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Lot Nr. 108


Guillaume Courtois (Guglielmo Cortese)


(Saint-Hippolyte 1628–1679 Rom)
Studie zur Auffindung des Mosesknaben und Allegorie eines Flusses (recto), Kopfstudie eines bärtigen Mannes und Kompositionsskizzen zum “Martyrium des hl. Andreas” (verso), rote und schwarze Kreide auf Bütten, 22,2 x 34,5 cm, gebräunt, etwas fleckig, Passep., ohne Rahmen, (Sch)

Provenienz:
Sammlung Giancarlo Sestieri, Rom.

Die vorliegende doppelseitige Studie zeigt mehrere Figuren- und Kompositionsskizzen, die der Künstler in Vorbereitung für verschiedene Gemälde angefertigt haben dürfte. Bei der Studie mit dem “Martyrium des hl. Andreas” in roter Kreide könnte es sich um eine erste Ideenskizze zu dem Gemälde am Hochaltar der Kirche Sant’Andrea al Quirinale in Rom (1668) handeln. Die Position der Figuren stimmt weitgehend mit der Komposition des Gemäldes überein. Auch die Kopfstudie des bärtigen Mannes in roter Kreide könnte als Detailstudie in Zusammenhang mit dem Gemälde entstanden sein. Die Skizze zur “Auffindung des Mosesknaben” in schwarzer Kreide auf der Vorderseite des Blattes dürfte ebenfalls in Vorbereitung einer späteren Komposition entstanden sein. Bei der Skizze des Engels und der Figur auf dem äußeren rechten Rand des Blattes könnte es sich um eine Kompositionsskizze für eine Verkündigungsszene handeln.

Der in Frankreich in Saint-Hippolyte im Départment Doubs geborene Guillaume Courtois war hauptsächlich in Rom als Historien- und Figurenmaler tätig und arbeitete mit seinen Brüdern, den Malern Jacques Courtois (Giacomo Cortese) und Jean-Francois Courtois zusammen. Nach Aufenthalten in Mailand, Bologna, Venedig, Florenz und Siena ließ sich Guillaume Courtois möglicherweise um 1638 in Rom nieder, wo er in die Werkstatt Pietro da Cortonas eintrat. Neben dem Einfluss Cortonas wurde sein künstlerischer Stil geprägt von den Werken Agostino Carraccis, Giovanni Lanfrancos und Pier Francesco Molas, mit dem der Künstler um 1658/59 zusammen mit Gaspard Dughet, Francesco Cozza und Giovanni Battista Tassi an der Ausstattung des Palazzo Doria-Pamphilj in Valmontone arbeitete. Guillaume Courtois verbrachte den Großteil seiner Schaffenszeit in Rom, wo er 1679 verstarb.

Wir danken Prof. Francesco Grisolia für die wissenschaftliche Unterstützung.

Expertin: Mag. Astrid-Christina Schierz Mag. Astrid-Christina Schierz
+43-1-515 60-546

astrid.schierz@dorotheum.at

22.04.2021 - 15:18

Erzielter Preis: **
EUR 1.024,-
Schätzwert:
EUR 800,- bis EUR 1.000,-
Startpreis:
EUR 800,-

Guillaume Courtois (Guglielmo Cortese)


(Saint-Hippolyte 1628–1679 Rom)
Studie zur Auffindung des Mosesknaben und Allegorie eines Flusses (recto), Kopfstudie eines bärtigen Mannes und Kompositionsskizzen zum “Martyrium des hl. Andreas” (verso), rote und schwarze Kreide auf Bütten, 22,2 x 34,5 cm, gebräunt, etwas fleckig, Passep., ohne Rahmen, (Sch)

Provenienz:
Sammlung Giancarlo Sestieri, Rom.

Die vorliegende doppelseitige Studie zeigt mehrere Figuren- und Kompositionsskizzen, die der Künstler in Vorbereitung für verschiedene Gemälde angefertigt haben dürfte. Bei der Studie mit dem “Martyrium des hl. Andreas” in roter Kreide könnte es sich um eine erste Ideenskizze zu dem Gemälde am Hochaltar der Kirche Sant’Andrea al Quirinale in Rom (1668) handeln. Die Position der Figuren stimmt weitgehend mit der Komposition des Gemäldes überein. Auch die Kopfstudie des bärtigen Mannes in roter Kreide könnte als Detailstudie in Zusammenhang mit dem Gemälde entstanden sein. Die Skizze zur “Auffindung des Mosesknaben” in schwarzer Kreide auf der Vorderseite des Blattes dürfte ebenfalls in Vorbereitung einer späteren Komposition entstanden sein. Bei der Skizze des Engels und der Figur auf dem äußeren rechten Rand des Blattes könnte es sich um eine Kompositionsskizze für eine Verkündigungsszene handeln.

Der in Frankreich in Saint-Hippolyte im Départment Doubs geborene Guillaume Courtois war hauptsächlich in Rom als Historien- und Figurenmaler tätig und arbeitete mit seinen Brüdern, den Malern Jacques Courtois (Giacomo Cortese) und Jean-Francois Courtois zusammen. Nach Aufenthalten in Mailand, Bologna, Venedig, Florenz und Siena ließ sich Guillaume Courtois möglicherweise um 1638 in Rom nieder, wo er in die Werkstatt Pietro da Cortonas eintrat. Neben dem Einfluss Cortonas wurde sein künstlerischer Stil geprägt von den Werken Agostino Carraccis, Giovanni Lanfrancos und Pier Francesco Molas, mit dem der Künstler um 1658/59 zusammen mit Gaspard Dughet, Francesco Cozza und Giovanni Battista Tassi an der Ausstattung des Palazzo Doria-Pamphilj in Valmontone arbeitete. Guillaume Courtois verbrachte den Großteil seiner Schaffenszeit in Rom, wo er 1679 verstarb.

Wir danken Prof. Francesco Grisolia für die wissenschaftliche Unterstützung.

Expertin: Mag. Astrid-Christina Schierz Mag. Astrid-Christina Schierz
+43-1-515 60-546

astrid.schierz@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Meisterzeichnungen und Druckgraphik bis 1900, Aquarelle, Miniaturen
Datum: 22.04.2021 - 15:18
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: online


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.