Spring - Infinity Dots A.A.B.B.” zelebriert die Absolutheit der Fläche. Die plastisch modellierten Dots sind dem dunklen Hintergrund wie eine pulsierende Folie vorgelagert. Sie ziehen den Betrachter in einen potenziell unendlichen Bildraum.

Experte: Alessandro Rizzi Alessandro Rizzi
+39-02-303 52 41

alessandro.rizzi@dorotheum.it

25.11.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 119.050,-
Schätzwert:
EUR 90.000,- bis EUR 120.000,-

Yayoi Kusama


(Matsumoto, Japan, 1929 geb.)
Early Spring - Infinity dots A. A. B. B., 2003, rückseitig signiert, datiert und betitelt, Acryl auf Leinwand, 24,5 x 33,3 cm

Dieses Werk ist bei Kusama Enterprise Tokio unter der Nr. 3508 registriert. Eine Registrierkarte liegt bei.

Provenienz:
Europäische Privatsammlung

Eines Tages betrachtete ich die roten Blumenmuster der Tischdecke auf einem Tisch, und als ich aufblickte, sah ich dasselbe Muster an der Decke, den Fenstern und Wänden und schließlich im ganzen Raum, an meinem Körper und im Universum. Ich fühlte mich, als hätte ich begonnen, mich selbst auszulöschen, mich in der Unendlichkeit der endlosen Zeit und der Absolutheit des Raumes zu drehen und ins Nichts reduziert zu werden.
Yayoi Kusama

Mit ihren Netz- und Punktstrukturen legt die japanische Künstlerin Yayoi Kusama eine zweite Wahrnehmungsebene über die Wirklichkeit. Es ist ein spielerischer, aber obsessiver Umgang mit sich wiederholenden Strukturen und Spiegelungen, die die Künstlerin schon seit früher Kindheit in Form von Halluzinationen vereinnahmt haben:

Die Unangepasstheit und Auflehnung gegen das autoritäre Elternhaus führen die Künstlerin in den 1950er Jahren nach New York, damals Hochburg des abstrakten Expressionismus. Mit ihren monochromatischen nach Unendlichkeit strebenden „Infinity Net“-Werken und den ab den 1960er Jahren hinzutretenden „Infinity Dot“-Bildern – also der Überlagerung der Welt mit gleichförmigen und einheitlichen Kompositionen – bildete sie einen Gegenpol zu den schwülstigen Gebärden der abstrakten Expressionisten. Kusama interessiert sich für die physische Repräsentation einer Idee der Unendlichkeit. Durch die Unbegrenztheit der verwendeten Formen werden diese zu einem Mittel der Auflösung ihrer selbst in der Kunst.

Die mit unterschiedlich großen Punkten übersäte Leinwand in „Early Spring - Infinity Dots A.A.B.B.” zelebriert die Absolutheit der Fläche. Die plastisch modellierten Dots sind dem dunklen Hintergrund wie eine pulsierende Folie vorgelagert. Sie ziehen den Betrachter in einen potenziell unendlichen Bildraum.

Experte: Alessandro Rizzi Alessandro Rizzi
+39-02-303 52 41

alessandro.rizzi@dorotheum.it


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst I
Datum: 25.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: online


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.