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Lot Nr. 233 -


Sol LeWitt


(Hartford Connecticut 1928–2007 New York)
Cube (B), 1994, Gouache, Bleistift auf festem Papier, 155 x 154 cm, gerahmt

Provenienz:
Lisson Gallery, London (Galerieaufkleber)
Sammlung Bankhaus Sal. Oppenheim, Köln
Privatsammlung, Deutschland

Ausgestellt:
Lisson Gallery, London, Sol Lewitt und Robert Mangold, 3.2.-16.3.1995

Für die Beschäftigung mit geometrischen Formen und Farbmuster und der Übersetzung von Strukturen bediente sich Sol LeWitt diverser Medien, wie u.a. Arbeiten auf Papier, Wandmalerei, Photographie und Drucke. Seine Papierarbeiten nehmen dabei eine entscheidende Position innerhalb seiner Methodik ein. Die Verwendung unterschiedlicher „Werkzeuge“ soll seine Denkprozesse erforschen und entschlüsseln.

Sol LeWitt gilt als Mitentwickler der Konzeptkunst und sagte selbst Folgendes über diese Entwicklung in den 1960er Jahren: „In der Konzeptkunst ist die Idee oder das Konzept der wichtigste Aspekt der Arbeit. Wenn ein Künstler eine konzeptuelle Kunstform verwendet, heißt das, dass die gesamte Planung mit allen Entscheidungen im Voraus festgelegt wird und die Ausführung nur eine Formsache ist. Die Idee wird zum Apparat, der die Kunst schafft.“

LeWitts Papierarbeiten greifen den Ansatz der Konzeptkunst auf, indem diese als Skizze für eine Skulptur oder seine bekannten „Wall Drawings“ gelesen werden können. Die Arbeiten erfassen zunächst die Idee und die Ausführung als Ganzes. Ein Instrument, um die ersten Ansätze festzuhalten und eine konkrete Planung vorzubereiten. Ebenso können die Arbeiten aber auch als eigenständige Werke definiert werden, die eine Übersetzung der Strukturen illustrieren, dabei in sich geschlossen sind und in keine weitere Ebene weitergeleitet werden müssen.

Die Arbeit „Cube (B)“ ist eine Gouache, welche LeWitt ab den 1990er produzierte. Diese Werke zeigen eine Symbiose seiner bisher praktizierten Techniken. Die „Strukturen“-Bilder aus den 1960er und 1970er Jahren ergänzte er mit einer facettenreichen Farbkomplexität. Dabei tritt die einst vorherrschende Monochromie seiner Werke zurück und eine neue Form der räumlichen Tiefe sowie der isometrischen Projektionen manifestiert sich. Die Wahl der Struktur und des Pinselduktus‘ erzeugt eine dynamische Oberfläche, die den Bildträger gänzlich überdeckt. Schließlich balanciert die Arbeit zwischen einer strukturellen Eindämmung und einer unbegrenzten Dynamik.
Sol LeWitt: Walldrawing 1176. Seven Basic Colors and All Their Combinations in a Square within a Square. For Josef Albers, Katalog des Josef Albers Museums Bottrop, Düsseldorf: Richter Verlag 2006, S. 94.

Die Idee wird zum Apparat, der die Kunst schafft.
Sol LeWitt (1965)

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de

25.11.2020 - 16:00

Schätzwert:
EUR 160.000,- bis EUR 180.000,-

Sol LeWitt


(Hartford Connecticut 1928–2007 New York)
Cube (B), 1994, Gouache, Bleistift auf festem Papier, 155 x 154 cm, gerahmt

Provenienz:
Lisson Gallery, London (Galerieaufkleber)
Sammlung Bankhaus Sal. Oppenheim, Köln
Privatsammlung, Deutschland

Ausgestellt:
Lisson Gallery, London, Sol Lewitt und Robert Mangold, 3.2.-16.3.1995

Für die Beschäftigung mit geometrischen Formen und Farbmuster und der Übersetzung von Strukturen bediente sich Sol LeWitt diverser Medien, wie u.a. Arbeiten auf Papier, Wandmalerei, Photographie und Drucke. Seine Papierarbeiten nehmen dabei eine entscheidende Position innerhalb seiner Methodik ein. Die Verwendung unterschiedlicher „Werkzeuge“ soll seine Denkprozesse erforschen und entschlüsseln.

Sol LeWitt gilt als Mitentwickler der Konzeptkunst und sagte selbst Folgendes über diese Entwicklung in den 1960er Jahren: „In der Konzeptkunst ist die Idee oder das Konzept der wichtigste Aspekt der Arbeit. Wenn ein Künstler eine konzeptuelle Kunstform verwendet, heißt das, dass die gesamte Planung mit allen Entscheidungen im Voraus festgelegt wird und die Ausführung nur eine Formsache ist. Die Idee wird zum Apparat, der die Kunst schafft.“

LeWitts Papierarbeiten greifen den Ansatz der Konzeptkunst auf, indem diese als Skizze für eine Skulptur oder seine bekannten „Wall Drawings“ gelesen werden können. Die Arbeiten erfassen zunächst die Idee und die Ausführung als Ganzes. Ein Instrument, um die ersten Ansätze festzuhalten und eine konkrete Planung vorzubereiten. Ebenso können die Arbeiten aber auch als eigenständige Werke definiert werden, die eine Übersetzung der Strukturen illustrieren, dabei in sich geschlossen sind und in keine weitere Ebene weitergeleitet werden müssen.

Die Arbeit „Cube (B)“ ist eine Gouache, welche LeWitt ab den 1990er produzierte. Diese Werke zeigen eine Symbiose seiner bisher praktizierten Techniken. Die „Strukturen“-Bilder aus den 1960er und 1970er Jahren ergänzte er mit einer facettenreichen Farbkomplexität. Dabei tritt die einst vorherrschende Monochromie seiner Werke zurück und eine neue Form der räumlichen Tiefe sowie der isometrischen Projektionen manifestiert sich. Die Wahl der Struktur und des Pinselduktus‘ erzeugt eine dynamische Oberfläche, die den Bildträger gänzlich überdeckt. Schließlich balanciert die Arbeit zwischen einer strukturellen Eindämmung und einer unbegrenzten Dynamik.
Sol LeWitt: Walldrawing 1176. Seven Basic Colors and All Their Combinations in a Square within a Square. For Josef Albers, Katalog des Josef Albers Museums Bottrop, Düsseldorf: Richter Verlag 2006, S. 94.

Die Idee wird zum Apparat, der die Kunst schafft.
Sol LeWitt (1965)

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst I
Datum: 25.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: online