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Adolf Frohner

12. März 1934, Großinzersdorf (Österreich) - 24. Jänner 2007, Wien (Österreich)

Adolf Frohner zählt zu den bekanntesten österreichischen Malern, Grafikern und Bildhauern seiner Generation. Neben Otto Muehl und Hermann Nitsch ist er Mitbegründer des Wiener Aktionismus.

1934 in Großinzersdorf geboren, zog Froher 1952 nach Wien, wo er zunächst die Fachschule für Wirtschaftswerbung besuchte, und parallel dazu Gasthörer an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Herbert Boeckl war. Neben seiner Arbeit als Werbegrafiker, unternahm Frohner seine ersten, audiodidaktischen Versuche als Maler, wobei er sich von Malergrößer wie Paul Cezanne, Pablo Picasso, Juan Gris, Fernand Léger, Oskar Schlemmer und Paul Klee inspirieren ließ.
Ab 1961 arbeitete Frohner als freier Maler und Zeichner. Durch ein UNESCO Stipendium, welches auf Initiative von Herbert Boeckl zurückgeht, reiste Frohner für ein Jahr nach Paris und machte dort Bekanntschaft mit den Nouveaux Realistes um Pierre Restany. Als Frohner sich 1962 gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Otto Muehl und Hermann Nitsch in einem Atelierkeller in der Perinetgasse in Wien drei Tage lang einmauern ließ, war dies die Geburtsstunde des Wiener Aktionismus.
In seinen späteren Arbeiten konzentrierte sich der Künstler vor allem auf das Tafelbild und die Darstellung von Frauen. Bei seinem zweiten Paris Aufenthalt arbeitete er im Atelier von Daniel Spoerri.
Im Jahre 1967 stellte der damalige Direktor des mumok (Museum Moderne Kunst Stiftung Ludwig Wien), Werner Hofmann, Werke von bedeutenden österreichischen Künstlern wie Adolf Frohner, Walter Pichler und Richard Kriesche auf der Biennale Venedig aus. Seinen internationalen Durchbruch feierte der Künstler dann 1969 anlässlich der Teilnahme an der Biennale Sao Paolo. Im Jahr darauf begann seine Zusammenarbeit mit Galerien, nach einer Einzelausstellung auf der Biennale Venedig.
Im Laufe seiner Karriere hatte Frohner immer wieder die Gelegenheit zahlreiche öffentlichen Großaufträgen auszuführen: 1976 malte er zwei Wandbilder für das Internationale Zentrum der UNO City und 1995 ein Wandbild für den Flughafen Wien-Schwechat. 1972 wurde ihm der Österreichische Staatspreis für Grafik verliehen. Neben seinen Leistungen als Bildender Künstler verfolgte Frohner auch seit Beginn der 1970er Jahre eine höchst erfolgreiche akademische Karriere an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Von 1976 bis 1980 war Frohner Mitglied im Kuratorium für Kunst beim ORF. Nach seiner Emeritierung als Institutsvorstand am Institut für Bildende Kunst an der Universität für angewandte Kunst leitete er bis 2005 die dortige Meisterklasse für Malerei. Im Jänner 2007, kurz nach Baubeginn des Forum Frohner in Krems-Stein, verstarb der Künstler unerwartet im 73. Lebensjahr. Zwei Jahre nach seinem Tod wurde eine gemeinnützige Stiftung ins Leben gerufen, welche neben 25 herausragenden Werken auch zahlreiche Privatdokumente des Künstlers ihr Eigen nennen darf. Hauptaufgabe soll es sein, den künstlerischen Nachlass Frohners auf wissenschaftlicher Basis zu bearbeiten und seine Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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