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Lot Nr. 4 -


Wilhelm Thöny


(Graz 1888–1949 New York)
„Offizier im Schloßpark (Schloß in Frankreich)“, 1931–1933, signiert W. Thöny, Öl auf Leinwand, auf Leinwand, 34 x 44 cm, gerahmt

Erlös zu Gunsten Art for Future
Selected Works from the UniCredit Group

Farbabb. und verzeichnet in:
Wilhelm Thöny. Im Sog der Moderne, Neue Galerie Graz. Universalmuseum Joanneum, Kerber Verlag, 2013, Tafel 109, Werkverzeichnis
Nr. 241 (mit kleiner Abb.)

Provenienz:
Galerie Würthle, Wien
Dort im Jahr 1975 erworben

...Am 8. Jänner 1930 sind sie wieder in München, wo Thöny ein Atelier nimmt und eine Ausstellung der Grazer Sezession im Münchener Kunstverein organisiert, die vom 17. Mai bis 24. Juni stattfindet. Im März 1930 wird das Gemälde „Ile de la Cité“ in der 6. Sezessionsausstellung in Graz präsentiert. Es erregt große Aufmerksamkeit und wird in zahlreichen Rezensionen in Graz und München besprochen. Thönys stilistischer Wandel wird öffentlich bemerkt, die Nähe zu den französischen Impressionisten, der Wandel ins Traumhafte, Visionäre. Im Frühjahr 1930 wird Thöny der Österreichische Staatliche Ehrenpreis für Bildende Kunst verliehen, er wird zum Mitglied der Wiener und Prager Secession und – folgt man seinen überlieferten Hinweisen in Briefen – auch der Münchener Neuen Sezession ernannt. Darüber hinaus tritt er der internationalen Künstlervereinigung Porza bei. Im Sommer 1930 zeigt er in der Galerie Caspari 140 Bilder und Zeichnungen und im Herbst Grafiken im Kunsthaus Schaller in Stuttgart, stellt auch in der Münchener Galerie Heinemann sowie in New York bei Silbermann Galleries in der Ausstellung „Modern Austrian Painting“ aus. Anfang des Jahres 1931 ist er an der Ausstellung für Kunst und Gewerbe in der Kunsthalle Bern beteiligt und stellt mit der Grazer Sezession im Porzahaus in Berlin in der Budapesterstraße aus, wo er acht Gemälde zeigt.

Paris und Südfrankreich
Im Spätsommer 1931 verlässt Thöny Graz für eine längere Reise, deren genaue Route zunächst nicht festgelegt ist. Er verbringt einige Wochen am Gardasee (Hotel Malcesine), wo ein Familientreffen mit Theas Vater und Schwestern stattfindet: „Wunderbares Land! mit den zarten Farben und alles durchdringenden, vibrierenden Licht. Vor einigen Tagen waren wir in San Vigilio, wie wir überhaupt viele Orte, Seen und Berge besucht haben. Dort aber scheint die Welt in ihrer ganzen Köstlichkeit sich geoffenbart zu haben. Zudem die bewundernswerte Architektur des Michele, der dieses Palais in den herrlichen Garten gebaut hat. Ich war hoch in den Bergen, die voll mit den alten Stellungen aus dem – dümmsten aller Kriege sind. ...“
Er reist über Verona, Mailand, den Bodensee, wo eine Reihe von Aquarellen entsteht, und Mühlhausen nach Paris. In Paris lebt Thöny im Hôtel du Quai Voltaire und im Hôtel Pont Royal. Von Anfang an sind Reisen oder gar eine Rückkehr nach Österreich geplant, allerdings werden Thöny politische und berufliche Gründe von einer Heimkehr stets abhalten und er wird bis zu seinem Lebensende nicht mehr nach Österreich zurückkehren. ...
aus der angeführten Literatur

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

24.11.2020 - 16:00

Schätzwert:
EUR 28.000,- bis EUR 45.000,-

Wilhelm Thöny


(Graz 1888–1949 New York)
„Offizier im Schloßpark (Schloß in Frankreich)“, 1931–1933, signiert W. Thöny, Öl auf Leinwand, auf Leinwand, 34 x 44 cm, gerahmt

Erlös zu Gunsten Art for Future
Selected Works from the UniCredit Group

Farbabb. und verzeichnet in:
Wilhelm Thöny. Im Sog der Moderne, Neue Galerie Graz. Universalmuseum Joanneum, Kerber Verlag, 2013, Tafel 109, Werkverzeichnis
Nr. 241 (mit kleiner Abb.)

Provenienz:
Galerie Würthle, Wien
Dort im Jahr 1975 erworben

...Am 8. Jänner 1930 sind sie wieder in München, wo Thöny ein Atelier nimmt und eine Ausstellung der Grazer Sezession im Münchener Kunstverein organisiert, die vom 17. Mai bis 24. Juni stattfindet. Im März 1930 wird das Gemälde „Ile de la Cité“ in der 6. Sezessionsausstellung in Graz präsentiert. Es erregt große Aufmerksamkeit und wird in zahlreichen Rezensionen in Graz und München besprochen. Thönys stilistischer Wandel wird öffentlich bemerkt, die Nähe zu den französischen Impressionisten, der Wandel ins Traumhafte, Visionäre. Im Frühjahr 1930 wird Thöny der Österreichische Staatliche Ehrenpreis für Bildende Kunst verliehen, er wird zum Mitglied der Wiener und Prager Secession und – folgt man seinen überlieferten Hinweisen in Briefen – auch der Münchener Neuen Sezession ernannt. Darüber hinaus tritt er der internationalen Künstlervereinigung Porza bei. Im Sommer 1930 zeigt er in der Galerie Caspari 140 Bilder und Zeichnungen und im Herbst Grafiken im Kunsthaus Schaller in Stuttgart, stellt auch in der Münchener Galerie Heinemann sowie in New York bei Silbermann Galleries in der Ausstellung „Modern Austrian Painting“ aus. Anfang des Jahres 1931 ist er an der Ausstellung für Kunst und Gewerbe in der Kunsthalle Bern beteiligt und stellt mit der Grazer Sezession im Porzahaus in Berlin in der Budapesterstraße aus, wo er acht Gemälde zeigt.

Paris und Südfrankreich
Im Spätsommer 1931 verlässt Thöny Graz für eine längere Reise, deren genaue Route zunächst nicht festgelegt ist. Er verbringt einige Wochen am Gardasee (Hotel Malcesine), wo ein Familientreffen mit Theas Vater und Schwestern stattfindet: „Wunderbares Land! mit den zarten Farben und alles durchdringenden, vibrierenden Licht. Vor einigen Tagen waren wir in San Vigilio, wie wir überhaupt viele Orte, Seen und Berge besucht haben. Dort aber scheint die Welt in ihrer ganzen Köstlichkeit sich geoffenbart zu haben. Zudem die bewundernswerte Architektur des Michele, der dieses Palais in den herrlichen Garten gebaut hat. Ich war hoch in den Bergen, die voll mit den alten Stellungen aus dem – dümmsten aller Kriege sind. ...“
Er reist über Verona, Mailand, den Bodensee, wo eine Reihe von Aquarellen entsteht, und Mühlhausen nach Paris. In Paris lebt Thöny im Hôtel du Quai Voltaire und im Hôtel Pont Royal. Von Anfang an sind Reisen oder gar eine Rückkehr nach Österreich geplant, allerdings werden Thöny politische und berufliche Gründe von einer Heimkehr stets abhalten und er wird bis zu seinem Lebensende nicht mehr nach Österreich zurückkehren. ...
aus der angeführten Literatur

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 24.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: online