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Georg Baselitz

23. Jänner 1938, Deutschbaselitz (Deutschland)

Georg Baselitz, der sich nach seinem Geburtsort Deutschbaselitz benannte, gilt als einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Deutschlands. Typisch für des Malers und Bildhauers expressiven, auch von der Art Brut inspirierten Stil ab 1969 sind seine auf dem Kopf stehenden Bildmotive. Baselitz beeinflusste seit 1960 die internationale Kunst, er verbindet Deutschen Expressionismus mit der freien amerikanischen Malerei eines Jackson Pollock oder Willem de Kooning.

Hans-Georg Kern wurde 1938 in Deutschbaselitz bei Dresden (Sachsen) geboren und gab sich in Anlehnung an seinen Geburtsort den Künstlernamen Georg Baselitz. 1956 musste er die Hochschule für Bildende Künste in Berlin Weissensee (DDR) wegen „gesellschaftspolitischer Unreife“ verlassen, in West-Berlin setzte er sein Studium an der dortigen Hochschule für bildende Künste fort. Künstlerische Einflüsse der Studienzeit waren vor allem Werke Wassily Kandinskys, Ernst Wilhelm Nays und Kasimir Malewitschs`, eine Zeit lang war Baselitz Mitglied des Künstlerkollektivs „New Fauves“.

Auf Reisen nach Paris und Amsterdam traf Baselitz unter anderem auf Jean Dubuffet, der ihn mit Art Brut, der sogenannten „unverbildeten“ Kunst psychisch Kranker in Berührung brachte und dessen Stil seine aggressiv-expressiven Arbeiten beeinflussen. In den 1960er Jahren provozierte er mit erotischen Darstellungen Skandale, zwei seiner Gemälde werden von der Staatsanwaltschaft wegen „Unsittlichkeit“ beschlagnahmt.

Baselitz war einer der ersten, die sich in den 1960er Jahren gegen den herrschenden Kanon der minimalistisch-abstrakten Kunst wandten. Auch die singuläre Kunst eines Edvard Munch übte großen Einfluss auf den Künstler aus, der selber wiederum später einer der Vorbilder für die Protagonisten der „Jungen Wilden“ der 1980er Jahre wurde. Um seine Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu unterstreichen und einen Verfremdungseffekt beim Betrachter zu erzeugen, stellte Baselitz seine Bilder ab 1969 auf den Kopf -  viele figürlich-expressiven Bilder scheinen dadurch gleichzeitig abstrakt. Die Motivumkehr wurde von nun an zu seinem Markenzeichen, das ihn auch international bekannt machte.

Ab 1979/80 widmete sich Baselitz auch der Bildhauerei. Mit Axt und Kettensäge entstanden figurale, an afrikanische Stammeskunst erinnernde Holzskulpturen.  

Großes Aufsehen erregte - neben der „Soldaten“- und „Helden“-Serie -  die Serie der „Russenbilder“ der Jahre 1998 bis 2002, in denen Baselitz die Bilder des Sozialistischen Realismus, die seine Kindheit und Jugend prägten, neu interpretierte. In seinen jüngsten Serien, den „Remix“-Bildern, untersucht der Künstler eigene historische Motive.

Kunst von Georg Baselitz ist in den meisten prominenten Museen zeitgenössischer Kunst vertreten bzw. wurde dort ausgestellt. Der Künstler war dreimaliger Documenta-Teilnehmer (1972, 1977, 1982), bei der Biennale Venedig stellte er zweimal aus (1980 und 2007).

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