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Franz von Zülow

15. März 1883, Wien (Österreich) - 26. Februar 1963, Wien (Österreich) 

Franz von Zülow wurde als österreichischer Maler, Grafiker und Kunsthandwerker weltbekannt. Er ist der Erfinder des Papierschnittdrucks, welchen er 1907 patentieren ließ. Neben einer besonderen Begabung für die angewandten Künste, schuf er unter anderem zahlreiche Kinderbücher, Kalendergrafiken, Wandmalereien und Teppiche. Auch viele Entwürfe von Tapeten und Stoffmustern, sowie bemalte Möbel und anderer dekorierter Hausrat sind von ihm erhalten geblieben.

1883 in Wien geboren, absolvierte Franz von Zülow von 1901 bis 1903 eine Lehre als Graphiker an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt Wien. Auch als Hospitant an der Akademie der bildenden Künste war er kurzfristig tätig und wurde dort von Christian Griepenkerl in die Kunst des Zeichnens eingewiesen. Im Anschluss lernte er an der Kunstgewerbeschule bei Kolo Moser und Carl Otto Czeschka. 1908 trat er der Wiener Secession bei. Sein Talent überzeugte schnell, sodass er im Jahr 1912 ein liechtensteinisches Reisestipendium erhielt und eine Studienreise durch Westeuropa antreten durfte.
Während dem Ersten Weltkrieg war Zülow im Militärdienst tätig und geriet in italienische Gefangenschaft. 1920 kehrte er wohlbehalten zurück und war fortan als Lehrer an den keramischen Werkstätten in Gmunden und an der Kunstschule Linz tätig. Ab dem Jahre 1922 pendelte er zwischen Wien und Hirschbach im Mühlkreis. In dieser Zeit sah er dank zahlreicher Auslandsreisen auch viel vom Rest Europas.

Die Wurzeln von Zülows Kunst finden sich in den Errungenschaften der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte. Die angewandten Künste bereiteten ihm große Freude und sein Kunstschaffen zeichnet sich durch eine große Vielseitigkeit aus. Der klare Fokus seiner Arbeit liegt jedoch auf der Druckgrafik, mit welcher er kreativ experimentierte: Der Papierschnittdruck geht auf Franz von Zülow zurück und wurde 1907 von ihm patentiert. Erst ab Mitte der 1920er Jahre widmete sich für circa ein Jahrzehnt intensiv der Ölmalerei. Franz von Zülow wurde insgesamt dreimal mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet.

Während die meisten seiner Werke vom Jugendstil beeinflusst wurden, sind bei jenen der dekorativen Kunst oft auch Einflüsse der Volkskunst zu erkennen. Thematisch bevorzugte er Motive wie Landschaften, Religion und das bäuerliche Leben. Gleichzeitig schätzte er auch märchenhafte und exotische Szenen sehr, die er mitunter auf Ölgemälden verewigte. Dabei kam stets ein expressiver Farbauftrag zustande, der die Bilder bis heute einzigartig macht.

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