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Maria Lassnig

8. September 1919, Kappel am Krappfeld (Österreich) - 6. Mai 2014, Wien (Österreich)

Maria Lassnig ist eine der bedeutendsten europäischen Malerinnen. Berühmt wurde sie durch ihre „Körperbewusstseinsbilder“. Sie gilt auch gemeinsam mit Arnulf Rainer als Begründerin der informellen Malerei in Österreich.

Maria Lassnig wurde 1919 als uneheliches Kind in der kleinen Kärntner Gemeinde Kappel am Krappfeld geboren und wuchs bis zum sechsten Lebensjahr bei ihrer Großmutter auf. Im Alter von sechs Jahren übersiedelte die Familie nach Klagenfurt, wo Lassnig die Ursulinen-Klosterschule besuchte und 1939 die Matura mit Auszeichnung bestand. Bereits als Kind galt sie als großes Zeichentalent und erhielt zwischen dem 6. und 10. Lebensjahr Zeichenunterricht.

Nach der Matura absolvierte Lassnig eine einjährige Ausbildung zur Volksschullehrerin und war anschließend von 1940 bis 1941 als Volksschullehrerin in einer einklassigen Kärntner Bergschule tätig. Auf Anraten eines Jugendfreundes entschloss sie sich dann doch zur Künstlerlaufbahn. Mit dem Rad fuhr sie mit ihrer Zeichenmappe unter dem Arm nach Wien und wurde an der Akademie der Bildenden Künste aufgenommen. Zuerst studierte sie in der Meisterklasse von Wilhelm Dachauer, anschließend bei Ferdinand Andri und Herbert Boeckl.

1945 schloss sie die Ausbildung mit Diplom ab und kehrte nach Klagenfurt zurück. Dort richtete sie 1947 ihr erstes Atelier ein, das in Folge zum beliebten Treffpunkt von Malern und Dichtern wurde. 1948 hatte sie in Klagenfurt ihre erste Einzelausstellung in der Galerie Kleinmayr. Sie lernte den durch diese Galerie ebenfalls vertretenen zehn Jahre jüngeren Maler Arnulf Rainer kennen, mit dem sie eine Beziehung einging. 1951 übersiedelte Maria Lassnig nach Wien, wo sie u.a. Kontakte mit Literaten der avantgardistischen „Wiener Gruppe“ unterhielt. Stipendien-Aufenthalt in Paris führten zu Begegnungen mit André Breton, Paul Celan und Benjamin Péret.
In Wien gehörte sie gemeinsam mit Arnulf Rainer, Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Markus Prachensky zum Kreis der Galerie nächst St. Stephan um Otto Mauer.

In den 1960er Jahren lebte sie vorwiegend in Paris, es entstanden erste Körperempfindungs-Bilder („body awareness paintings“). Nicht was sie sieht, sondern wie sie sich spürt, wird zum Bild. Bis zu ihrem Tod beschäftigt sich Lassnig mit den unterschiedlichsten Varianten dieser Bilder, die immer die Außenwelt ihrer Innenwelt zeigen. Auch ihr berühmter Zeichentrick-Film „Kantate“ (1992) ist autobiographisch. Hier zeigt sich auch die humorvolle Seite der Künstlerin.
Auch den Tod Ihrer Mutter 1964 verarbeitete sie immer wieder in ihren Bildern. 1968 übersiedelte sie ihr Atelier nach New York und besuchte ab 1970 einen Zeichentrick-Kurs an der School of Visual Arts. Erst 1980 kehrte Lassnig nach Österreich zurück und übernahm – als erste Frau in Österreich - eine Professur an der Hochschule für Angewandte Kunst, die sie bis 1997 bekleidete.

Lassnigs Werke wurden unter anderem auf der documenta 7 und der documenta X, der Biennale von Venedig 1980 und Peking 2003, im Kunstmuseum Düsseldorf, in der Kärntner Landesgalerie, im Kunstmuseum Luzern und in Galerien in Paris, New York, Rom, München, Zürich, Frankfurt am Main und Den Haag ausgestellt. 2004 erhielt sie den Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt. 2013 wurde Maria Lassnig mit dem Goldenen Löwen der Biennale Venedig für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

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