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Martin Kippenberger

25. Februar 1953, Dortmund (Deutschland) - 7. März 1997, Wien (Österreich)

Martin Kippenberger war bekannt als Maler, Bildhauer und Fotograf, stellte Collagen und Multiples her und widmete sich der Performance- und Installationskunst. Die Festlegung auf eine bestimmte Gattung lehnte er Zeit seines Lebens ab. Er gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler seiner Generation.

Kippenberger studierte nach einer abgebrochenen Ausbildung zum Dekorateur vier Jahre an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Ab 1981 wechselte Kippenberger unzählige Male seinen Wohnort. Er lebte u.a. in Paris, Köln, Berlin, Los Angeles, Florenz, Graz, Madrid, Tokio und Wien.

Als bekannter Vertreter der „Neuen Wilden“, die sich zum Ende der 1970er Jahre formierten, betonte er in seiner Kunst das Mystische und Erotische, das Absurde und Dilettantische. Eine seiner wichtigsten Bilderserien, geboren aus dem Geist von Neo-Dada und Post-Punk und wider der Aura des Originals, war „Lieber Maler, male mir“ (1979), für die Kippenberger einen Plakatmaler Fotomotive abmalen ließ.  Kippenberger traf den ironisch-kritischen Zeitgeist, indem er die gesellschaftliche und politische Situation persiflierte - er war „der liebste aller Lieblingsquerulanten“ („Die Zeit“). Das berühmte, abstrakte Gemälde „Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken“ (1984) nimmt Bezug auf die deutsche Vergangenheitsbewältigung. Mit seinem Werk „Put your freedom in a corner, save it for a rainy day“ aus dem Jahr 1990 schuf er ein Symbol für die Wiedervereinigung Deutschlands, indem er ein Stück Berliner Mauer nachbaute und dieses neben einer zusammengesetzten Vase präsentierte.
Kippenbergers Sinn für Ironie zeigte sich auch im Projekt „Metro Net“, 1993, indem er U-Bahn Eingangsstationen- und Schächte - ohne dazugehöriger U-Bahn natürlich - in Syros 1993, Dawson 1995, Leipzig 1997, Münster 1997, Kassel 1997, (postum: Graubünden 2007) errichten ließ.
Vor der Macht von Autoritäten schreckte Kippenberger niemals zurück, seine Skulptur „Zuerst die Füsse“ (1990), die einen farbig leuchtenden gekreuzigten Frosch zeigt, entfachte einen Eklat. Dem Künstler wurde die Verletzung religiöser Gefühle vorgeworfen. Noch ein Jahrzehnt nach seinem Tod äußerte sich Papst Benedikt XVI. abwertend über das als skandalös empfundene Kunstwerk.

In seinen zahlreichen Selbstporträts stellte sich der Künstler als vom Leben gezeichnet dar. Seinen jahrelangen Alkohol- und Drogenmissbrauch verhehlte er auch in seinen Bildern nicht. Er starb mit nur 44 Jahren und hinterließ ein vielschichtiges Oeuvre, dessen Bedeutung sich zunehmend postum erschloss und international nachgefragt wurde. Besonders umfangreiche Retrospektiven gab es in der Tate Modern London (2006) und im Hamburger Bahnhof Berlin (2013). Kippenberger nahm u.a. 1988 an der Biennale in Venedig sowie an der Documenta X (1997) teil. 2003 war er postum auf der 50. Biennale in Venedig zusammen mit Candida Höfer für den deutschen Pavillon vertreten.

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