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Lot Nr. 50


Adolphe Joseph T. Monticelli


(Marseille 1824–1886)
Madame Dufour in ihrer Küche, signiert J. Monticelli, Öl auf Tafel, 47,8 x 36,8 cm, gerahmt

Auf der Rückseite drei Ausstellungsetiketten:
Exposition Monticelli / Juillet-Aout 1959/ Nr 5 / Galerie Lucien Blanc / Aix en Provence
Exposition Monticelli / Musée Cantini – 19, Rue Grignan-Marseille / Nom de l’Expediteur: A. Delpiano, 8 Rue Jean Daumas-Cannes / titre de l’Ouvrage: femme devant une table de cuisine, numero 164 du catalogue (in Handschrift) Expos: Monticelli: Tokyo 1971 Catal. nr...
sowie ein Etikett mit der Nr. 164

Provenienz:
Ehemals Sammlung Alfred Delpiano

Das Bild zeigt die Küche von Mme Dufour, Frau des Pferdehändlers Alphonso Dufour. Monticelli gab seinen Hund Fistou über Jahre hinweg zu den Dufours in Kost, was er ihnen mit zahlreichen Bildern vergütete. Mme Dufour war nicht sehr angetan von Monticellis Werken und sobald ihr Mann starb, verkaufte sie seine Bilder an einen anderen Pferdehändler, Marius Delpiano. Marius Delpiano war einer von Monticellis ersten Sammlern. Nachdem er die Dufour Sammlung erworben hatte, machte er 1980 eine Monticelli Ausstellung in Cannes und begann mit Kunst und Antiquitäten zu handeln. Sein Sohn Alfred Delpiano behielt die besten Werke für seine Privatsammlung, die sich in Nizza 1963-65 auflöste

Adolphe Joseph Thomas Monticelli war Schüler von Rey und August Raymond Aubert.; 1847/49 in Paris, seit 1851 in Marseille (Abstecher nach Béziers, Montpellier, Nimes usw.), 1856 wieder in Paris, wo er sich mit N. Diaz anfreundete und auf dem besten Wege war, europäische Berühmtheit zu werden, als ihn 1870 die drohende Belagerung von Paris veranlaßte, nach Marseille zurückzukehren, wo er seitdem in dürftigen Verhältnissen und ziemlich unbeachtet schuf. Anfänglich zeichnerisch exakt, vertauschte er die klassizistische Formgebung seines Jugendstils bald gegen einen höchst verfeinerten, auf Farben- und Fleckenharmonien gestimmten und die Kontur weitgehend auflösenden malerischen Stil (Einflüsse von Rembrandt, Tizian, Veronese, Watteau - an diesen Anlehnung im Gegenständlichen -, Delacroix und Diaz) und mosaikartig funkelnde Palette. Beste Zeit war zwischen 1865 und 1875. Starker Einfluß auf Van Gogh und die schottische Schule. 1908 Gedächtnisausstellung im Pariser Herbstsalon.

Thieme-Becker, Band XXV, Seite 91.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

24.11.2020 - 16:00

Schätzwert:
EUR 35.000,- bis EUR 40.000,-

Adolphe Joseph T. Monticelli


(Marseille 1824–1886)
Madame Dufour in ihrer Küche, signiert J. Monticelli, Öl auf Tafel, 47,8 x 36,8 cm, gerahmt

Auf der Rückseite drei Ausstellungsetiketten:
Exposition Monticelli / Juillet-Aout 1959/ Nr 5 / Galerie Lucien Blanc / Aix en Provence
Exposition Monticelli / Musée Cantini – 19, Rue Grignan-Marseille / Nom de l’Expediteur: A. Delpiano, 8 Rue Jean Daumas-Cannes / titre de l’Ouvrage: femme devant une table de cuisine, numero 164 du catalogue (in Handschrift) Expos: Monticelli: Tokyo 1971 Catal. nr...
sowie ein Etikett mit der Nr. 164

Provenienz:
Ehemals Sammlung Alfred Delpiano

Das Bild zeigt die Küche von Mme Dufour, Frau des Pferdehändlers Alphonso Dufour. Monticelli gab seinen Hund Fistou über Jahre hinweg zu den Dufours in Kost, was er ihnen mit zahlreichen Bildern vergütete. Mme Dufour war nicht sehr angetan von Monticellis Werken und sobald ihr Mann starb, verkaufte sie seine Bilder an einen anderen Pferdehändler, Marius Delpiano. Marius Delpiano war einer von Monticellis ersten Sammlern. Nachdem er die Dufour Sammlung erworben hatte, machte er 1980 eine Monticelli Ausstellung in Cannes und begann mit Kunst und Antiquitäten zu handeln. Sein Sohn Alfred Delpiano behielt die besten Werke für seine Privatsammlung, die sich in Nizza 1963-65 auflöste

Adolphe Joseph Thomas Monticelli war Schüler von Rey und August Raymond Aubert.; 1847/49 in Paris, seit 1851 in Marseille (Abstecher nach Béziers, Montpellier, Nimes usw.), 1856 wieder in Paris, wo er sich mit N. Diaz anfreundete und auf dem besten Wege war, europäische Berühmtheit zu werden, als ihn 1870 die drohende Belagerung von Paris veranlaßte, nach Marseille zurückzukehren, wo er seitdem in dürftigen Verhältnissen und ziemlich unbeachtet schuf. Anfänglich zeichnerisch exakt, vertauschte er die klassizistische Formgebung seines Jugendstils bald gegen einen höchst verfeinerten, auf Farben- und Fleckenharmonien gestimmten und die Kontur weitgehend auflösenden malerischen Stil (Einflüsse von Rembrandt, Tizian, Veronese, Watteau - an diesen Anlehnung im Gegenständlichen -, Delacroix und Diaz) und mosaikartig funkelnde Palette. Beste Zeit war zwischen 1865 und 1875. Starker Einfluß auf Van Gogh und die schottische Schule. 1908 Gedächtnisausstellung im Pariser Herbstsalon.

Thieme-Becker, Band XXV, Seite 91.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 24.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: online