You are using an outdated browser!

In order to be able to use our website fully functional, you should install a current browser version. You can find a list of recommended browser versions right here.



Lot No. 63 V


1958 FMR KR 200


FIN: 68120, Motor: 2249283, Österreichische Einzelgenehmigung als Referenz

Seit 1979 in der Sammlung RRR
Anfang der 1980er umfangreich restauriert

Nach zwei Jahren präsentierte Messerschmitt 1955 einen neuen, überarbeiteten
Kabinenroller, den KR 200. Der hatte nicht nur, wie die
Bezeichnung vermuten lässt, einen größeren Motor und eine optische
Frischekur bekommen, sondern war in jeglicher Hinsicht verbessert worden.
Bei Antrieb, Fahrwerk, Lenkung, Dachkonstruktion und vor allem bei
der Fertigungsqualität und Fahrverhalten lagen Welten zwischen alt und
neu. Obwohl im selben Jahr Isetta und Goggomobil auf die Bühne traten,
verkauften sich schon im ersten Jahr mehr KR 200 als Vorgänger insgesamt.
Fend wurde nicht müde zu betonen, dass der Kabinenroller mehr
Überdrüber-Roller denn Schmalspur-Automobil sei und bewarb ihn bis
zum Schluss als solchen. Schluss war übrigens erst 1964, und weil er so
ausgereift war, wurde der KR 200 bis dahin praktisch nicht mehr verändert.
Wie wohl 1957 ein Roadster und im Jahr darauf eine Cabriolimousine die
sinkenden Verkäufe zu stoppen versuchten, was aber sang- und klanglos
misslang. Da hießen die Karos schon FMR, denn Willy Messerschmitt hatte
das Interesse verloren, weil er wieder Flugzeuge bauen durfte. Als dann
Sachs die Motorenlieferung einstellte, war das Schicksal besiegelt. Die Zeit
hatte den Kabinenroller eingeholt, der Wohlstand ihm den Garaus gemacht.
Fast 52.000 Stück waren bis dahin gebaut, über 41.000 davon vom KR 200.

Der RRR-KR 200 wurde im April 1979 für die Sammlung angekauft. Ein
bisschen angerostet und ohne Glas in der Kuppel ging es sofort an die
Restauration. 300 Stunden später strahlte er 1981 im Originalfarbton
Sonnengelb wie neu. Das tut er noch 40 Jahre später, was der Arbeit von
damals huldigt. Weil keine Papiere dabei waren, musste für die Anmeldung
Ersatzpapier her - andere Zeiten, andere Sitten. Ein Österreicher muss er
aber gewesen sein, denn laut Nummer war er Teil einer Tranche gewesen,
die 1958 bei der Anlieferung auf der Donau beinahe unterging.

10.07.2020 - 14:00

Starting bid:
EUR 4,000.-

1958 FMR KR 200


FIN: 68120, Motor: 2249283, Österreichische Einzelgenehmigung als Referenz

Seit 1979 in der Sammlung RRR
Anfang der 1980er umfangreich restauriert

Nach zwei Jahren präsentierte Messerschmitt 1955 einen neuen, überarbeiteten
Kabinenroller, den KR 200. Der hatte nicht nur, wie die
Bezeichnung vermuten lässt, einen größeren Motor und eine optische
Frischekur bekommen, sondern war in jeglicher Hinsicht verbessert worden.
Bei Antrieb, Fahrwerk, Lenkung, Dachkonstruktion und vor allem bei
der Fertigungsqualität und Fahrverhalten lagen Welten zwischen alt und
neu. Obwohl im selben Jahr Isetta und Goggomobil auf die Bühne traten,
verkauften sich schon im ersten Jahr mehr KR 200 als Vorgänger insgesamt.
Fend wurde nicht müde zu betonen, dass der Kabinenroller mehr
Überdrüber-Roller denn Schmalspur-Automobil sei und bewarb ihn bis
zum Schluss als solchen. Schluss war übrigens erst 1964, und weil er so
ausgereift war, wurde der KR 200 bis dahin praktisch nicht mehr verändert.
Wie wohl 1957 ein Roadster und im Jahr darauf eine Cabriolimousine die
sinkenden Verkäufe zu stoppen versuchten, was aber sang- und klanglos
misslang. Da hießen die Karos schon FMR, denn Willy Messerschmitt hatte
das Interesse verloren, weil er wieder Flugzeuge bauen durfte. Als dann
Sachs die Motorenlieferung einstellte, war das Schicksal besiegelt. Die Zeit
hatte den Kabinenroller eingeholt, der Wohlstand ihm den Garaus gemacht.
Fast 52.000 Stück waren bis dahin gebaut, über 41.000 davon vom KR 200.

Der RRR-KR 200 wurde im April 1979 für die Sammlung angekauft. Ein
bisschen angerostet und ohne Glas in der Kuppel ging es sofort an die
Restauration. 300 Stunden später strahlte er 1981 im Originalfarbton
Sonnengelb wie neu. Das tut er noch 40 Jahre später, was der Arbeit von
damals huldigt. Weil keine Papiere dabei waren, musste für die Anmeldung
Ersatzpapier her - andere Zeiten, andere Sitten. Ein Österreicher muss er
aber gewesen sein, denn laut Nummer war er Teil einer Tranche gewesen,
die 1958 bei der Anlieferung auf der Donau beinahe unterging.


Buyers hotline Mon.-Fri.: 10.00am - 4.00pm
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auction: Cars and vehicles
Date: 10.07.2020 - 14:00
Location: Vösendorf
Exhibition: 06.07.2020 - 10.07.2020