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Carl von Blaas

28. April 1815, Nauders (Österreich) - 19. März 1894, Wien (Österreich)

Carl von Blaas war zu Lebzeiten als Historien- und Porträtmaler bekannt und erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge.

Carl von Blaas wurde 1815 in Nauders (Tirol) in eine Familie aus einfachen Verhältnissen geboren. Ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung seines Onkels, studierte er ab 1832 unter Lodovico Lipparini an der Akademie in Venedig. Bereits während des Studiums gewann er mehrere Kunstpreise und erhielt zahlreiche Porträtaufträge. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in München erhielt Carl von Blaas Anfang 1837 für sein Gemälde „Moses auf dem Berge Sinai“ ein fünfjähriges Stipendium für einen Romaufenthalt. Hier machte er Bekanntschaft mit Friedrich Overbeck und dem Kreis der Nazarener, die seine Kunst stark beeinflussten. Er studierte die Alten Meister, besonders Raffael, und widmete sich mehr und mehr religiösen Themen und Genreszenen. Eines seiner in dieser Zeit entstandenen Gemälde ist "Maria Heimsuchung", das thematisch und stilistisch deutlich in der Tradition der Nazarener steht.

Ab 1850 stattete er die Wiener Alt-Lerchenfelder Pfarrkirche mit religiösen Allegorien sowie Szenen aus dem Leben von Jesus und Maria aus. 1851 erfolgte die Ernennung zum Professor für Historienmalerei an der Akademie in Wien. Bei der Pariser Weltausstellung 1855 wurde er für sein Gemälde „Karl der Große besucht die Schule der Knaben“ mit einem Preis ausgezeichnet und erhielt im gleichen Jahr einen Ruf als Professor an die Akademie in Venedig, wo er von 1856 bis 1866 lehrte. 1867 trat der dem Wiener Künstlerhaus als Mitglied bei.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Fresken mit Szenen aus der Geschichte Österreichs, die er für die Ruhmeshalle im k. k. Waffenmuseum, dem heutigen Heeresgeschichtlichen Museum in Wien, schuf. Carl von Blaas erhielt für diese Arbeit, die ihn insgesamt vierzehn Jahre lang in Anspruch nahm, 1877 das Komturkreuz des Franz-Joseph-Ordens und wurde zum Ritter geadelt. Sein Stil wandte sich dem der Nazarener zunehmend ab, hin zu einer klassizistischen, naturalistischen Malweise.

1876 veröffentlichte Blaas in Wien seine Autobiographie. Seine Söhne, Julius (1845-1922) und Eugen (1843-1931) wurden ebenfalls namhafte Maler.

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