Sie nutzen einen veralteten Browser!

Um unsere Website voll funktionsfähig nutzen zu können, sollten Sie eine aktuelle Browserversion installieren. Eine Auflistung von empfohlenen Browserversionen finden Sie gleich hier.



Der Schein trügt nicht

13. - 17. Mai: Dorotheum-Auktionswoche mit Klassischer Moderne, Zeitgenössischer Kunst, Design, Jugendstil, Silber, Juwelen, sowie Armband- und Taschenuhren


Hommagen an strenge geometrische Formen? Kniefälle vor amorphen Kunstgebilden? Huldigungen an die geschwungene Linie? Alles möglich bei der Auktionswoche des Dorotheum. Eine Bildversion von „Homage to the Square“ von Josef Albers, der Polyester-Sessel von Tom Dixon und die Keramikfigur „Daphne“ von Dagobert Peche umreißen nicht nur das optische Spektrum, das vom 13. bis 17. Mai bei den Auktionen im Dorotheum offeriert wird. Klassische Moderne, Zeitgenössische Kunst, Design, Jugendstil, Silber, Juwelen, sowie Armband- und Taschenuhren stehen auf dem Programm.

Auktionswoche 13. bis 17. Mai 2013
Jugendstil und angewandte Kunst des 20. Jhs
Montag, 13. Mai 2013, 17 Uhr
Silber 
Dienstag, 14. Mai 2013, 13 Uhr
Design 
Dienstag, 14. Mai 2013, 18 Uhr
Juwelen 
Mittwoch, 15. Mai 2013, 14 Uhr
Klassische Moderne 
Mittwoch, 15. Mai 2013, 18 Uhr
Zeitgenössische Kunst 
Donnerstag, 16. Mai 2013, 18 Uhr
Armband- und Taschenuhren 
Freitag, 17. Mai 2013, 16 Uhr

Besichtigung:
ab Samstag, 4. Mai 2013

Ort:
Palais Dorotheum, Wien 1, Dorotheergasse 17

Presse:
Mag. Doris Krumpl, Tel. +43-1-515 60-406, doris.krumpl@dorotheum.at

 

 

UNVERSCHÄMT GUT
Zeitgenössische Kunst Auktion 16. Mai 2013 

Internationalität heißt nach wie vor das Zauberwort bei der Zeitgenössischen Kunst. Stark vertreten sind hier die von Null (Zero) gestarteten Modernisten der 1960er-Jahre aus Deutschland und Italien. Alberto Burris „Bianco Nero“ (€ 100.000 - 150.000) zählt hier ebenso dazu wie Enrico Castellanis „Superficie nera“(€ 800.000 - 120.000), aber auch Günther Ueckers dichtes Nagelbild „Feldschlacht“ (1982, € 80.000 - 100.000), sowie eine Leinwand von Otto Piene. Ebenfalls aus den 1960er-Jahren stammt Josef Albers grün-graue Version aus der berühmten Serie  „Homage to the Square“, namens „Spring In“. In dieser Serie verwendet er industrielle Farben, schachtelt mehrere Quadrate ineinander. Die selbe Farbe wirkt je nach Umgebung unterschiedlich und begründet Albers‘ These der subjektiven optischen Wahrnehmung: „Nur der Schein trügt nicht“. Der in Deutschlands Bauhaus geschulte und 1933 in die USA emigrierte Künstler gilt als Wegbereiter der Hard Edge Malerei und der Op Art (€ 160.000 - 220.000).

Ein dreidimensionaler Wal aus der Serie Moby Dick von US-Star Frank Stella, Pionier der Farbfeld- und Hard Edge Malerei, geht als explosive Skulptur im Dorotheum an Land (€ 200.000 - 250.000). „Miss Polka Dot“ Yayoi Kusama stattet ihr Kürbis-Objekt vom 40 Zentimeter Durchmesser naturgemäß mit ihren typischen Punkten aus (€ 70.000 - 100.000). Unverschämt gute, zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit oszillierende Malerei und einen unge-wöhnlicher Bildausschnitt vereint Mathias Weischer, der den Betrachter ins „Bad“ (2002), namentlich in die Dusche, führt. Das Bild des Protagonisten der Neuen Leipziger Schule wird mit  60.000 bis 80.000 Euro bewertet. Subversiver Witz liegt im Multiple „Corpo d’Aria“ (Luft-Körper) von Piero Manzoni, der auch Künstler-Atem in Luftballons und Künstler-Exkrement in Dosen auflegte. Bei seinem im Dorotheum angebotenen Objekt befindet sich in einer Holzschachtel ein Gummiluftballon, den man bei Bedarf aufblasen und auf einen Metallfuß platzieren kann.

Die Bandbreite der österreichischen Kunst reicht von der ornamentalen Buntheit des frühen Friedensreich Hundertwasser („Das Postschiff kommt“, 1960, € 130.000 - 160.000), über Gottfried Helnweins bösem Mickey Mouse-Portrait bis zu Arbeiten von Erwin Wurm, Franz West und Heimo Zobernig.

 

HIMMELSABENTEUER
Klassische Moderne Auktion 15. Mai 2013 

Aus den 30er Jahren stammt das Bild „Composition au fond jaune“ von Fernand Léger. Es ist eines der Toplose der Auktion Klassische Moderne am 15. Mai 2013. Das Dorotheum versteigerte bereits sehr erfolgreich einige Bilder von Giorgio Morandi, Meister der poetischen Stillleben und der reduziert-abstrakten Landschaften. In der Mai-Auktion finden sich zwei Werke des Künstlers. Eine „Natura Morta“, bestehend aus einer Schüssel und Vasen (um 1948, € 250.000 - 300.000), sowie einer Landschaft (€ 300.000 - 400.000).

Das atmosphärische Nolde-Aquarell „Herbstabend“ (€ 80.000 - 120.000), Max Liebermanns mit höchst lockerem, freien Strich gemalte „Biergarten - Restaurationsgarten“ (€ 160.000 - 200.000) oder auch Giorgio de Chiricos antikisierendes Pferdepaar von 1965 (€ 110.000 - 160.000), und das aus der metaphysischen Phase stammende „Portrait von Raissa“ (€ 150.000 - 200.000) sind Höhepunkte der internationalen Offerte. Gino Severinis „Le Crabe e le pot orange“ ist mit 45.000 bis 65.000 Euro eingeschätzt. 

Sie verspricht auch „Himmelsabenteuer“: Unter dem Stichwort Aereopittura fallen vier Gemälde/Collagen von italienischen Futuristen (Crali, Di Bosso, Tato, D‘Anna) auf, die Ende der 1920er bis Mitte der 1930er Jahre die Begeisterung für das Fliegen auf Leinwand bannten - Oden an die Technik und die Geschwindigkeit.

Die Moderne aus Österreich ist neben einem mit 200.000 bis 280.000 Euro bezifferten Gebirgsjäger, dem „Kaiserschützen (Dolomitenwacht)“ von Albin Egger-Lienz mit dem expressiven Kleinformat „Trauernde Frauen von Kolo Moser vertreten (€ 32.000 - 42.000). Mit dem von Georg Klimt gefertigten Rahmen wirkt Gustav Klimts 1897/98 entstandenes Farbkreide-Bildnis einer „Dame in verlorenem Profil“ besonders charmant (€ 60.000 - 80.000). Bestens passend zur nahenden Jahreszeit geht Alfons Waldes „Alpensommer“ ins Rennen, ein Bild für alle Jahreszeiten, laut Gert Ammann „die Landschaftsdarstellung schlechthin“ (€ 140.000 - 220.000).

 

SETZEN, BITTE!
Design-Auktion 14. Mai 2013 

Trotz der Vielzahl ausgefallenster als Sitzmöbel deklarierter Objekte - von der vorigen Jahrhundertwende bis hin zu zeitgenössischen Prototypen - gelten viele der bei der Design-Auktion am 14. Mai 2013 offerierten Werke als Kunst - und tatsächlich ist der Grat zwischen Gebrauchsgegenstand und Kunstwerk ein schmaler. Gaetano Pesce verbindet Plastik und Malerei in seinem Pratt-Chair, der in New York 1984 in neun unterschiedlich harten Versionen produziert wurde. Die Nummer 7 im Dorotheum ist auf 12.000 bis 16.000 Euro geschätzt. Wie eine Zeichnung der Fifties mutet der Monofilo-Chair an, entworfen 1955-62 von Luciano Grassi, Sergio Conti und Marisa Forlani (€ 7.500 - 8.500).

Im Wiener Museum für angewandte Kunst aus verformten Kunststoff entstanden ist der grün-gelbe amorphe MAK-Stuhl von Tom Dixon (€ 12.000 - 18.000). Den aus Ungarn stammenden Designer Peter Ghyczy, berühmt durch das aufklappbare DDR-Sitz-Ei, lernt man in der Auktion von einer anderen Seite kennen. Er entwarf in den 1969er-Jahren das Design-Center Lemförde in Deutschland, und daraus stammt ein Sitz-Ensemble aus Sitzbank, zwei Armsesseln und zwei Hockern. Die Gruppe ist eine von vier Prototypen (€ 12.000 - 15.000).

Besonders groß ist diesmal auch die Auswahl an Gläsern, Keramik und Teppichen. Einer der amüsantesten, Ei wie schön: „Sunny Side up“, (2001) von der holländischen Designerin Isabelle Leijn - Ein Teppich wie ein Spiegelei, zwei Dotter sind aufblasbare Sitz-Elemente oder Kopfpolster (€ 3.000 - 4.000).

 

WIEN, ZÜRICH UND PARIS
Jugendstil Auktion 13. Mai 2013

Eine siebenteilige Toilette-Garnitur, entworfen 1905 von Josef Hoffmann für Paul Wittgenstein, ist eines der Top-Objekte der Jugendstil-Auktion am 13. Mai. Das perfekt von der Wiener Werkstätte ausgeführte Ensemble ist mit 50.000 bis 70.000 Euro bewertet. In den vom Künstler Dagobert Peche gestalteten Verkaufsräumen der Züricher Niederlassung der legendären Wiener Werkstätte wiederum befand sich eine Holzskulptur der „Daphne“. Die bis dato unentdeckte Keramik-Fassung jener Skulptur findet sich nun in der Dorotheum-Auktion (€ 40.000 - 60.000). Eine weitere attraktive weibliche Figur, die „Danseuse au cothurne“ in Form einer 60 cm hohen Figurenlampe von Agathon Leonard, wird zwischen 20.000 und 25.000 Euro geschätzt.

 

MANUFAKTUM EST
Silber Auktion 14. Mai 2013

Glanzstück der Silber-Auktion am 14. Mai, die historisches Silber aller berühmten europäischen Manufakturen offeriert, ist eine Silber vergoldete Deckelterrine von Jean Baptiste Odiot aus dem Borghese-Service. Der Schätzwert des in Paris 1798-1809 hergestellten prächtige Tafelgeschirrs beträgt 40.000 bis 60.000 Euro.


Bildmaterial:

Für Ihre redaktionelle Berichterstattung über das Dorotheum stellen wir das Bildmaterial zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Bitte nennen Sie die angeführten Bildunterschriften und Copyrightangaben. Für anderweitige Nutzungszwecke treten Sie bitte mit dem Dorotheum in Kontakt, um mögliche Fragen zu Nutzungs- und Urheberrechten zu klären.