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Lot No. 82 V


1967 Fiat Dino Spider


Frühes Modell der ersten Serie
Zentralverschlussräder und lackiertes Armaturenbrett
In weitgehend unrestauriertem Zustand
Seit 30 Jahren in Österreich

Die neuen Regularien für die Formel 2, die die FIA 1965 präsentierte und die ab 1967 gelten sollten, stellten Ferrari vor ein grobes Problem. Darin hieß es, dass das Antriebsaggregat nicht mehr als sechs Zylinder haben durfte, bei einer maximalen Kubatur von 1,6 Liter, und dass es von einem Serienfahrzeug abgeleitet sein musste, von dem mindestens 500 Stück innerhalb von zwölf Monaten gebaut wurden. Zwar hatte man einen passenden Motor im eigenen Fundus, aber im Modellprogramm fand sich weit und breit nichts, was den Anforderungen Genüge tun könnte, und vom Dino 206 war gerade erst eine erste Studie präsentiert worden.

Fiat sollte es richten und Ferrari wandte sich nach Turin mit der Idee deren Image mit einem Sportwagen mit entsprechendem Motor ein wenig aufzupolieren. Dort war man mit Blick auf die eigene Modellpalette durchaus davon angetan und vergab gleich zwei Designaufträge. Das Coupé sollte Bertone zeichnen, den Spider Pininfarina. Und tatsächlich konnten die Entwürfe unterschiedlicher nicht sein. Das Coupé war elegant mit fließendem Heck, der Spider aber war dramatisch mit lasziven Kurven. Die kamen wohl nicht von ganz ungefähr, denn Pininfarina hatte schon mit der Studie für Ferraris Dino für viel Aufsehen gesorgt.

Unter der umwerfenden Hülle steckte besagtes gezähmtes Rennsportaggregat, ein Zweiliter-Leichtmetall-V6 von Ferrari. 160 PS leistete der im Fiat Dino, etwas Reserve behielt sich Ferrari für den eigenen Entwurf noch in der Hinterhand. Zumindest auf dem Papier, denn die Motoren wurden bei Fiat gebaut ohne Rücksicht darauf, ob sie nun nach Maranello geschickt wurden oder in Turin blieben. Den Sprint auf 100 schaffte der Fiat Dino jedenfalls in acht Sekunden, im fünften Gang standen dann über 200 Spitze an. Der Dino machte auch die Umstellung auf den 2,4-Liter Motor mit, zu deren Anlass man beide Modelle gleich einmal gehörig überarbeitete. Ab Dezember 1969 wurden dann beide Versionen in Maranello montiert.

Bis 1973 entstanden ganze 7.800 Fiat Dinos, ein Viertel davon als Spider. Als im Jahr darauf auch die Produktion von Ferraris Dino auslief, zeigte der famose Motor noch einmal, was in ihm steckte. Da gewann der Lancia Stratos seine erste von drei Rally Weltmeisterschaften. Aber das ist eine andere Geschichte. Und während Fiat den Dino offiziell nie bei Rennen einsetzte, hatte ein 2-Liter Spider seinen Moment of Fame bei den 24 Stunden von Le Mans 1968. Eingesetzt vom französischen Fiat-Abarth Importeur in der Sport Prototypen Klasse (!) erreichte den 16. Gesamtrang, während beide Ferrari Dino-Prototypen nicht die Ziellinie sahen.

Dieser Fiat Dino Spider ist eines der ganz frühen gebauten Exemplare, das noch mit den wunderschönen Zentralverschlussrädern und dem hübschen, grau lackierten Armaturenbrett ausgestattet ist. Das seltene bianco duco (212) bringt die außergewöhnlichen Linien des Pininfarina-Design besonders gut zu Geltung und lässt den Dino aus der Masse seiner roten Artgenossen angenehm hervorstehen. Er wurde bereits 1992 aus nach Österreich importiert und befand sich ab Juni 2000 bei einer Besitzerin in Wien, die ihn bis 2017 behalten würde. In den fast zwei Jahrzehnten nahm sie mit ihrem Spider an zahlreichen Veranstaltungen teil. Anschließend kam der Dino zu seiner nächsten Besitzerin in Oberösterreich. Der Dino überzeugt heute noch mit Attributen wie seinem weitgehend unrestaurierten Zustand, gerade absolvierter, jährlicher Überprüfung oder der tollen Farbe, was diese Spider aber letztlich wirklich ausmacht, sind der famose Motor aus dem Hause Ferrari und das aufregende Design von Pininfarina, eine Kombination wie sie italienischer nicht sein könnte!

Chassis: 0000163
Motor: 0000718
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

02.07.2022 - 15:00

Realized price: **
EUR 94,300.-
Estimate:
EUR 90,000.- to EUR 120,000.-

1967 Fiat Dino Spider


Frühes Modell der ersten Serie
Zentralverschlussräder und lackiertes Armaturenbrett
In weitgehend unrestauriertem Zustand
Seit 30 Jahren in Österreich

Die neuen Regularien für die Formel 2, die die FIA 1965 präsentierte und die ab 1967 gelten sollten, stellten Ferrari vor ein grobes Problem. Darin hieß es, dass das Antriebsaggregat nicht mehr als sechs Zylinder haben durfte, bei einer maximalen Kubatur von 1,6 Liter, und dass es von einem Serienfahrzeug abgeleitet sein musste, von dem mindestens 500 Stück innerhalb von zwölf Monaten gebaut wurden. Zwar hatte man einen passenden Motor im eigenen Fundus, aber im Modellprogramm fand sich weit und breit nichts, was den Anforderungen Genüge tun könnte, und vom Dino 206 war gerade erst eine erste Studie präsentiert worden.

Fiat sollte es richten und Ferrari wandte sich nach Turin mit der Idee deren Image mit einem Sportwagen mit entsprechendem Motor ein wenig aufzupolieren. Dort war man mit Blick auf die eigene Modellpalette durchaus davon angetan und vergab gleich zwei Designaufträge. Das Coupé sollte Bertone zeichnen, den Spider Pininfarina. Und tatsächlich konnten die Entwürfe unterschiedlicher nicht sein. Das Coupé war elegant mit fließendem Heck, der Spider aber war dramatisch mit lasziven Kurven. Die kamen wohl nicht von ganz ungefähr, denn Pininfarina hatte schon mit der Studie für Ferraris Dino für viel Aufsehen gesorgt.

Unter der umwerfenden Hülle steckte besagtes gezähmtes Rennsportaggregat, ein Zweiliter-Leichtmetall-V6 von Ferrari. 160 PS leistete der im Fiat Dino, etwas Reserve behielt sich Ferrari für den eigenen Entwurf noch in der Hinterhand. Zumindest auf dem Papier, denn die Motoren wurden bei Fiat gebaut ohne Rücksicht darauf, ob sie nun nach Maranello geschickt wurden oder in Turin blieben. Den Sprint auf 100 schaffte der Fiat Dino jedenfalls in acht Sekunden, im fünften Gang standen dann über 200 Spitze an. Der Dino machte auch die Umstellung auf den 2,4-Liter Motor mit, zu deren Anlass man beide Modelle gleich einmal gehörig überarbeitete. Ab Dezember 1969 wurden dann beide Versionen in Maranello montiert.

Bis 1973 entstanden ganze 7.800 Fiat Dinos, ein Viertel davon als Spider. Als im Jahr darauf auch die Produktion von Ferraris Dino auslief, zeigte der famose Motor noch einmal, was in ihm steckte. Da gewann der Lancia Stratos seine erste von drei Rally Weltmeisterschaften. Aber das ist eine andere Geschichte. Und während Fiat den Dino offiziell nie bei Rennen einsetzte, hatte ein 2-Liter Spider seinen Moment of Fame bei den 24 Stunden von Le Mans 1968. Eingesetzt vom französischen Fiat-Abarth Importeur in der Sport Prototypen Klasse (!) erreichte den 16. Gesamtrang, während beide Ferrari Dino-Prototypen nicht die Ziellinie sahen.

Dieser Fiat Dino Spider ist eines der ganz frühen gebauten Exemplare, das noch mit den wunderschönen Zentralverschlussrädern und dem hübschen, grau lackierten Armaturenbrett ausgestattet ist. Das seltene bianco duco (212) bringt die außergewöhnlichen Linien des Pininfarina-Design besonders gut zu Geltung und lässt den Dino aus der Masse seiner roten Artgenossen angenehm hervorstehen. Er wurde bereits 1992 aus nach Österreich importiert und befand sich ab Juni 2000 bei einer Besitzerin in Wien, die ihn bis 2017 behalten würde. In den fast zwei Jahrzehnten nahm sie mit ihrem Spider an zahlreichen Veranstaltungen teil. Anschließend kam der Dino zu seiner nächsten Besitzerin in Oberösterreich. Der Dino überzeugt heute noch mit Attributen wie seinem weitgehend unrestaurierten Zustand, gerade absolvierter, jährlicher Überprüfung oder der tollen Farbe, was diese Spider aber letztlich wirklich ausmacht, sind der famose Motor aus dem Hause Ferrari und das aufregende Design von Pininfarina, eine Kombination wie sie italienischer nicht sein könnte!

Chassis: 0000163
Motor: 0000718
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung


Buyers hotline Mon.-Fri.: 10.00am - 4.00pm
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auction: Klassische Fahrzeuge
Date: 02.07.2022 - 15:00
Location: Vösendorf
Exhibition: 30.06. – 02.07.2022


** Purchase price incl. charges and taxes

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