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Alfred Hrdlicka

27. Februar 1928, Wien (Österreich) - 5. Dezember 2009, Wien (Österreich)

Alfred Hrdlicka war ein bedeutender österreichischer Bildhauer, Zeichner, Maler und Schriftsteller. Er gilt als ein politischer Künstler, viele seiner Werke sind Mahnmale gegen Krieg und Faschismus. Das bevorzugtes Material seiner Skulpturen ist Stein.

Hrdlickas Jugend war geprägt von den politischen Wirren der Zwischenkriegszeit und dem Nationalsozialismus. Durch seinen Vater, einen kommunistischen Gewerkschaftsfunktionär, war Hrdlicka von früh an für politische Fragen sensibilisiert. Die traumatisierten Menschen der Nachkriegszeit stehen im Zentrum seiner Arbeit. Schmerz und Leid sind seinen figurativ-expressivem Werken eingeschrieben.

Alfred Hrdlicka studierte von 1946 bis 1957 Malerei bei Josef Dobrowsky und Albert Paris Gütersloh sowie Bildhauerei bei Fritz Wotruba an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. 1964 vertrat Hrdlicka gemeinsam mit Herbert Boeckl Österreich auf der 32. Biennale in Venedig und erlangte damit internationale Bekanntheit.

Zeit seines Lebens setzte sich Hrdlicka gegen Krieg, Gewalt und Faschismus ein. Sein wichtigstes Werk ist das auf dem Albertinaplatz errichtete, heftige Kontroversen auslösende Mahnmal gegen Krieg und Faschismus (Wien, 1983/88).
Hrdlicka fertigte neben seinen Skulpturen auch Zyklen von Bildern, Zeichnungen und Radierungen an, wie der Plötzenseer Totentanz oder Arbeiten zur Französischen Revolution, den Bauernkriegen oder der Revolution 1848. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Bühnenbilder.

Alfred Hrdlicka hatte mehrere Professuren inne. So hatte er unter anderem 1973 bis 1975 eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, und 1986 bis 1989 eine Professur für Bildhauerei an der Universität der Künste in Berlin. 1989 wurde er an die Universität für Angewandte Kunst in Wien berufen. Seine Lehrtätigkeit war nicht unumstritten, da er sich gegen die abstrakte Kunst wendete, die er als „blutleer“ empfand.

Wie es Oskar Lafontaine im Vorwort zu dem Band „Alfred Hrdlicka, Zeichnungen“ von 1994 formuliert, ist Hrdlickas Werk getragen von „einem schonungslosen Humanismus, der auch Mord und Terror und sexuelle Brutalität mit expressiven Stilmitteln und bisweilen schockierender Deutlichkeit vor Augen führt.“ Die Kunst ist für ihn in erster Linie Mittel der politischen Agitation und Sprachrohr der Unterdrückten, politisch- und sozial Verfolgten.

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