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Karl Hagenauer

1898, Wien (Österreich) - 1956, Wien (Österreich)

Karl Hagenauer war ein österreichischer Architekt, Designer und Kunsthandwerker des Wiener Art Déco. Von 1928 bis 1956 war Hagenauer Leiter der „Werkstätte Hagenauer“. Als deren Designer schuf er dekorative Gegenstände und Plastiken mit und ohne funktionalem Wert, insbesondere Messingfiguren, die bis heute auf dem europäischen als auch dem nordamerikanischen Kontinent sehr beliebt sind und einen großen Absatz finden.

Karl Hagenauer wurde 1898 in Wien als ältester Sohn des Kunsthandwerkers Carl Hagenauer geboren. Nach einer Ausbildung als Architekt an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Josef Hoffmann und Karl Strnad, die durch einen zweijährigen Militärdienst unterbrochen wurde, übernahm er ab 1919 in der Firma seines Vaters, der „Werkstätte Hagenauer“, den Posten als Designer. Seine Entwürfe wurden vor allem vom Stil der „Wiener Werkstätte“ beeinflusst.
1928 übernahm er nach dem Tod seines Vaters die Leitung der Firma, für die auch seine Geschwister Franz und Grete Hagenauer arbeiteten. Trotz prekärer wirtschaftlicher Umstände gelang es Karl Hagenauer die Werkstätte erfolgreich zu führen und sie darüber hinaus sogar um eine Tischlerei und Verkaufsfiliale am Wiener Opernring zu erweitern.
Sein Erfolg schlug sich auch in zahlreichen Preisen nieder: 1927 wurde er auf der World’s Fair in Philadelphia und 1957 auf der Triennale in Mailand mit Gold ausgezeichnet.
Da er Rena Rosenthal und John Wannamaker als seine Kunden gewinnen konnte, welche als etablierte Einzelhändler beide einen großen Einfluss auf den Zeitgeschmack der New Yorker Gesellschaft hatten, entwickelten sich die Entwürfe von Karl Hagenauer in den Vereinigten Staaten zu Verkaufsschlagern. 

Während des Zweiten Weltkriegs war die Firma, um ihren Fortbestand zu garantieren, gezwungen Messingteile für die Rüstungsindustrie herzustellen. Aufgrund des Metallmangels der Nachkriegszeit stellte Karl Hagenauer Teile der Produktion unter anderem auf Gebrauchsartikel wie Geschirr und Holzmöbel um. Zu dieser Zeit gelang es der Werkstätte ebenfalls Messingobjekte erstmals in Schwarz herzustellen. Nachdem Karl Hagenauer diese innovative Technik als Vorreiter auf der Wiener Kunstgewerbeausstellung präsentierte, wurde das Verfahren von anderen Kollegen übernommen.

Karl Hagenauer starb 1956 im Alter von 57 Jahren in Wien an den Folgen eines Herzinfarkts.

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