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Friedrich von Amerling

1803, Wien (Österreich) - 1878, Wien (Österreich)

Friedrich von Amerling war einer der bedeutendsten österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts und einer der wichtigsten Vertreter des Biedermeier. Er gilt neben Ferdinand Georg Waldmüller als er einer der herausragenden Porträtmaler seiner Zeit.

Friedrich Amerling wurde am 14. April 1803 in Wien geboren, sein Vater war Gold-und Silber-Drahtzieher. Von 1815-1824 besuchte Amerling die Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er die Graveur-Schule von Josef Klieber und die Klasse für historische Zeichnung bei Hubert Maurer und Karl Gsellhofer besuchte.
Von 1824-1826 ging Amerling als Schüler von Joseph Bergler dem Jüngeren an die Akademie der Künste in Prag. Weitere Auslandsaufenthalte zu Studienzwecken folgten: 1827 bis 1828 reiste er nach London, wo er die Porträtmalerei von Thomas Lawrence kennen lernte, nach Paris zu Horace Vernet und nach Rom.

Seit 1828 war Amerling in Wien tätig und profilierte sich mit zahlreichen Aufträgen für das österreichische Kaiserhaus, den Adel und das Bürgertum.

Er schuf ein umfangreiches Oeuvre von mehr als 1000 Gemälden, die meisten Porträts von prominenten Persönlichkeiten, wie das lebensgroße Gemälde von Kaiser Franz II./ I., das seine Bekanntheit und seinen Erfolg begründete.  Darstellungen von adeligen Damen und Politikern wie den ungarischen Staatsreformer Stephan Graf Széchenyi, Künstlern wie Franz Liszt oder Friedrich Grillparzer sowie bedeutenden Industriellen wie der Textilfabrikant und Kunstmäzen Rudolf von Arthaber folgten. Genaue Beobachtung und reiche Farbigkeit kennzeichnen seine Porträts, die mehr sind, als subtile Charakterstudien: Sie dokumentieren auch Rolle und Selbstverständnis der Dargestellten und geben damit eindrucksvoll Einblick in die Welt des Biedermeier und des Vormärz.

Als erfolgreicher und angesehener Maler konnte Amerling das Schloss Gumpendorf erwerben, das bald „Amerling-Schlössl“ genannt wurde, und das der Maler reich mit Kunstschätzen ausstattete. Viele angesehene Künstler, Literaten und Musiker trafen sich hier bei Gesellschaften. Amerling wurde mit vielen Ehrungen ausgezeichnet und 1878 in den Adelsstand erhoben.

Auch in spätere Zeit unternahm Amerling zahlreiche große Reisen, die ihn künstlerisch inspirierten: nach Italien, in die Niederlande, nach München, Spanien, England, Griechenland und Skandinavien, später nach Ägypten und Palästina. Er starb 1887 in Wien.

Sein reicher Nachlass wurde von seiner vierten und letzten Frau, der späteren Gräfin Marie Hoyos, in eine Stiftung für bedürftige Künstler eingebracht. Zu Gunsten dieser Stiftung wurde ein Großteil der Kunstsammlung Amerlings im Mai 1916 im Dorotheum versteigert.

Amerlings eigene Werke erzählen bis heute Höchstpreise und sind immer wieder Höhepunkte von Dorotheum Auktionen. So wurde sein „Mädchen mit Strohhut“ aus dem Jahr 1835 bei der Auktion Gemälde des 19. Jahrhunderts am 15. Oktober um 1,5 Millionen Euro im Dorotheum versteigert. Das Gemälde befindet sich heute im Stadtpalais Lichtenstein in Wien.

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