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Kurt Moldovan

22. Juni 1918, Wien (Österreich) - 16. September 1977, Wien (Österreich)

Kurt Moldovan war ein österreichischer Grafiker, Maler und Schriftsteller. Er zählt zu den bedeutendsten bildenden Künstlern seines Landes.

Bevor Kurt Moldovan eine künstlerische Laufbahn einschlug, arbeitete er als Feinmechaniker und Kellner. Von 1937 bis 1940 studierte er an der Wiener Kunstgewerbeschule, dann zog man ihn zum Kriegsdienst ein. 1945 schrieb er sich an der Akademie der Bildenden Künste bei Sergius Pauser und Herbert Boeckl ein, ein Jahr später bekam er eine große Ausstellung im Wiener Konzerthaus. 1947 nahm er an der Gründungsversammlung des Art Clubs teil. Schon früh tauschte er sich rege mit Künstlerkollegen aus; auch unternahm er zahlreiche Bildungs- und Inspirationsreisen. Zu seinen Kontakten gehörten unter anderem bedeutende Kreative wie Ernst Fuchs, Ingeborg Bachmann und Friedensreich Hundertwasser. Für längere Studienaufenthalte hielt er sich in Frankreich, England, Italien, Spanien, den USA, Mexiko und Marokko auf. 1954 diplomierte er an der Universität für angewandte Kunst, Wien, bei Franz Herberth.
Karl Moldovans künstlerisches Schaffen war äußerst vielfältig. Berühmt wurden seine grafischen Zyklen [etwa "Fin de Siecle" (1950), "Tierkreis" (1956) oder "Danse macabre" (1957)] sowie seine fünfundzwanzig Tuschezeichnungen für das Internationale Studentenheim der Stadt Wien. Zeitungen veröffentlichten häufig Essays, Kurzgeschichten und Karikaturen von ihm. Er illustrierte viele Bücher, nebenbei war er als Kunstkritiker und Bühnenbildner aktiv. Mit seinem engen Freund Paul Flora verfasste er 1958 den Erzählband "Vom Umgang mit Drachen". Moldovan steuerte die Texte bei, Flora die Zeichnungen. In den folgenden Jahren erschienen weitere Bücher des Duos, aber auch solo war Moldovan als Schriftsteller tätig. Oftmals firmierte er hierbei unter dem Pseudonym "Lenus Moll". Am Theater war er nicht nur in visueller Hinsicht beschäftigt. Er verfasste 1960 für das Ballett "Jahreszeiten" das Libretto "Liebe". 1963 dekorierte er im Auftrag der Stadt Wien am Gemeindebau Hartlebengasse eine vierzig Meter lange Mauer in Terrakotta: "Technische Parolen". Weiterhin erwähnenswert sind seine Gestaltungen von Mosaiktischen sowie sein Mitwirken am ORF-Zeichentrickfilm "Alice im Wunderland" (1971).
Nach seinem überraschenden Tod wurde er in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Die Grabrede hielt sein alter Weggefährte Paul Flora.

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