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Alfred Kubin

10. April 1877, Leitmeritz (Böhmen) - 20. August 1959, Zwickledt (Österreich)

Alfred Kubin war ein österreichischer Grafiker, Buchillustrator und Schriftsteller. Er hinterließ ein umfangreiches Werk von mehr als 20.000 Zeichnungen und illustrierte etwa 170 Bücher. Gleichzeitig gehörte er als einziger Österreicher der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ an.

Nach einer Lehre zum Fotografen in Klagenfurt 1892, zog Kubin 1898 nach München um Grafik und Malerei zu studieren. Seinen künstlerischen Werdegang prägten jedoch nicht seine Ausbildung, sondern in erster Linie seine Besuche in der Neuen Pinakothek, wo er Werke von Edvard Munch, Max Klinger, Francisco Goya und Félicien Rops bewunderte und studierte. Der Einfluss der fantastischen und symbolischen Kunst dieser Vertreter machte sich vor allem in seinen Frühwerken zwischen 1899 und 1904 bemerkbar.

Sein künstlerisches Schaffen wurde geprägt von einer großen Bandbreite von Faktoren: persönliche Erlebnisse und Eindrücke (unter anderem der Tod der Mutter sowie direkt miterlebte Mordszenen) spielten eine genauso große Rolle wie künstlerische Vorbilder und teilweise groteske Träume. Seine Bilder zeigen hauptsächlich düster-fantastische Traumwelten mit bizarren Gestalten, Visionen und Monstrosität, die er aus einem bisweilen verwirrenden und dichten Geflecht von unruhigen Linien entstehen ließ. Sie sind pessimistisch gestimmt und stellen sich in dunklen Mächten, Gewalten oder abgründiger Erotik dar. Kompositorisch werden die Werke durch überwältigende Proportionsunterschiede bestimmt, die ein fast schon unheimliches Gefühl erzeugen. Kubin wurde schon zu Lebzeiten für die Drastik seiner Bildthemen gefeiert. Ganz charakteristisch für Kubin ist die nervöse zeichnerische Strichführung. Seine Werke konnten daher auch keiner künstlerischen Strömung vollkommen eindeutig zugeordnet werden, sie sind jedoch vorwiegend expressionistisch ausgerichtet. In einigen Werken von Alfred Kubin finden sich jedoch auch surrealistische Tendenzen.

Gemeinsam mit seiner Frau lebte er zurückgezogen auf einem kleinen Schloss in Zwickledt. Mit seinem Schwager, dem Schriftsteller Oscar A. H. Schmitz, reiste Kubin quer durch Europa. Die dort entstandenen Skizzen dienten ihm als Vorlage für seine Buchillustrationen.

Alfred Kubin war aber nicht nur Zeichner und Grafiker, sondern auch Philosoph und Schriftsteller. Sein Roman "Die andere Seite" (in Ich-Form geschrieben) spiegelt die wesentlichen Züge seiner Lebens- und Weltanschauung sowie die seelische Lage des Künstlers wider. Kubin war Zeit seines Lebens von Melancholie und Schwermut betroffen; erst gegen Ende seines Lebens gelang es ihm seelische Balance zu erlangen.

Zu seinen wichtigsten Zeichnungen gehören „Die Straßendirne“ (1924), die „Südliche Kolonie“ (um 1946), der „Seefriedhof“ (1948) sowie die „Überschwemmung mit Drachen“ (1954).

Die weltweit größte Sammlung an Werken von Alfred Kubin besitzt das Oberösterreichische Landesmuseum Linz.

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