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ASIATISCHE WINTERREISE

Am 3. Dezember wird man im Dorotheum in den Fernen Osten entführt


Weit weg wünscht man sich im kalten, grauen November, nur wohin? China? Indien? Tibet? Japan?

Die „Asiatische Kunst“-Auktion des Wiener Dorotheum lädt am Mittwoch, den 3. Dezember um 14 Uhr mit einer Vielzahl von Antiquitäten und Kunstwerken aus dem asiatischen Raum zu einer Reise in den Fernen Osten ein.

Golden weihnachtlich, aber dennoch fremd und exotisch erscheint die mit Blütenranken verzierte, dunkelblau und türkisgrundige Email-Champlevé-Jardiniere aus dem 18. Jahrhundert. In vergoldetem Relief sind beidseitig je zwei Drachen dargestellt, die in den Wolken schwebend eine flammende Perle jagen (Los 18, Schätzwert € 10.000 – 14.000).

In einen chinesischen Palastgarten versetzt uns der fein bemalte Deckel einer großen Kanton-Email-Dose (Los 54): Friedlich liegen der Palast und ein Pavillon an einem mit Bäumen gesäumten Fluss, über eine Brücke reitet Besuch, in der Ferne Bauernhäuser und eine Pagode. Den geschweiften Rand zieren die Acht buddhistischen Glückssymbole und Blüten auf dunkelblauem Grund. Ursprünglich wurde die aus dem 18. Jahrhundert stammende Dose wohl für Konfekt verwendet, ihr Schätzwert liegt bei 4.000 bis 6.000 Euro.

Hat man sich entschieden „in Asien“ zu bleiben, liegt es auch nahe, heißen Tee zu trinken, serviert in kuriosen Zisha-Kannen. Wundersam gestaltet in Form eines Chinakohls, eines Baumstumpfes oder einer Lotusfrucht. Mit Schnecken, Ästen oder Fröschen als Knauf und Henkel dekoriert, bieten die fremdartig geformten Teekannen sicherlich viel Gesprächsstoff (je Paar € 600 – 900; € 500 – 700; € 600 – 900).

Auch Vasen, klassische Weihnachtsgeschenke, finden sich in zahlreichen Varianten unter den Losen der Auktion. Sei es eine blaue Vase mit weißem Blumen- und Vogeldekor aus der Qianlong-Periode Chinas, (Los 73, € 4.000 – 6.000) oder eine „Famille rose“-Vase der Daoguang-Periode mit Seladongrund und Bronze-doré-Montierung, farbig und golden bemalt mit Drachen, Schmetterlingen, Blumen und Früchten (Los 78,€ 8.000 – 12.000). Auch der weiße Schlickerdekor des seladongrundigen Vasenpaares aus der späten Qing-Dynastie in Form von Päonien, Chrysanthemen, Lotos- und Pflaumenblüten, Schmetterlingen und Fledermäusen lässt an das ferne Asien denken (Los 91, € 6.000 – 8.000).

Ein kleines Meisterwerk japanischer Bronzeplastik stellt die modern anmutende Darstellung eines Böttchers, signiert: Ikkô, aus der Meiji-Periode dar. Entspannt blickt der Handwerker durch seinen kreisrunden, unvollendeten Bottich, wohl dem darauf sitzenden Vogel lauschend. (Los 117, € 2.500 – 3.500).

Zu einem ungewöhnlichen Abschluss kommt die weihnachtliche Asienreise mit einem seltenen Lackrelief im Stil niederländischer Genreszenen des 17. Jahrhunderts. Ein chinesisches Paar genießt den Abend in einem europäisch anmutenden Zimmer mit schwarz-weiß gekacheltem Boden, gestreifter Tapete und niederländischem Landschaftsgemälde. Die im chinesischen Stil gezeigten Möbel mit chinesischen Utensilien darauf wie auch die beschnitzten Specksteineinlangen und die chinesische Lacktechnik machen jedoch deutlich, dass es sich um eine chinesische Arbeit des 18./19. Jahrhunderts handelt (Los 22, € 4.000 – 6.000).

ASIATISCHE KUNST
Auktion
Mittwoch, 3. Dezember 2014, 14 Uhr
Besichtigung ab 27. November 2014
Ort Palais Dorotheum, Wien 1, Dorotheergasse 17
Expertin Mag. Angelika Borchert, Tel +43-1-515 60-641, angelika.borchert@dorotheum.at


Bildmaterial:

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