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Lot Nr. 274


Rudolf Polanszky *


(Wien 1951 geb.)
Synthetisches Konstrukt mit 3 Bildteilen,
signiert, datiert Polanszky 88, jeder Teil auf der Rückseite signiert und datiert Polanszky 88, Plexiglas, verschiedene Materialien auf Leinwand, 160 x 170 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Wien – direkt von der Künstlerin

Die Methode als stellvertretender Ritus
Durch jede neue Arbeit schaffe ich mir ein neues Umgangsfeld, ich vermehre die Umgebung meiner Anordnungen durch immer neue Verhältnisse als Funktionen sich entwickelnder Reflexe und variabler Standpunkte. Bevorzugt verwende ich nach wie vor sowohl Thesen als auch Gegenstände von „außerhalb der Kunst“ und rekrutiere meine Befehle aus einem Repertoire eingegrenzter Gelegenheiten.
Über die Techniken und Handhabungen innerhalb meiner Arbeit versuche ich letztlich Teile von vorher Unzusammenhängenden in die Bedeutung meiner Grammatik zu zerren und mit den so erzeugten oder zusammengespielten Teilen Synthesen mit dem Wert der Entdeckung zu erzielen. Innerhalb der Arbeitsmethoden simuliere ich wahlweise Erfahrungsannahmen und Reizmodelle, die mich zu einer Konzentration verschiedener Verfahrensweisen zwingen und so Zusammenhänge synthetisch generieren. Entgegen wissenschaftlichen Methoden ist das Überprüfbare von Ergebnissen dieser Art einem selbsterzeugten (internen) Apparat verpflichtet, der seine Modelle und Hypothesen im Verhältnis seiner Ergebnisse verändert. Solcherart symbiotische Aspekte stecken bei gutem Gelingen einen neuen Horizont der Vorstellung ab. Überhaupt scheint mir die Vorstellung eine wesentliche Rolle im Mechanismus des Produktiven zu spielen, so daß sie mir als zentrale Schnittstelle meiner Hypothesen und Überprüfungsvorgänge innerhalb der Arbeit scheint. Das Ende meiner Arbeit wäre die Autonomie meiner Vorstellung über sie.
Wien, 20.8.1989. – Polanszky
Rudolf Polanszky, Edition Wallenstein Wien, 1989

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

25.11.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 50.300,-
Schätzwert:
EUR 40.000,- bis EUR 60.000,-

Rudolf Polanszky *


(Wien 1951 geb.)
Synthetisches Konstrukt mit 3 Bildteilen,
signiert, datiert Polanszky 88, jeder Teil auf der Rückseite signiert und datiert Polanszky 88, Plexiglas, verschiedene Materialien auf Leinwand, 160 x 170 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Wien – direkt von der Künstlerin

Die Methode als stellvertretender Ritus
Durch jede neue Arbeit schaffe ich mir ein neues Umgangsfeld, ich vermehre die Umgebung meiner Anordnungen durch immer neue Verhältnisse als Funktionen sich entwickelnder Reflexe und variabler Standpunkte. Bevorzugt verwende ich nach wie vor sowohl Thesen als auch Gegenstände von „außerhalb der Kunst“ und rekrutiere meine Befehle aus einem Repertoire eingegrenzter Gelegenheiten.
Über die Techniken und Handhabungen innerhalb meiner Arbeit versuche ich letztlich Teile von vorher Unzusammenhängenden in die Bedeutung meiner Grammatik zu zerren und mit den so erzeugten oder zusammengespielten Teilen Synthesen mit dem Wert der Entdeckung zu erzielen. Innerhalb der Arbeitsmethoden simuliere ich wahlweise Erfahrungsannahmen und Reizmodelle, die mich zu einer Konzentration verschiedener Verfahrensweisen zwingen und so Zusammenhänge synthetisch generieren. Entgegen wissenschaftlichen Methoden ist das Überprüfbare von Ergebnissen dieser Art einem selbsterzeugten (internen) Apparat verpflichtet, der seine Modelle und Hypothesen im Verhältnis seiner Ergebnisse verändert. Solcherart symbiotische Aspekte stecken bei gutem Gelingen einen neuen Horizont der Vorstellung ab. Überhaupt scheint mir die Vorstellung eine wesentliche Rolle im Mechanismus des Produktiven zu spielen, so daß sie mir als zentrale Schnittstelle meiner Hypothesen und Überprüfungsvorgänge innerhalb der Arbeit scheint. Das Ende meiner Arbeit wäre die Autonomie meiner Vorstellung über sie.
Wien, 20.8.1989. – Polanszky
Rudolf Polanszky, Edition Wallenstein Wien, 1989

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst I
Datum: 25.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: online


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.