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Lot Nr. 58 -


Emil Nolde *


(Nolde, Schleswig 1867–1956 Seebüll)
Rote Blumen und eine blaue Hyazinthe, 1952/1955, signiert Nolde, Aquarell auf Japan, 34,5 x 46,5 cm, gerahmt

Fotozertifikat:
Prof. Dr. Martin Urban, Seebüll, 24. März 1998

Provenienz:
Galerie Orangerie-Reinz, Köln
Privatsammlung, Schweiz – dort erworben

Emil Nolde wuchs gemeinsam mit vier Geschwistern in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Schleswig-Holstein auf. Als Hans Emil Hansen geboren, nannte er sich mit Beginn seiner künstlerischen Karriere nach seiner Heimatstadt Nolde. Dieser Ort und auch die umliegenden Gebiete dienten Emil Nolde viele Jahre lang als Inspirationsquelle für seine Malerei. Über Jahrzehnte hinweg malte er dort und an seinen späteren Wohnsitzen verschiedenste bunte Pflanzen und Blüten.
„Es sind meistens wieder die kleinen Blumengärten, die ich malte. Ich hab sie so gerne, diese hellen und freudig leuchtenden Farben. Es sind stille, schöne Stunden, wenn man am friedlichen Sommertage zwischen den duftenden und blühenden Blumen geht und dasitzt. Von dieser Schönheit möchte ich so gern, daß meine Bilder etwas geben. Ich selbst habe ja vor den Bildern diese Empfindung.“ (Martin Urban, Emil Nolde - Blumen und Tiere. Aquarelle und Zeichnungen, Köln 1980, S. 7)
Emil Nolde suchte sich seine ersten Blumenmotive im elterlichen Garten und versuchte dort die übermäßige Pracht der Pflanzen zunächst in Ölfarbe einzufangen. Ab 1908 verwendete er dann die Technik der Aquarell Malerei. Insbesondere durch diese Maltechnik gelang es Nolde die intensiven und kontrastreichen Farbtöne der Pflanzen auf Papier zu übertragen. Die Verwendung des Japan Papiers ab 1912 begründete schließlich seine eigene Technik innerhalb der Aquarellmalerei. So erzeugte die Nass-in-Nass-Technik ein Ineinanderlaufen der Farben, welches bewusst als Gestaltungsmittel gewählt wurde. Im Garten stehen Pflanzen dicht an dicht, bewegen sich im Wind und ihre Blüten überlagern und verdecken sich. Die Symbiose der Farben in der Nass-in-Nass Malerei kann diesen Zustand einfangen und eine gewisse Dynamik illustrieren. Noldes gewählte Farbenpracht erzeugt eine Anziehungskraft, die er selbst bei seinen zahlreichen Blumenstillleben und Gartenbilder verspürte, wodurch ihn das Motiv in seiner gesamten künstlerischen Karriere kontinuierlich begleitete.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de

22.06.2021 - 16:00

Schätzwert:
EUR 80.000,- bis EUR 100.000,-

Emil Nolde *


(Nolde, Schleswig 1867–1956 Seebüll)
Rote Blumen und eine blaue Hyazinthe, 1952/1955, signiert Nolde, Aquarell auf Japan, 34,5 x 46,5 cm, gerahmt

Fotozertifikat:
Prof. Dr. Martin Urban, Seebüll, 24. März 1998

Provenienz:
Galerie Orangerie-Reinz, Köln
Privatsammlung, Schweiz – dort erworben

Emil Nolde wuchs gemeinsam mit vier Geschwistern in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Schleswig-Holstein auf. Als Hans Emil Hansen geboren, nannte er sich mit Beginn seiner künstlerischen Karriere nach seiner Heimatstadt Nolde. Dieser Ort und auch die umliegenden Gebiete dienten Emil Nolde viele Jahre lang als Inspirationsquelle für seine Malerei. Über Jahrzehnte hinweg malte er dort und an seinen späteren Wohnsitzen verschiedenste bunte Pflanzen und Blüten.
„Es sind meistens wieder die kleinen Blumengärten, die ich malte. Ich hab sie so gerne, diese hellen und freudig leuchtenden Farben. Es sind stille, schöne Stunden, wenn man am friedlichen Sommertage zwischen den duftenden und blühenden Blumen geht und dasitzt. Von dieser Schönheit möchte ich so gern, daß meine Bilder etwas geben. Ich selbst habe ja vor den Bildern diese Empfindung.“ (Martin Urban, Emil Nolde - Blumen und Tiere. Aquarelle und Zeichnungen, Köln 1980, S. 7)
Emil Nolde suchte sich seine ersten Blumenmotive im elterlichen Garten und versuchte dort die übermäßige Pracht der Pflanzen zunächst in Ölfarbe einzufangen. Ab 1908 verwendete er dann die Technik der Aquarell Malerei. Insbesondere durch diese Maltechnik gelang es Nolde die intensiven und kontrastreichen Farbtöne der Pflanzen auf Papier zu übertragen. Die Verwendung des Japan Papiers ab 1912 begründete schließlich seine eigene Technik innerhalb der Aquarellmalerei. So erzeugte die Nass-in-Nass-Technik ein Ineinanderlaufen der Farben, welches bewusst als Gestaltungsmittel gewählt wurde. Im Garten stehen Pflanzen dicht an dicht, bewegen sich im Wind und ihre Blüten überlagern und verdecken sich. Die Symbiose der Farben in der Nass-in-Nass Malerei kann diesen Zustand einfangen und eine gewisse Dynamik illustrieren. Noldes gewählte Farbenpracht erzeugt eine Anziehungskraft, die er selbst bei seinen zahlreichen Blumenstillleben und Gartenbilder verspürte, wodurch ihn das Motiv in seiner gesamten künstlerischen Karriere kontinuierlich begleitete.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Moderne
Datum: 22.06.2021 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 17.06. - 22.06.2021