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Lot Nr. 47


Artemisia Gentileschi


(Rom 1593–1653 Neapel)
Judith mit der Dienerin und dem Haupt des Holofernes,
Öl auf Leinwand, 115 x 116,4 cm, gerahmt

Provenienz:
(vermutlich) Privatsammlung, Lombardei;
europäische Privatsammlung, seit den frühen 1980er-Jahren

Vermutliche Literatur:
G. Papi, in: Artemisia, Ausstellungskatalog, hg. von R. Contini, G. Papi, Mailand 1991, S. 102, Erwähnung unter Kat.-Nr. 4, ohne Abb. (vermutlich eine Kopie, eingeschätzt auf Grundlage einer Fotografie);
R. Ward Bissell, Artemisia Gentileschi and the Authority of Art, University Park Pennsylvania 1999, S. 324, Erwähnung unter Kat.-Nr. X-15, ohne Abb. (vermutlich eine Kopie)

Das vorliegende Gemälde ist in der Fototeca Zeri unter Nr. 46682 registriert (als Artemisia Gentileschi zugeschrieben).

Wir danken Riccardo Lattuada, der die Zuschreibung nach Prüfung des vorliegenden Gemäldes im Original bestätigt hat, für seine Hilfe bei dessen Katalogisierung.

Außerdem danken wir Pierluigi Carofano, der die Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes unabhängig davon und ebenfalls nach Untersuchung des Bildes im Original bestätigt hat, für seine Hilfe bei der Katalogisierung.

Das vorliegende Gemälde steht in Zusammenhang mit dem Bild Judith mit der Dienerin und dem Haupt des Holofernes von Orazio Gentileschi, das sich heute im Wadsworth Atheneum Museum of Art in Hartford, Connecticut, befindet (siehe Abb. 1, Öl auf Leinwand, 136,5 x 159,1 cm). Das Bild in Hartford hat man aufgrund der Tatsache, dass es zum Teil von van Dyck in seinem Italienischen Skizzenbuch festgehalten wurde (folio 115v, British Museum, London) zwischen 1621 und 1624 datiert. Dies legt nahe, dass Orazio das Gemälde während seines Aufenthalts in Genua schuf, wo van Dyck Gelegenheit gehabt hätte, es zu sehen (siehe K. Christiansen, in: Orazio e Artemisia Gentileschi, Ausstellungskatalog, hg. von K. Christiansen, J. W. Mann, Mailand 2001, S. 189, Nr. 40).

Eine Abwandlung des Bildes in Hartford befindet sich in der Pinacoteca Vaticana (siehe Abb. 2, Öl auf Leinwand, 123 x 142 cm); sie wird in der Regel als eigenhändige Version Orazios angesehen (siehe G. Papi in der Literatur, S. 99–102), die möglicherweise gemeinsam mit Werkstattgehilfen unter Heranziehung eines spolvero bzw. Kartons ausgeführt wurde.

Das Bildthema von Judith und Holofernes spielt im Schaffen Artemisias eine wesentliche Rolle: Man kennt die berühmten Gemälde Judith mit der Dienerin im Palazzo Pitti, Florenz (Inv.-Nr. 398) und Judith mit der Dienerin und dem Haupt des Holofernes im Detroit Institute of Arts (Inv.-Nr. 52.253). Auch dort wird Judith wie hier nicht aus dem Bild herausblickend dargestellt, sondern ihr Blick ist seitlich ausgerichtet, als gälte es, den Kontakt mit dem Betrachter zu meiden. Auf dem vorliegenden Gemälde ist der Ausdruck von Judiths Gesicht besonders eindringlich, beinahe scheint sie die Stirn in Falten zu legen, was einen starken Eindruck macht. Es wurde argumentiert, dass Artemisia als Malerin in ihren Frauengestalten und vor allem in Judith befreiende Vorbilder tatkräftiger Frauen vorfand, die die Welt veränderten, anstatt sich aus ihr zurückzuziehen (siehe M. D. Garrard, Artemisia Gentileschi, Princeton 1989, S. 279).

Artemisia berief sich häufig auf Innovationen und Ideen ihres Vaters, doch fügte sie ihnen ihre eigene Interpretation und ihre eigene dramatische Note hinzu, wie etwa hier am Porträt der Dienern Abra und am einzigartigen Ausdruck Judiths zu erkennen. In dem Gemälde hallen Werk und Komposition Orazios nach, aber es hat seinen ganz eigenen Charakter – vor allem in der Darstellung der Protagonistinnen und ihrer deutlich erkennbaren psychologischen Stärke.

Das vorliegende Gemälde wiederholt nahezu exakt die Komposition der beiden Judith-Versionen in Hartford und im Vatikan; auch von den Maßen her ist es vergleichbar. Das Bild in Hartford misst heute 136,5 x 159,1 Zentimeter, doch wurde vermutet, dass es angestückt wurde und ursprünglich etwa 124,5 x 146 Zentimeter groß war, was in etwa dem Bild im Vatikan entspräche (siehe Christiansen 2001, S. 186). Das Vatikan-Bild misst 123 x 142 Zentimeter und mag eine klarere Vorstellung von Orazio Gentileschis Originalkomposition vermitteln. Diese Beobachtungen mögen ein Hinweis sein, dass das vorliegende Gemälde an der unteren und an der rechten Kante verkleinert wurde.

Sowohl Lattuada als auch Carofano datieren das vorliegende Werk gegen Ende der 1630er-Jahre, nach Artemisias Rückkehr aus London und nach dem Tod ihres Vaters. Somit hat Artemisia sein Konzept übernommen, es aber auf ganz persönliche Art und Weise weiterentwickelt. Obwohl sie auf den Kartons und Werkstattvorlagen des Vaters beruht, ist die Komposition um Volumina aufgebaut, bei denen die Helldunkelmalerei mit breit gezogenen Umrisslinien der betreffenden Passagen neu gedacht wurde. Eine ähnliche Maltechnik setzte Artemisia bei ihrer Susanna mit den beiden Alten, heute in der Pinacoteca Nazionale in Bologna, und der Allegorie der Malerei in der Royal Collection in London ein. Im Fall der vorliegenden Komposition verleiht der Einsatz von Licht und Schatten den Figuren eine unvergleichliche Ausdruckskraft, die an die Werke aus Artemisias zweiter römischer Periode erinnert.

Carofano und Lattuada zufolge reiste Orazio mit dem Karton der Komposition von Genua nach Frankreich und dann weiter nach England, wo Artemisia zweifellos Gelegenheit hatte zu verfolgen, wie er bei der Allegorie der Tapferkeit der Deckengestaltung von Marlborough House in London zum Einsatz kam (siehe Ward Bissell in der Literatur, S. 271f., Nr. 41). Während Artemisia mit Orazio gemeinsam an der Deckendekoration im Queen’s House arbeitete, hatte sie Zugang zu den Kartons der erfolgreichsten Kompositionen ihres Vaters, darunter auch zu jenem der Judith, und es ist daher ganz und gar glaubhaft, dass sie diese wertvollen Aufzeichnungen mit sich nahm, als sie nach Italien zurückkehrte. Dass Artemisia die Kartons vor allem während ihrer Reifezeit in Neapel verwendete, beleget die Existenz zahlreicher Fassungen ihrer kommerziell erfolgreichsten und bekanntesten Werke.

Bemerkenswert ist, dass derselbe Karton für die Judith auch für die Junge Frau mit einer Geige im Detroit Institute of Art herangezogen wurde, ebenfalls ein Werk aus Orazios Genueser Periode (siehe Abb. 3).

Der Hauptunterschied zwischen den Versionen in Hartford und im Vatikan zum vorliegenden Gemälde Artemisias besteht im Malstil. Im Fall des vorliegenden Gemäldes ist der Farbauftrag dicker und das Helldunkel betonter und kontrastreicher, was durch die Grundierung erreicht wurde. Der deutlichste Gegensatz hängt mit einer stärkeren Pastosität zusammen, die sich von den kristallinen, beinahe gläsernen Maloberflächen von Orazio Gentileschis letzter Schaffensphase entfernt. Die für das vorliegende Gemälde verwendete Leinwand könnte römischer oder neapolitanischer Herkunft ein.

Das hier besprochene Gemälde wurde mit einer Energie gemalt, die sich von weiteren bekannten Abwandlungen, etwa der einst in der Sammlung Jandolo in Rom befindlichen Judith, die dann bei Sotheby’s in Mailand versteigert wurde (8. Oktober 1993, Lot 197, Öl auf Leinwand, 110 x 137 cm), oder der 1998 in Prato im Kunsthandel aufgetauchten Werkstattfassung (Fototeca Zeri, Nr. 46681, Öl auf Leinwand, 102 x 170,7 cm), unterscheidet. Das vorliegende Gemälde zeichnet sich durch eine bildnerische Intensität aus, mit der das Thema neu interpretiert wird, und die daher die spezifische Identität einer individuellen Hand verrät. Diese lässt eine Qualität erkennen, die weit über der jedes Werkstattkopisten liegt.

Die Existenz besagter Versionen spricht für die Beliebtheit von Orazios innovativer Bildfindung. Das Auftauchen des vorliegenden Gemäldes ist nicht nur deshalb von großem Interesse, weil es den Erfolg einer von Orazio Gentileschis originellsten Kompositionen unter Beweis stellt, sondern auch hinsichtlich der Neuinterpretation seiner Werke durch seine Tochter Artemisia und der Anregungen, die sie im Laufe ihrer langen und überaus erfolgreichen Laufbahn von ihrem Vater bezog.

Experte: Mark MacDonnell Mark MacDonnell
+43 1 515 60 312

oldmasters@dorotheum.com

08.06.2021 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 344.900,-
Schätzwert:
EUR 300.000,- bis EUR 400.000,-

Artemisia Gentileschi


(Rom 1593–1653 Neapel)
Judith mit der Dienerin und dem Haupt des Holofernes,
Öl auf Leinwand, 115 x 116,4 cm, gerahmt

Provenienz:
(vermutlich) Privatsammlung, Lombardei;
europäische Privatsammlung, seit den frühen 1980er-Jahren

Vermutliche Literatur:
G. Papi, in: Artemisia, Ausstellungskatalog, hg. von R. Contini, G. Papi, Mailand 1991, S. 102, Erwähnung unter Kat.-Nr. 4, ohne Abb. (vermutlich eine Kopie, eingeschätzt auf Grundlage einer Fotografie);
R. Ward Bissell, Artemisia Gentileschi and the Authority of Art, University Park Pennsylvania 1999, S. 324, Erwähnung unter Kat.-Nr. X-15, ohne Abb. (vermutlich eine Kopie)

Das vorliegende Gemälde ist in der Fototeca Zeri unter Nr. 46682 registriert (als Artemisia Gentileschi zugeschrieben).

Wir danken Riccardo Lattuada, der die Zuschreibung nach Prüfung des vorliegenden Gemäldes im Original bestätigt hat, für seine Hilfe bei dessen Katalogisierung.

Außerdem danken wir Pierluigi Carofano, der die Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes unabhängig davon und ebenfalls nach Untersuchung des Bildes im Original bestätigt hat, für seine Hilfe bei der Katalogisierung.

Das vorliegende Gemälde steht in Zusammenhang mit dem Bild Judith mit der Dienerin und dem Haupt des Holofernes von Orazio Gentileschi, das sich heute im Wadsworth Atheneum Museum of Art in Hartford, Connecticut, befindet (siehe Abb. 1, Öl auf Leinwand, 136,5 x 159,1 cm). Das Bild in Hartford hat man aufgrund der Tatsache, dass es zum Teil von van Dyck in seinem Italienischen Skizzenbuch festgehalten wurde (folio 115v, British Museum, London) zwischen 1621 und 1624 datiert. Dies legt nahe, dass Orazio das Gemälde während seines Aufenthalts in Genua schuf, wo van Dyck Gelegenheit gehabt hätte, es zu sehen (siehe K. Christiansen, in: Orazio e Artemisia Gentileschi, Ausstellungskatalog, hg. von K. Christiansen, J. W. Mann, Mailand 2001, S. 189, Nr. 40).

Eine Abwandlung des Bildes in Hartford befindet sich in der Pinacoteca Vaticana (siehe Abb. 2, Öl auf Leinwand, 123 x 142 cm); sie wird in der Regel als eigenhändige Version Orazios angesehen (siehe G. Papi in der Literatur, S. 99–102), die möglicherweise gemeinsam mit Werkstattgehilfen unter Heranziehung eines spolvero bzw. Kartons ausgeführt wurde.

Das Bildthema von Judith und Holofernes spielt im Schaffen Artemisias eine wesentliche Rolle: Man kennt die berühmten Gemälde Judith mit der Dienerin im Palazzo Pitti, Florenz (Inv.-Nr. 398) und Judith mit der Dienerin und dem Haupt des Holofernes im Detroit Institute of Arts (Inv.-Nr. 52.253). Auch dort wird Judith wie hier nicht aus dem Bild herausblickend dargestellt, sondern ihr Blick ist seitlich ausgerichtet, als gälte es, den Kontakt mit dem Betrachter zu meiden. Auf dem vorliegenden Gemälde ist der Ausdruck von Judiths Gesicht besonders eindringlich, beinahe scheint sie die Stirn in Falten zu legen, was einen starken Eindruck macht. Es wurde argumentiert, dass Artemisia als Malerin in ihren Frauengestalten und vor allem in Judith befreiende Vorbilder tatkräftiger Frauen vorfand, die die Welt veränderten, anstatt sich aus ihr zurückzuziehen (siehe M. D. Garrard, Artemisia Gentileschi, Princeton 1989, S. 279).

Artemisia berief sich häufig auf Innovationen und Ideen ihres Vaters, doch fügte sie ihnen ihre eigene Interpretation und ihre eigene dramatische Note hinzu, wie etwa hier am Porträt der Dienern Abra und am einzigartigen Ausdruck Judiths zu erkennen. In dem Gemälde hallen Werk und Komposition Orazios nach, aber es hat seinen ganz eigenen Charakter – vor allem in der Darstellung der Protagonistinnen und ihrer deutlich erkennbaren psychologischen Stärke.

Das vorliegende Gemälde wiederholt nahezu exakt die Komposition der beiden Judith-Versionen in Hartford und im Vatikan; auch von den Maßen her ist es vergleichbar. Das Bild in Hartford misst heute 136,5 x 159,1 Zentimeter, doch wurde vermutet, dass es angestückt wurde und ursprünglich etwa 124,5 x 146 Zentimeter groß war, was in etwa dem Bild im Vatikan entspräche (siehe Christiansen 2001, S. 186). Das Vatikan-Bild misst 123 x 142 Zentimeter und mag eine klarere Vorstellung von Orazio Gentileschis Originalkomposition vermitteln. Diese Beobachtungen mögen ein Hinweis sein, dass das vorliegende Gemälde an der unteren und an der rechten Kante verkleinert wurde.

Sowohl Lattuada als auch Carofano datieren das vorliegende Werk gegen Ende der 1630er-Jahre, nach Artemisias Rückkehr aus London und nach dem Tod ihres Vaters. Somit hat Artemisia sein Konzept übernommen, es aber auf ganz persönliche Art und Weise weiterentwickelt. Obwohl sie auf den Kartons und Werkstattvorlagen des Vaters beruht, ist die Komposition um Volumina aufgebaut, bei denen die Helldunkelmalerei mit breit gezogenen Umrisslinien der betreffenden Passagen neu gedacht wurde. Eine ähnliche Maltechnik setzte Artemisia bei ihrer Susanna mit den beiden Alten, heute in der Pinacoteca Nazionale in Bologna, und der Allegorie der Malerei in der Royal Collection in London ein. Im Fall der vorliegenden Komposition verleiht der Einsatz von Licht und Schatten den Figuren eine unvergleichliche Ausdruckskraft, die an die Werke aus Artemisias zweiter römischer Periode erinnert.

Carofano und Lattuada zufolge reiste Orazio mit dem Karton der Komposition von Genua nach Frankreich und dann weiter nach England, wo Artemisia zweifellos Gelegenheit hatte zu verfolgen, wie er bei der Allegorie der Tapferkeit der Deckengestaltung von Marlborough House in London zum Einsatz kam (siehe Ward Bissell in der Literatur, S. 271f., Nr. 41). Während Artemisia mit Orazio gemeinsam an der Deckendekoration im Queen’s House arbeitete, hatte sie Zugang zu den Kartons der erfolgreichsten Kompositionen ihres Vaters, darunter auch zu jenem der Judith, und es ist daher ganz und gar glaubhaft, dass sie diese wertvollen Aufzeichnungen mit sich nahm, als sie nach Italien zurückkehrte. Dass Artemisia die Kartons vor allem während ihrer Reifezeit in Neapel verwendete, beleget die Existenz zahlreicher Fassungen ihrer kommerziell erfolgreichsten und bekanntesten Werke.

Bemerkenswert ist, dass derselbe Karton für die Judith auch für die Junge Frau mit einer Geige im Detroit Institute of Art herangezogen wurde, ebenfalls ein Werk aus Orazios Genueser Periode (siehe Abb. 3).

Der Hauptunterschied zwischen den Versionen in Hartford und im Vatikan zum vorliegenden Gemälde Artemisias besteht im Malstil. Im Fall des vorliegenden Gemäldes ist der Farbauftrag dicker und das Helldunkel betonter und kontrastreicher, was durch die Grundierung erreicht wurde. Der deutlichste Gegensatz hängt mit einer stärkeren Pastosität zusammen, die sich von den kristallinen, beinahe gläsernen Maloberflächen von Orazio Gentileschis letzter Schaffensphase entfernt. Die für das vorliegende Gemälde verwendete Leinwand könnte römischer oder neapolitanischer Herkunft ein.

Das hier besprochene Gemälde wurde mit einer Energie gemalt, die sich von weiteren bekannten Abwandlungen, etwa der einst in der Sammlung Jandolo in Rom befindlichen Judith, die dann bei Sotheby’s in Mailand versteigert wurde (8. Oktober 1993, Lot 197, Öl auf Leinwand, 110 x 137 cm), oder der 1998 in Prato im Kunsthandel aufgetauchten Werkstattfassung (Fototeca Zeri, Nr. 46681, Öl auf Leinwand, 102 x 170,7 cm), unterscheidet. Das vorliegende Gemälde zeichnet sich durch eine bildnerische Intensität aus, mit der das Thema neu interpretiert wird, und die daher die spezifische Identität einer individuellen Hand verrät. Diese lässt eine Qualität erkennen, die weit über der jedes Werkstattkopisten liegt.

Die Existenz besagter Versionen spricht für die Beliebtheit von Orazios innovativer Bildfindung. Das Auftauchen des vorliegenden Gemäldes ist nicht nur deshalb von großem Interesse, weil es den Erfolg einer von Orazio Gentileschis originellsten Kompositionen unter Beweis stellt, sondern auch hinsichtlich der Neuinterpretation seiner Werke durch seine Tochter Artemisia und der Anregungen, die sie im Laufe ihrer langen und überaus erfolgreichen Laufbahn von ihrem Vater bezog.

Experte: Mark MacDonnell Mark MacDonnell
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oldmasters@dorotheum.com


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
old.masters@dorotheum.at

+43 1 515 60 403
Auktion: Alte Meister I
Datum: 08.06.2021 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 29.05. - 08.06.2021


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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