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Lot Nr. 552


Jakub Schikaneder


(Prag 1855–1924)
Prag, Dampfer auf der Moldau vor der Palacky Brücke, um 1910/20, signiert (ligiert) JSchikaneder, Öl auf Leinwand, 84 x 106 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung Tschechische Republik.

Ausgestellt:
Umeni paraplavby po rece Vltava 1865–2015 (The Art of Steam Travel on the River Vltava) 16. Juni–1. November 2015, Prag 2015.

Abgebildet in:
Nikolaj Savicky (Hg.), Umeni paroplavby po rece Vltave, Prag 2015, S. 208 (“Parnik u mostu”).

Gutachten von Zora Grohmanová, Prag, 14. April 2021 liegt vor.

Jakub Schikaneder wurde im Alter von nur 15 Jahren an der Prager Akademie aufgenommen und obwohl er zusammen mit seinen Altersgenossen Mikoláš Aleš, Emanuel Krescenec Liška und František Ženíšek zu den Repräsentanten der Generation des Nationaltheaters gehört, an dessen Ausschmückung Schikaneder auch beteiligt war, ist sein künstlerisches Schaffen für uns heute vor allem eine Verbindungsbrücke zwischen der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Seine frühen Arbeiten fesseln mitunter durch ihre geradezu unerbittliche Rohheit der Verarbeitung und des Themas. Seine melancholische Prager Nocturna wurde oft zu einem unerreichbaren Traum von Kunstsammlern. Eine dieser geschätzten Nachtansichten ist das angebotene Gemälde mit Ansicht eines Dampfers auf der Moldau an der Palacký-Brücke. Heute kennen wir mehrere Arbeiten, mit denen sich das angebotene Gemälde vergleichen ließe. Ihre Entstehung datieren wir in etwa in die Jahre 1910 bis 1920. Einerseits handelt es sich hierbei um Bilder mit städtischer Thematik, die die Prager Uferpromenaden festhalten, was auch bei dem Gemälde Šítka-Mühlen (Privatsammlung) der Fall ist, sowie um die diesem ähnelnden Kompositionen Am Ufer (Nationalgalerie Prag, Inv.-Nr. O 5365) und Abendliche Stimmung unter dem Vyšehrad (Gebietsgalerie Vysočiny in Jihlava, Inv.-Nr. O 624). Aber es sind dies auch Bilder mit anderen Landschaftsmotiven, in denen ein Fluss, beziehungsweise Wasser als Naturgewalt, das am Ende der Schaffenszeit des Künstlers zum Hauptthema seiner Bilder wurde, die wichtigste Rolle spielte. Das ist der Fall bei den Gemälden Fluss bei Tagesanbruch (Privatsammlung) und Flusstal (Galerie der bildenden Künste in Cheb, Inv.-Nr. O 1036). Im Katalog der letzten großen Retrospektive des Malers, die 2012 in der Wallenstein-Reitschule stattfand, finden wir zudem auch die Studienzeichnung eines Moldaudampfers, die als Vorbereitungsstudie zu dem angebotenen Gemälde betrachtet werden darf.

Dr. Michal Simek

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at

07.06.2021 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 226.500,-
Schätzwert:
EUR 180.000,- bis EUR 240.000,-

Jakub Schikaneder


(Prag 1855–1924)
Prag, Dampfer auf der Moldau vor der Palacky Brücke, um 1910/20, signiert (ligiert) JSchikaneder, Öl auf Leinwand, 84 x 106 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung Tschechische Republik.

Ausgestellt:
Umeni paraplavby po rece Vltava 1865–2015 (The Art of Steam Travel on the River Vltava) 16. Juni–1. November 2015, Prag 2015.

Abgebildet in:
Nikolaj Savicky (Hg.), Umeni paroplavby po rece Vltave, Prag 2015, S. 208 (“Parnik u mostu”).

Gutachten von Zora Grohmanová, Prag, 14. April 2021 liegt vor.

Jakub Schikaneder wurde im Alter von nur 15 Jahren an der Prager Akademie aufgenommen und obwohl er zusammen mit seinen Altersgenossen Mikoláš Aleš, Emanuel Krescenec Liška und František Ženíšek zu den Repräsentanten der Generation des Nationaltheaters gehört, an dessen Ausschmückung Schikaneder auch beteiligt war, ist sein künstlerisches Schaffen für uns heute vor allem eine Verbindungsbrücke zwischen der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Seine frühen Arbeiten fesseln mitunter durch ihre geradezu unerbittliche Rohheit der Verarbeitung und des Themas. Seine melancholische Prager Nocturna wurde oft zu einem unerreichbaren Traum von Kunstsammlern. Eine dieser geschätzten Nachtansichten ist das angebotene Gemälde mit Ansicht eines Dampfers auf der Moldau an der Palacký-Brücke. Heute kennen wir mehrere Arbeiten, mit denen sich das angebotene Gemälde vergleichen ließe. Ihre Entstehung datieren wir in etwa in die Jahre 1910 bis 1920. Einerseits handelt es sich hierbei um Bilder mit städtischer Thematik, die die Prager Uferpromenaden festhalten, was auch bei dem Gemälde Šítka-Mühlen (Privatsammlung) der Fall ist, sowie um die diesem ähnelnden Kompositionen Am Ufer (Nationalgalerie Prag, Inv.-Nr. O 5365) und Abendliche Stimmung unter dem Vyšehrad (Gebietsgalerie Vysočiny in Jihlava, Inv.-Nr. O 624). Aber es sind dies auch Bilder mit anderen Landschaftsmotiven, in denen ein Fluss, beziehungsweise Wasser als Naturgewalt, das am Ende der Schaffenszeit des Künstlers zum Hauptthema seiner Bilder wurde, die wichtigste Rolle spielte. Das ist der Fall bei den Gemälden Fluss bei Tagesanbruch (Privatsammlung) und Flusstal (Galerie der bildenden Künste in Cheb, Inv.-Nr. O 1036). Im Katalog der letzten großen Retrospektive des Malers, die 2012 in der Wallenstein-Reitschule stattfand, finden wir zudem auch die Studienzeichnung eines Moldaudampfers, die als Vorbereitungsstudie zu dem angebotenen Gemälde betrachtet werden darf.

Dr. Michal Simek

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 07.06.2021 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 29.05. - 07.06.2021


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.