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Lot Nr. 22


Karl Hofer *


(Karlsruhe 1878–1955 Berlin)
Blumenmädchen, 1935, Künstlermonogramm, datiert CH35, auf dem Keilrahmen bezeichnet, betitelt, Öl auf Leinwand, 101 x 80,5 cm, gerahmt

Provenienz:
Nierendorf Galleries, New York
The Toledo Museum of Art, Toledo/Ohio, Inv.-Nr. 38.43 (Geschenk von Edward Drummond Libbey)
Sotheby’s New York, 7. Mai 2003, Los 362
Privatsammlung, Deutschland

Ausgestellt:
Galerie Nierendorf, Berlin 1937, Nr. 16
Pittsburgh 1937 (The 1937 International Exhibition of Paintings),
Nr. 353
Westerman Art Gallery, New York 1938
The Toledo Museum of Art 1938, Nr. 46
Institute of Modern Art, Boston 1939, S. 17, Nr. 19
Carnegie Institute, Pittsburgh 1940, Nr. 12
G. M. V. Smith Gallery, Springfield/Mass. 1941, Nr. 9, Band 1, S. 20 (mit Abb.) D. P. Allen Memorial Art Museum, Oberlin/Ohio 1946, Nr. 12
Institute of Modern Art, Boston 1946
Art Gallery of Toronto/Toledo Museum of Art 1948, Nr. 16
Birmingham Museum of Art, Birmingham/Alabama 1956, Nr. 52

Literatur:
Karl Bernhard Wohlert, Karl Hofer – Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. 2, Köln 2007, Nr. 1116 mit Abb.

In den 1920er bis 1940er Jahren waren vor allem junge Mädchen ein beliebtes Bildthema des expressionistischen Künstlers Karl Hofer. Vielen von ihnen besitzen eine Blume in unterschiedlichen Variationen als Attribut. Die Blume gilt als Symbol des jungen Lebens und steht den portraitierten Frauen gegenüber. Diese wirken indes verträumt und von der dynamischen Außenwelt isoliert. Dabei werden sie in einem diffusen Raum ohne signifikanten Hintergrund präsentiert. Der Blick der Protagonistinnen ist zumeist in die Ferne gerichtet, ohne einen bestimmten Fokus gesetzt zu haben oder eine Kommunikation mit dem Umfeld aufzubauen. Auch wenn Hofer das Motiv des jungen Mädchens mit Blumen mehrfach wählte, variieren die Werke in ihrer Umsetzung stark.
Das hier illustrierte Blumenmädchen hebt sich besonders hervor, da es sich um das erste Werk der Serie der Blumenmädchen handelt. Das 1935 entstandene Gemälde zeigt eine junge Frau seitlich auf einem Stuhl an einem Tisch sitzend. Während sie in ihren linken Arm locker auf die Tischplatte gelegt hat, umfasst sie mit ihrer rechten Hand das auf ihrem Schoß befindliche Blumenkörbchen. Das Mädchen trägt ein zeitgenössisches Kleid. Ihre Haare sind zu einer eleganten Frisur zusammengebunden und um ihren Kopf trägt sie einen Blumenkranz. Die junge Frau wirkt in sich gekehrt und in ihrer Gedankenwelt versunken. Ihr Blick verläuft charakteristisch aus dem Bild heraus, an dem Betrachter vorbei, ins Leere. Es geht Hofer allein um die Person, die Formen, die Farben und den Ausdruck, der sie definiert. Das Bild vermittelt eine sinnliche Ausstrahlung und Melancholie, welche die knappe und malerisch reduzierte Formensprache eindrucksvoll kontrastiert.

„Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens standen der Mensch und die menschliche Gestalt in all ihren Facetten: in der des badenden Frauenkörpers, des ausgemergelten Mannes in Ruinen und der einsamen Gestalten am kaum wärmenden Lagerfeuer der Not.“
(http://www.karl-hofer.de/oeuvre.php, 25.09.2020)

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de

24.11.2020 - 16:00

Schätzwert:
EUR 120.000,- bis EUR 150.000,-

Karl Hofer *


(Karlsruhe 1878–1955 Berlin)
Blumenmädchen, 1935, Künstlermonogramm, datiert CH35, auf dem Keilrahmen bezeichnet, betitelt, Öl auf Leinwand, 101 x 80,5 cm, gerahmt

Provenienz:
Nierendorf Galleries, New York
The Toledo Museum of Art, Toledo/Ohio, Inv.-Nr. 38.43 (Geschenk von Edward Drummond Libbey)
Sotheby’s New York, 7. Mai 2003, Los 362
Privatsammlung, Deutschland

Ausgestellt:
Galerie Nierendorf, Berlin 1937, Nr. 16
Pittsburgh 1937 (The 1937 International Exhibition of Paintings),
Nr. 353
Westerman Art Gallery, New York 1938
The Toledo Museum of Art 1938, Nr. 46
Institute of Modern Art, Boston 1939, S. 17, Nr. 19
Carnegie Institute, Pittsburgh 1940, Nr. 12
G. M. V. Smith Gallery, Springfield/Mass. 1941, Nr. 9, Band 1, S. 20 (mit Abb.) D. P. Allen Memorial Art Museum, Oberlin/Ohio 1946, Nr. 12
Institute of Modern Art, Boston 1946
Art Gallery of Toronto/Toledo Museum of Art 1948, Nr. 16
Birmingham Museum of Art, Birmingham/Alabama 1956, Nr. 52

Literatur:
Karl Bernhard Wohlert, Karl Hofer – Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. 2, Köln 2007, Nr. 1116 mit Abb.

In den 1920er bis 1940er Jahren waren vor allem junge Mädchen ein beliebtes Bildthema des expressionistischen Künstlers Karl Hofer. Vielen von ihnen besitzen eine Blume in unterschiedlichen Variationen als Attribut. Die Blume gilt als Symbol des jungen Lebens und steht den portraitierten Frauen gegenüber. Diese wirken indes verträumt und von der dynamischen Außenwelt isoliert. Dabei werden sie in einem diffusen Raum ohne signifikanten Hintergrund präsentiert. Der Blick der Protagonistinnen ist zumeist in die Ferne gerichtet, ohne einen bestimmten Fokus gesetzt zu haben oder eine Kommunikation mit dem Umfeld aufzubauen. Auch wenn Hofer das Motiv des jungen Mädchens mit Blumen mehrfach wählte, variieren die Werke in ihrer Umsetzung stark.
Das hier illustrierte Blumenmädchen hebt sich besonders hervor, da es sich um das erste Werk der Serie der Blumenmädchen handelt. Das 1935 entstandene Gemälde zeigt eine junge Frau seitlich auf einem Stuhl an einem Tisch sitzend. Während sie in ihren linken Arm locker auf die Tischplatte gelegt hat, umfasst sie mit ihrer rechten Hand das auf ihrem Schoß befindliche Blumenkörbchen. Das Mädchen trägt ein zeitgenössisches Kleid. Ihre Haare sind zu einer eleganten Frisur zusammengebunden und um ihren Kopf trägt sie einen Blumenkranz. Die junge Frau wirkt in sich gekehrt und in ihrer Gedankenwelt versunken. Ihr Blick verläuft charakteristisch aus dem Bild heraus, an dem Betrachter vorbei, ins Leere. Es geht Hofer allein um die Person, die Formen, die Farben und den Ausdruck, der sie definiert. Das Bild vermittelt eine sinnliche Ausstrahlung und Melancholie, welche die knappe und malerisch reduzierte Formensprache eindrucksvoll kontrastiert.

„Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens standen der Mensch und die menschliche Gestalt in all ihren Facetten: in der des badenden Frauenkörpers, des ausgemergelten Mannes in Ruinen und der einsamen Gestalten am kaum wärmenden Lagerfeuer der Not.“
(http://www.karl-hofer.de/oeuvre.php, 25.09.2020)

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 24.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: online