Sie nutzen einen veralteten Browser!

Um unsere Website voll funktionsfähig nutzen zu können, sollten Sie eine aktuelle Browserversion installieren. Eine Auflistung von empfohlenen Browserversionen finden Sie gleich hier.



Masken und Magie - 3. Mai

Dorotheum-Auktion Stammeskunst/Tribal Art aus Afrika mit Objekten aus der „unbekannten“ Sammlung Leopold


Am 3. Mai 2011 findet die erste Auktion der neuen Sparte Stammeskunst/Tribal Art im Dorotheum statt. Dabei können die offerierten 152 Objekte auf eine berühmte Provenienz verweisen, nämlich die private Sammlung von Österreichs bedeutendsten Sammler, Prof. Rudolf Leopold (1925 - 2010). Leopold war vor allem als Schiele- und Jugendstil-Sammler berühmt. Wenig bekannt ist, dass er seit den frühen 60er-Jahren auch Stammeskunst gesammelt hat mit dem Schwerpunkt auf Objekten aus den ursprünglichen Kulturen Afrikas. Und auch in diesem, der Öffentlichkeit fast unbekannten Teil der Sammlung Leopold manifestiert sich das legendäre scharfe Auge des Sammlers für besondere Qualität. Nach dem Tod des Sammlers beschloss die Familie, den umfangreichen und bedeutenden Nachlass auf seinen wesentlichen Kern der österreichischen Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts zu reduzieren. So kommt nun die „unbekannte“ Sammlung Leopold zur Auktion im Dorotheum: Masken, Ahnenfiguren, Musikinstrumente, angewandte Kunst, Kult- und Zeremoniengegenstände. 

Eines der Highlights der Auktion ist die Helmmaske Ngil, Fang, Gabun, Äquatorial Guinea, Kamerun (Schätzwert € 20.000 - 40.000). Eine weitere Maske kommt von den Guro, Elfenbeinküste. Die fein gearbeitete Frisur ist dabei von vier Amulett-Täschchen zum typischen hohen Zopf gebunden (€ 6.000 - 10.000). Von den Mbala/Suku, Dem. Rep. Kongo, ist eine seltene männliche Figur aus mit Rotholz-Pulver gefärbtem Holz. Solche Skulpturen wurden von Häuptlingen in ihren Häusern aufbewahrt, bekräftigen und untermauern ihre Autorität. Eine dunkelbraun glänzende, alte Patina besitzt die 84 cm große, janusköpfige Halbfigur der Bambara, Mali, Guinea, Burkina Faso (€ 15.000 - 20.000). Die nigerianischen Yoruba weisen als anthropologische Besonderheit eine überdurchschnittliche Zwillingsrate auf. Wenn einer der Zwillinge starb, schufen Bildhauer eine Stellvertreterfigur aus Holz, die genauso wie ein Lebender behandelt wurde, also gewickelt, gefüttert, gewaschen etc. Die Auktion offeriert einige dieser Zwillingsfiguren.
Aus einem männlichen und weiblichen Kopf besteht das janusköpfige Stammelternpaar der Luba/Hemba, Dem. Rep. Kongo: Im Raum zwischen den Köpfen wurde eine magische Substanz aufbewahrt (€ 4.000 - 7.000).

Auktion:
Stammeskunst/Tribal Art Afrika Objekte aus der „unbekannten“ Sammlung von Prof. Dr. Rudolf Leopold

Datum:
3. Mai 2011, 14 Uhr

Besichtigung:
ab 21. April 2011

Experte:
Prof. Erwin Melchardt, Tel. + 43-1-515 60-520, erwin.melchardt@dorotheum.at

Ort:
PALAIS DOROTHEUM, Wien 1, Dorotheergasse 17

Presse:
Mag. Doris Krumpl, Tel. + 43-1-515 60-406, doris.krumpl@dorotheum.at


Bildmaterial:

Für Ihre redaktionelle Berichterstattung über das Dorotheum stellen wir das Bildmaterial zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Bitte nennen Sie die angeführten Bildunterschriften und Copyrightangaben. Für anderweitige Nutzungszwecke treten Sie bitte mit dem Dorotheum in Kontakt, um mögliche Fragen zu Nutzungs- und Urheberrechten zu klären.