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Fürst Kinskys Nachlass

Auktion von rund 250 Kunst- und Einrichtungsgegenständen aus fürstlicher Provenienz Kinsky am 28. Februar 2012 im Wiener Dorotheum


Von Möbeln und dekorativer Kunst über historisches Glas und Porzellan, Klinkosch-Silber bis hin zu Roben und Reiseutensilien reicht das Angebot: Rund 250 Objekte - aus dem Nachlass von Fürst Kinsky werden am 28. Februar 2012 im Wiener Dorotheum versteigert. Arrangiert wird die Ausstellung der Auktionsobjekte dieser einzigartigen Sammlung vom Interieur-Designer Philip Hohenlohe. Er will in dieser Schaustellung die eleganten Salons der Jahrhundertwende wieder auferstehen lassen und die Exponate in diesem Zusammenhang zeigen.

Franz Ulrich Kinsky von Wchinitz und Tettau (1936 Wien - 2009 Buenos Aires) war Oberhaupt der Familie Kinsky und deren 11. Fürst. Das aus Böhmen stammende Hochadelsgeschlecht gehörte zu den mächtigsten und einflussreichsten Familien des böhmischen Uradels. Er residierte unter anderem im barocken Wiener Innenstadtpalais Kinsky an der Freyung, aus dem das offerierte Interieur stammt. Auf einem 1847 entstandenen Aquarell von Rudolf von Alt, Teil der Dorotheum-Auktion, ist das stattliche Palais abgebildet, wobei das Hauptthema des Künstlers allerdings „Die Freyung mit dem Austriabrunnen“ ist (€ 16.000 - 20.000).

Eines der Prunkstücke der Auktion ist die 124 cm große Barock-Boulle-Konsolenuhr mit der Bezeichnung „Le Roy à Paris“, sie verfügt über ein mehrfarbiges „contre partie“ Boulle-Gehäuse und zeigt Wochentage, Monate, Sonnenstand, Mondphasen, Tierkreiszeichen und vieles mehr an (€ 40.000 - 50.000). Ebenfalls in Boulle-Technik ca. 1840/50 gefertigt wurde ein Prunktisch (€ 20.000 - 30.000). Einem Zimmer des fürstlichen Palais entstammt der große, insgesamt 36-flammige Historismus-Prunkluster mit 140 cm Durchmesser, entstanden ca. 1860/70 (€ 8.000 - 12.000).

Fast alle Auktionsexponate sind mit einem „Logo“ versehen, dem Fürstenhut Kinsky. Er befindet sich etwa auf dem Reisekarton mit Frühstücksgegenständen (€ 300 - 500), auf dem Lobmeyr-Trinkservice (Anfang 20. Jh., € 3.600 - 5.000) und auf der Livrée eines Lakaien (€ 500 - 1.000).

Ein hervorragendes Porträt der jungen Kaiserin Elisabeth aus Familienbesitz Kinsky steht ebenfalls zum Verkauf. Elisabeth schenkte das von Franz Schrotzberg gemalte Bildnis persönlich Aglae Gräfin Kinsky-Auersperg (1868 - 1919), deren Firmpatin sie gewesen war (€ 16.000 - 20.000).

Zwischen 40.000 und 60.000 Euro beträgt der Schätzwert der insgesamt 25 Teile umfassenden großen „Vermeil“-Teegarnitur aus vergoldetem Silber. Die Garnitur fertigte Hoflieferant und Silberschmied Klinkosch, ebenso das luxuriöse 17-teilige Fürsten-Kinsky-Tafelservice (€ 20.000 - 28.000). Die beiden Posten haben einen besonderen Stellenwert in einer Auktion, die in ihrer Einzigartigkeit und aufgrund der berühmten Provenienz großes Interesse in Österreich wie international hervorrufen wird.

Auktion: Nachlass Fürst Kinsky, 28. Februar 2012, 16 Uhr
Besichtigung: ab 21. Februar 2012
Experte: Alexander Doczy, Tel. +43-1-515 60-302, alexander.doczy@dorotheum.at
Ort: Palais Dorotheum, 1010 Wien, Dorotheergasse 17


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