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Gottfried Kumpf

29. November 1930, Annaberg/Lammertal (Österreich)

Gottfried Kumpf beschäftigte sich seit frühester Kindheit mit der Malerei. Jahre später sollten seine Kindheitszeichnungen die Basis für seinen heute bekannten und geschätzten Stil darstellen.

Kumpf maturierte in Schärding und begann Medizin zu studieren. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit (Illustrationen für anatomische Atlanten) nahm er an Radrennen teil und verbesserte sein Einkommen als Mineur. Kumpf übersiedelte schließlich nach Wien und studierte dort weiter das Fach Medizin, gelegentlich besuchte er die Kunstakademie.
Waren die 30er und 40er Jahre sowohl von seiner Ausbildung als auch dem Ringen nach beruflicher Orientierung gekennzeichnet, so änderte sich dies in den 50er Jahren. Ab dem Jahr 1956 entschied sich Kumpf für ein künstlerisches Leben. Sein Medizinstudium trat damit in den Hintergrund. Der Maler signierte in diesen Jahren seine Bilder bereits mit dem Künstlernamen Kumpf - dieser wurde nun auch zu seinem bürgerlichen Namen. Zu seiner Signatur zugehörig ist eine kleine, alleinsitzende Figur - der Asoziale. Diese kleine Figur, die zunächst noch unter dem Titel Wanderer am Rande der Welt oder Idol aus der Taverne, hieß, wurde von Sammlern als Der Asoziale bezeichnet und dieser Titel blieb der Figur bis heute erhalten. Die Figur ist jedoch nicht negativ konnotiert, sondern sie steht für einen Einzelgänger am Rande der Gesellschaft, dem Dahinträumenden, dem Scheuen und ist zum Kumpf-Idol geworden.
In den Jahren 1956 bis 1960 entstanden wichtige Werke von Kumpf, die sowohl bei Sammlern als auch Kunsthändlern sehr gefragt sind. Kumpf malte die ersten burgenländischen Motive und erste Ausstellungen in Bratislava, Köln, München, New York, Salzburg und Wien folgten.
1968 erwarb der Künstler den Streckhof in Breitenbrunn am Neusiedlersee, in welchem er 40 Jahre seines Lebens verbrachte und dieser zu einem Ort für ein Zusammentreffen von Kunst und Kultur wurde.
1970 folgte der Film Das falsche Gewicht nach einer Novelle von Joseph Roth. Kumpf verewigte den Film in zwei Bildern mit dem jeweiligen Titel Das falsche Gewicht und Das falsche Gewicht - Schlittenfahrt zur Waldschenke.
Ab den 70er Jahren beschäftigte sich der Künstler intensiv mit Landschaften (z. B.: Eiswein, Grüne Landschaft, Schilfernte am Neusiedlersee).
Sein unverkennbarer Stil wurde nun zu seinem Markenzeichen. Zu Kumpf Stils bemerkte Walter Koschatzky treffend „Er ist einer, der seinen Weg gefunden hat, der ihn geht, ohne jeden Kompromiss, ohne jede Konzession an Modisches […], ganz einfach, weil er daran glaubt und glauben lässt, was er macht.“ (Walter Koschatzky, in: Gottfried Kumpf, Maler und Bildhauer, Wien 2008)

Das für Gottfried Kumpf die Natur nicht nur ein begehrtes Motiv für seine Werke darstellte, sondern der Naturschutz ihm ein persönliches Anliegen war, zeigte sein Engagement im Jahr 1972. Kumpf malte das Bild Löffler über der langen Lacke zur Erhaltung des Naturschutzgebietes. Die darauffolgende Medienkampagne war so erfolgreich, dass das Naturschutzgebiet erhalten blieb und später daraus der Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel wurde. Kumpf begann im selben Jahr als Bildhauer tätig zu werden und schuf den ersten Brunnen aus Sandstein sowie die erste Bronzeskulptur des Asozialen. Ebenfalls in jene Zeit fiel die Beschäftigung mit Grafiken (Druckgrafik, Lithografien, Radierungen und Seriegrafien). 1974 bereiste Kumpf mit seinem Freund Friedensreich Hundertwasser auf dem Schiff Regentag die Ägäis - das Bild Regentag entstand. Vier Jahre später erschien die erste Monografie über Gottfried Kumpf. 1990 entstand die erste Großskulptur in Bronze (Nilpferd, Tiergarten Schönbrunn), weitere folgten.

Gottfried Kumpf erhielt im Laufe seines bisherigen Lebens zahlreiche Ehrungen und Preise verliehen, unter anderem das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2005). Neben zahlreichen Ölbildern, Grafiken, Postern, Kalendern, Briefmarken, Buchillustrationen, Bühnenbildern und Skulpturen zeichnete der Künstler auch für die Außen-, und Innengestaltung der Autobahnraststation Göttlesbrunn sowie für die Kumpf-Therme Stegersbach verantwortlich. Seit dem Jahr 2004 existiert eine enge Kooperation zwischen Gottfried Kumpf und dem Dorotheum. Für das Auktionshaus schuf er bis zum heutigen Tag eine Reihe von Bronzeskulpturen (u.a. Kleiner Schutzengel, Neue Sternzeichen, Müde Katze). Kumpfs Oeuvre zeichnet sich sowohl durch die Farbigkeit als auch den Inhalt - das Mitfühlen, das Mitempfinden zu Landschaften und Lebewesen, aus. Dies mag die große Beliebtheit der Werke Kumpfs erklären. Koschatzky fasste dies folgendermaßen zusammen: „Mit einem Werk von Kumpf wünscht man sich einfach zu leben.“ (Walter Koschatzky; in: Gottfried Kumpf, Maler und Bildhauer, Wien 2008). 

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