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Carry Hauser

(auch Carl Maria Hauser)

16. Februar 1895, Wien (Österreich) - 28. Oktober 1985, Rekawinkel (Österreich)

Carry Hauser war ein österreichischer Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Schriftsteller der Moderne.

1895 als Sohn eines Beamten in Wien geboren, studierte Hauser einerseits an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt und andererseits an der k.k. Wiener Kunstgewerbeschule bei Adolf Böhm, Alfred Roller, Anton Josef Ritter von Kenner und Oskar Strnad. Er diente im Ersten Weltkrieg als Soldat an der Ostfront und war dann nach seiner Rückkehr in die Heimatstadt 1918 erklärter Kriegsgegner. Bis 1923 lebte er abwechselnd in Wien und in Passau, wo er Freundschaft mit dem Künstler Georg Philipp Wörlen schloss.
Ab 1926 arbeitete er für verschiedene Projekte mit dem Maler und Grafiker Otto Rudolf Schatz zusammen. 1928 wurde er zum Präsidenten des Hagenbundes ernannt.
Mit dem Anschluss 1938 wurde gegen ihn, aufgrund seiner politischen Haltung gegen das NS-Regime, ein Berufs- und Ausstellungsverbot verhängt. Viele seiner Frühwerke, in denen er sich mit seinen Kriegserlebnissen auseinandersetzte, sind bereits damals verloren gegangen. Hauser engagierte sich stets nebenberuflich politisch und sozial und setzte sich unter anderem besonders für die Förderung von jungen Künstlern ein.
1939 sah sich Hauser, aufgrund des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges, gezwungen, eine Berufung an die Kunstschule in Melbourne abzulehnen und stattdessen in die Schweiz zu reisen. Zwei Jahre nach Kriegsende kehrte Hauser wieder nach Wien zurück und nahm sein reges soziales Engagement wieder auf und wurde Generalsekretär des Österreichischen P.E.N. Clubs, Mitbegründer der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs und Ehrenpräsident des Neuen Hagenbundes.
Im Laufe seiner Karriere wurde Hauser vielfach auszeichnet; unter anderem 1929 mit der Silbermedaille der Internationalen Ausstellung in Barcelona, oder 1949 mit dem Preis der Stadt Wien für Malerei und Grafik. Im Laufe der Jahre wurden dem international beachteten Künstler zahlreiche Aufträge im öffentlichen Raum zugeteilt, wie beispielsweise Mosaike und Wandbilder. Hausers Stil wurde von Strömungen wie der Neuen Sachlichkeit, dem Expressionismus, Kubismus und Futurismus nachhaltig beeinflusst. Neben seinen Tätigkeiten als Maler, Grafiker und Schriftsteller gestaltete Hauser Bühnenbilder, unter anderem auch für das Burgtheater Wien. Ende der 1960er Jahre reiste Hauser nach Afrika, das einen wesentlichen Einfluss auf sein Spätwerk hatte.
1985 in Rekawinkel verstorben, befinden sich heute viele seiner Werke in namhaften Museen und Sammlungen in Österreich, beispielsweise im Belvedere und in der Abertina in Wien.

Seit vielen Jahren werden Werke von Carry Hauser im Rahmen von Dorotheum Auktionen erfolgreich versteigert. Am 20. Mai 2010 wurde sein Gemälde „Der Judaskuss“ aus dem Jahr 1929 im Rahmen einer „Klassischen Moderne“ Auktion um einen Preis von € 24.700 ersteigert.

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