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Lot Nr. 59


Adriaen van Stalbemt


(Antwerpen 1580–1662)
Triumph der Venus,
Öl auf Kupfer, oval, 37 x 54 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Frankreich, bis 2020

Die vorliegende abwechslungsreiche und dekorative Komposition Adriaen van Stalbemts ist typisch für den erfindungsreichen klassizierenden Stil, den der Meister Mitte der 1620er-Jahre pflegte. Die Gangart der tänzelnden Satyrn, die wirbelnden Gewänder der Göttinnen und Nymphen und das Figurenzitat des Herkules mit dem Fell des Nemeischen Löwen auf seinem Haupt knüpfen an seine anderen Werke an, etwa an die Protektoren des jungen Künstlers im Szépművészeti Múzeum, Budapest (Öl auf Holz, 27,5 x 50,6 cm, Inv.-Nr. 9838).

Klaus Ertz stimmt mit Ursula Härting überein (siehe K. Ertz, Adriaen van Stalbemt, Lingen 2018, Kat.-Nr. 153, S. 322), dass der Figurenstil dieser Periode Stalbemts stark auf dem Vorbild Hendrick van Balens (1575–1632) beruht. Das Ovalformat des vorliegenden Werks kehrt bei einem weiteren Triumphmotiv Stalbemts mit einer ähnlich belebten Umsetzung eines antiken Themas wieder, nämlich einer Allegorie des Triumphs Amors (siehe Tajan, Paris, 12. Juni 1995, Lot 106, Öl auf Kupfer, 34 x 49,5 cm).

Cornelis de Bie berichtet über Adriaen van Stalbemt in Het Gulden Cabinet, einem 1661 in Antwerpen erschienen Werk, dass der Künstler 1580 in der Stadt geboren wurde. Doch die protestantische Familie wurde nach dem Sturz der calvinistischen Bastion durch die Truppen Parmas 1585 ins Exil gezwungen. Der Künstler wurde daher wahrscheinlich unter den Malern von Middelburg ausgebildet. 1609 kehrte van Stalbemt nach Antwerpen zurück, und im Jahr danach wurde er in die Lukasgilde aufgenommen. 1617 wurde er zum Dekan der Gilde gewählt. Neben seiner Tätigkeit als Landschaftsmaler für mehrere Antwerpener Meister – was von seinem Ruhm zeugt, den er flussauf, flussab der Schelde genoss – wurde er vom Kunsthändler Peter Goetkint II. mit der Ausführung kleiner Kupfertafeln zur Ausschmückung von Kabinetten beauftragt. 1633 verbrachte er auf Einladung von König Karl I. zehn Monate in England. Seine Ansichten von Greenwich mit Porträts von Karl I. und Königin Henrietta Maria befinden sich nach wie vor in der British Royal Collection.

Experte: Damian Brenninkmeyer Damian Brenninkmeyer
+43 1 515 60 312

oldmasters@dorotheum.com

08.06.2021 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 35.300,-
Schätzwert:
EUR 30.000,- bis EUR 50.000,-

Adriaen van Stalbemt


(Antwerpen 1580–1662)
Triumph der Venus,
Öl auf Kupfer, oval, 37 x 54 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Frankreich, bis 2020

Die vorliegende abwechslungsreiche und dekorative Komposition Adriaen van Stalbemts ist typisch für den erfindungsreichen klassizierenden Stil, den der Meister Mitte der 1620er-Jahre pflegte. Die Gangart der tänzelnden Satyrn, die wirbelnden Gewänder der Göttinnen und Nymphen und das Figurenzitat des Herkules mit dem Fell des Nemeischen Löwen auf seinem Haupt knüpfen an seine anderen Werke an, etwa an die Protektoren des jungen Künstlers im Szépművészeti Múzeum, Budapest (Öl auf Holz, 27,5 x 50,6 cm, Inv.-Nr. 9838).

Klaus Ertz stimmt mit Ursula Härting überein (siehe K. Ertz, Adriaen van Stalbemt, Lingen 2018, Kat.-Nr. 153, S. 322), dass der Figurenstil dieser Periode Stalbemts stark auf dem Vorbild Hendrick van Balens (1575–1632) beruht. Das Ovalformat des vorliegenden Werks kehrt bei einem weiteren Triumphmotiv Stalbemts mit einer ähnlich belebten Umsetzung eines antiken Themas wieder, nämlich einer Allegorie des Triumphs Amors (siehe Tajan, Paris, 12. Juni 1995, Lot 106, Öl auf Kupfer, 34 x 49,5 cm).

Cornelis de Bie berichtet über Adriaen van Stalbemt in Het Gulden Cabinet, einem 1661 in Antwerpen erschienen Werk, dass der Künstler 1580 in der Stadt geboren wurde. Doch die protestantische Familie wurde nach dem Sturz der calvinistischen Bastion durch die Truppen Parmas 1585 ins Exil gezwungen. Der Künstler wurde daher wahrscheinlich unter den Malern von Middelburg ausgebildet. 1609 kehrte van Stalbemt nach Antwerpen zurück, und im Jahr danach wurde er in die Lukasgilde aufgenommen. 1617 wurde er zum Dekan der Gilde gewählt. Neben seiner Tätigkeit als Landschaftsmaler für mehrere Antwerpener Meister – was von seinem Ruhm zeugt, den er flussauf, flussab der Schelde genoss – wurde er vom Kunsthändler Peter Goetkint II. mit der Ausführung kleiner Kupfertafeln zur Ausschmückung von Kabinetten beauftragt. 1633 verbrachte er auf Einladung von König Karl I. zehn Monate in England. Seine Ansichten von Greenwich mit Porträts von Karl I. und Königin Henrietta Maria befinden sich nach wie vor in der British Royal Collection.

Experte: Damian Brenninkmeyer Damian Brenninkmeyer
+43 1 515 60 312

oldmasters@dorotheum.com


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
old.masters@dorotheum.at

+43 1 515 60 403
Auktion: Alte Meister I
Datum: 08.06.2021 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 29.05. - 08.06.2021


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.