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Lot Nr. 48


Domenico Fiasella


(Sarzana 1589–1669 Genua)
Die Verspottung Christi,
Öl auf Leinwand, 143 x 136 cm, gerahmt

Provenienz:
Auktion, Tajan, Paris, 22. Juni 1999, Lot 35 (als Trophime Bigot zugeschrieben);
Kunsthandel, Genua, 2002;
dort erworben durch den jetzigen Besitzer

Literatur:

A. Gesino, M. Romanengo, Excursus fra luce e ombra dell’attività giovanile e prima maturità di Domenico Fiasella, in: Studi di storia dell’arte, 18, 2007, S. 126, Abb. S. 131, Abb. 57 (als Domenico Fiasella);
A. Orlando, Il caravaggismo Genovese: Strozzi, Fiasella, Borzone, Assereto, Orazio de Ferrari e altre comparse, in: Caravaggio e i Genovesi: committenti, collezionisti, pittori, Ausstellungskatalog, hg. von A. Orlando, Genua 2019, S. 225, Abb. 23 (als Domenico Fiasella)

Diese Darstellung dieser in den Evangelien berichteten Begebenheit ist mit eindrucksvollem Realismus und großer Emotionalität wiedergegeben. Domenico Fiasella zeigt seine Gabe, den Bologneser Klassizismus mit den von Caravaggio (1571–1610) eingeführten Neuerungen in der Lichtführung zu verbinden, welche von der ersten Generation der Caravaggisten weiterentwickelt wurden.

Domenico Fiasellas reiches kulturelle Erbe zeigt sich in der meisterlichen Wiedergabe von Oberflächentexturen – am beispielhaftesten im hellroten Mantel Christi und den Faltenwürfen des Hemdes einer der Wachen zum Ausdruck kommend – sowie in der dunklen, unheilvollen Bildkulisse, die nur von Kerzenlicht erleuchtet wird. Sein Werk ist an der stilistischen Wegkreuzung zwischen den fortschrittlichsten Entwicklungen der ersten und zweiten Generation von Caravaggisten wie Orazio und Artemisia Gentileschi einerseits und den Genueser Figurenmalern des frühen 17. Jahrhunderts andererseits anzusiedeln.

Orlando zufolge (siehe Literatur) mag das vorliegende Gemälde in Rom oder nach Fiasellas Rückkehr nach Genua entstanden sein. Jedenfalls hielt der Künstler noch lange nach seinem Weggang aus Rom an der Bildsprache der Caravaggisten fest. Hinsichtlich Stilistik, nächtlicher Bildkulisse und Gesamtkomposition ist das vorliegende Gemälde mit Fiasellas Judith mit dem Haupt des Holofernes in den Musei Civici in Novara vergleichbar.

Experte: Mark MacDonnell Mark MacDonnell
+43 1 515 60 312

oldmasters@dorotheum.com

08.06.2021 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 75.300,-
Schätzwert:
EUR 60.000,- bis EUR 80.000,-

Domenico Fiasella


(Sarzana 1589–1669 Genua)
Die Verspottung Christi,
Öl auf Leinwand, 143 x 136 cm, gerahmt

Provenienz:
Auktion, Tajan, Paris, 22. Juni 1999, Lot 35 (als Trophime Bigot zugeschrieben);
Kunsthandel, Genua, 2002;
dort erworben durch den jetzigen Besitzer

Literatur:

A. Gesino, M. Romanengo, Excursus fra luce e ombra dell’attività giovanile e prima maturità di Domenico Fiasella, in: Studi di storia dell’arte, 18, 2007, S. 126, Abb. S. 131, Abb. 57 (als Domenico Fiasella);
A. Orlando, Il caravaggismo Genovese: Strozzi, Fiasella, Borzone, Assereto, Orazio de Ferrari e altre comparse, in: Caravaggio e i Genovesi: committenti, collezionisti, pittori, Ausstellungskatalog, hg. von A. Orlando, Genua 2019, S. 225, Abb. 23 (als Domenico Fiasella)

Diese Darstellung dieser in den Evangelien berichteten Begebenheit ist mit eindrucksvollem Realismus und großer Emotionalität wiedergegeben. Domenico Fiasella zeigt seine Gabe, den Bologneser Klassizismus mit den von Caravaggio (1571–1610) eingeführten Neuerungen in der Lichtführung zu verbinden, welche von der ersten Generation der Caravaggisten weiterentwickelt wurden.

Domenico Fiasellas reiches kulturelle Erbe zeigt sich in der meisterlichen Wiedergabe von Oberflächentexturen – am beispielhaftesten im hellroten Mantel Christi und den Faltenwürfen des Hemdes einer der Wachen zum Ausdruck kommend – sowie in der dunklen, unheilvollen Bildkulisse, die nur von Kerzenlicht erleuchtet wird. Sein Werk ist an der stilistischen Wegkreuzung zwischen den fortschrittlichsten Entwicklungen der ersten und zweiten Generation von Caravaggisten wie Orazio und Artemisia Gentileschi einerseits und den Genueser Figurenmalern des frühen 17. Jahrhunderts andererseits anzusiedeln.

Orlando zufolge (siehe Literatur) mag das vorliegende Gemälde in Rom oder nach Fiasellas Rückkehr nach Genua entstanden sein. Jedenfalls hielt der Künstler noch lange nach seinem Weggang aus Rom an der Bildsprache der Caravaggisten fest. Hinsichtlich Stilistik, nächtlicher Bildkulisse und Gesamtkomposition ist das vorliegende Gemälde mit Fiasellas Judith mit dem Haupt des Holofernes in den Musei Civici in Novara vergleichbar.

Experte: Mark MacDonnell Mark MacDonnell
+43 1 515 60 312

oldmasters@dorotheum.com


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
old.masters@dorotheum.at

+43 1 515 60 403
Auktion: Alte Meister I
Datum: 08.06.2021 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 29.05. - 08.06.2021


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.