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Lot No. 115


Tragödie von Mayerling,


Tragödie von Mayerling, - Autographs

E. B. von Katharina Schratt an Ida von Ferenczy, Hofdame und engste Vertraute der Kaiserin Elisabeth, Wien, 31. 1. 1889, 3 S., 8vo., Kuvert.

Das vorliegende Schreiben spiegelt den Wissensstand am Tage nach dem Tod des Kronprinzen wider. Von einem Doppelselbstmord war zu diesem Zeitpunkt nichts bekannt: "Liebe verehrte gnädige Frau! Bitte um Verzeihung, dass ich mit diesen Zeilen belästige - aber seit gestern kann ich nicht zur Ruhe kommen. - Ich kann meine Sehnsucht, nach einer authentischer Nachricht über das Befinden der beiden Majestäten nicht bezähmen. An Seine Majestät den Kaiser habe ich gewagt einige Zeilen zu richten, da ich aber natürlich auf ein direktes Wort Seiner Majestät nicht hoffen darf, so erlaube ich mir die ergebene Bitte an Sie, liebe gnädige Frau - mir eine Mittheilung zu schenken, wenn sie auch noch so kurz sein sollte. Ich kann mich noch immer nicht fassen -das Unglück ist zu gross und tragisch. Gestern als ich gnädige Frau verliess, wusste man bereits in der Cabinets Kanzlei von dem Ereignis und als ich nach Hause kam erhielt ich eine Unglücksnachricht nach der Anderen - natürlich wurden die unglaublichsten Geschichten erzählt. - Nur ein Gefühl beherrscht Alle: und das ist die herzlichste innigste Theilnahme für die Majestäten. - Mir war die ganze Nacht so schrecklich bange weil ich mit meinen Gedanken immer in der Hofburg weilen und mir vorstellen musste, wie entsetzlich diese Nacht für den Kaiser und die Kaiserin gewesen sein musste. - Nochmals um eine kurze Antwort bittend verbleibe ich mit herzlichen Grüssen ...". Transkription liegt bei.

Das vor liegende Schreiben spiegelt den Wissensstand am Tage nach dem Tod des Kronprinzen wieder. Von einem Doppelselbst mord war zu diesem Zeitpunkt nichts bekannt: "Liebe verehrte gnädige Frau! Bitte um Verzeihung, dass ich mit diesen Zeilen belästige - aber seit gestern kann ich nicht zur Ruhe kommen. - Ich kann meine Sehnsucht, nach einer authentischer Nachricht über das Befinden der beiden Majestäten nicht bezähmen. An Seine Majestät den Kaiser habe ich gewagt einige Zeilen zu richten, da ich aber natürlich auf ein direktes Wort Seiner Majestät nicht hoffen darf, so erlaube ich mir die ergebene Bitte an Sie, liebe gnädige Frau - mir eine Mittheilung zu schenken, wenn sie auch noch so kurz sein sollte. Ich kann mich noch immer nicht fassen -das Unglück ist zu gross und tragisch. Gestern als ich gnädige Frau verliess, wusste man bereits in der Cabinets Kanzlei von dem Ereignis und als ich nach Hause kam erhielt ich eine Unglücksnachricht nach der Anderen - natürlich wurden die unglaublichsten Geschichten erzählt. - Nur ein Gefühl beherrscht Alle: und das ist die herzlichste innigste Theilnahme für die Majestäten. - Mir war die ganze Nacht so schrecklich bange weil ich mit meinen Gedanken immer in der Hofburg weilen und mir vorstellen musste, wie entsetzlich diese Nacht für den Kaiser und die Kaiserin gewesen sein musste. - Nochmals um eine kurze Antwort bittend verbleibe ich mit herzlichen Grüssen ...". Transkription liegt bei.

Specialist: Mag. Andreas Löbbecke Mag. Andreas Löbbecke
+43-1-515 60-389

books@dorotheum.at

30.11.2015 - 14:00

Realized price: **
EUR 1,700.-
Starting bid:
EUR 800.-

Tragödie von Mayerling,


E. B. von Katharina Schratt an Ida von Ferenczy, Hofdame und engste Vertraute der Kaiserin Elisabeth, Wien, 31. 1. 1889, 3 S., 8vo., Kuvert.

Das vorliegende Schreiben spiegelt den Wissensstand am Tage nach dem Tod des Kronprinzen wider. Von einem Doppelselbstmord war zu diesem Zeitpunkt nichts bekannt: "Liebe verehrte gnädige Frau! Bitte um Verzeihung, dass ich mit diesen Zeilen belästige - aber seit gestern kann ich nicht zur Ruhe kommen. - Ich kann meine Sehnsucht, nach einer authentischer Nachricht über das Befinden der beiden Majestäten nicht bezähmen. An Seine Majestät den Kaiser habe ich gewagt einige Zeilen zu richten, da ich aber natürlich auf ein direktes Wort Seiner Majestät nicht hoffen darf, so erlaube ich mir die ergebene Bitte an Sie, liebe gnädige Frau - mir eine Mittheilung zu schenken, wenn sie auch noch so kurz sein sollte. Ich kann mich noch immer nicht fassen -das Unglück ist zu gross und tragisch. Gestern als ich gnädige Frau verliess, wusste man bereits in der Cabinets Kanzlei von dem Ereignis und als ich nach Hause kam erhielt ich eine Unglücksnachricht nach der Anderen - natürlich wurden die unglaublichsten Geschichten erzählt. - Nur ein Gefühl beherrscht Alle: und das ist die herzlichste innigste Theilnahme für die Majestäten. - Mir war die ganze Nacht so schrecklich bange weil ich mit meinen Gedanken immer in der Hofburg weilen und mir vorstellen musste, wie entsetzlich diese Nacht für den Kaiser und die Kaiserin gewesen sein musste. - Nochmals um eine kurze Antwort bittend verbleibe ich mit herzlichen Grüssen ...". Transkription liegt bei.

Das vor liegende Schreiben spiegelt den Wissensstand am Tage nach dem Tod des Kronprinzen wieder. Von einem Doppelselbst mord war zu diesem Zeitpunkt nichts bekannt: "Liebe verehrte gnädige Frau! Bitte um Verzeihung, dass ich mit diesen Zeilen belästige - aber seit gestern kann ich nicht zur Ruhe kommen. - Ich kann meine Sehnsucht, nach einer authentischer Nachricht über das Befinden der beiden Majestäten nicht bezähmen. An Seine Majestät den Kaiser habe ich gewagt einige Zeilen zu richten, da ich aber natürlich auf ein direktes Wort Seiner Majestät nicht hoffen darf, so erlaube ich mir die ergebene Bitte an Sie, liebe gnädige Frau - mir eine Mittheilung zu schenken, wenn sie auch noch so kurz sein sollte. Ich kann mich noch immer nicht fassen -das Unglück ist zu gross und tragisch. Gestern als ich gnädige Frau verliess, wusste man bereits in der Cabinets Kanzlei von dem Ereignis und als ich nach Hause kam erhielt ich eine Unglücksnachricht nach der Anderen - natürlich wurden die unglaublichsten Geschichten erzählt. - Nur ein Gefühl beherrscht Alle: und das ist die herzlichste innigste Theilnahme für die Majestäten. - Mir war die ganze Nacht so schrecklich bange weil ich mit meinen Gedanken immer in der Hofburg weilen und mir vorstellen musste, wie entsetzlich diese Nacht für den Kaiser und die Kaiserin gewesen sein musste. - Nochmals um eine kurze Antwort bittend verbleibe ich mit herzlichen Grüssen ...". Transkription liegt bei.

Specialist: Mag. Andreas Löbbecke Mag. Andreas Löbbecke
+43-1-515 60-389

books@dorotheum.at


Buyers hotline Mon.-Fri.: 10.00am - 6.00pm
stamps@dorotheum.at

+43 1 515 60 323
Auction: Autographs
Date: 30.11.2015 - 14:00
Location: Vienna | Palais Dorotheum
Exhibition: 25.11. - 30.11.2015


** Purchase price excl. charges and taxes

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