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Rembrandt Harmensz van Rijn

15. Juli 1606, Leiden (Niederlande) - 4. Oktober 1669, Amsterdam (Niederlande)

Rembrandt war ein niederländischer Maler, Zeichner und Radierer des Barocks, der zu den bedeutendsten Künstlern dieser Epoche zählt.

Rembrandt Harmenszoon van Rijn wurde 1606 in der niederländischen Stadt Leiden geboren und hatte acht Geschwister. Mit sechs Jahren wurde er eingeschult und mit zehn wechselte er auf die calvinistische Lateinschule. Nachdem er ein Studium an der Universität Leiden abbrach, um Maler zu werden, ging er zunächst vier Jahre bei Jacob Isaacsz van Swanenburgh in die Lehre. Ab 1620 unterrichtete ihn in Amsterdam Pieter Lastmann noch für ein halbes Jahr in dem Fach der Historienmalerei.

Fünf Jahre später eröffnete er mit seinem Freund und Malerkollegen Jan Lievens 1625 ein Atelier in Leiden. In seiner Anfangszeit konzentrierte sich Rembrandt, in Anlehnung an seinen Lehrer Lastmann, auf die Historienmalerei und auf physiognomische Studien. 1628 erstellte er seine erste Radierung und betätigte sich nun selbst als Lehrkraft. Es gelang ihm bereits in jungen Jahren etliche Aufträge von zahlungskräftigen Auftraggebern für sich zu gewinnen. Im Zuge seines Umzugs in die niederländische Hauptstadt 1631 löste er sein Atelier auf. Gerade erst in Amsterdam angekommen gab der dortige Statthalter einen Passionszyklus bei ihm in Auftrag und er malte alleine im Jahre 1632 neben der „Anatomie des Dr. Tulip“ noch knapp dreißig andere Gemälde. Seine hervorragenden Kontakte zu einflussreichen Bürgern der Amsterdamer Gesellschaft bescherten dem Künstler auch weiterhin zahlreiche Aufträge.
Seine Aufnahme in die renommierte Lukas Gilde ermöglichte Rembrandt 1634 den Schritt in die Selbstständigkeit. In demselben Jahr ging er mit der Nichte seines Kunsthändlers Saskia van Uylenburgh den Bund der Ehe ein. Ab diesem Zeitpunkt war es ihm nun möglich, Schüler in seiner eigenen Werkstatt im Rahmen von Meisterklassen auszubilden.

Nach zahlreichen Schicksalsschlägen, wie dem Tod seiner drei Kinder und seiner Mutter, widmete sich Rembrandt 1640 nun dem Genre der Landschaftsmalerei.
1641 wurde sein Sohn Titus geboren. 1642 starb seine Ehefrau und er malte eines seiner berühmtesten Werke - „Die Nachtwache“. Die vielen tragischen Ereignisse innerhalb seines engsten Familienkreises wirkten sich negativ auf die künstlerische Produktivität des Malers aus. Aus den darauffolgenden Jahren ist seine Radierung - das „Hundertguldenblatt“ - sein bekanntestes. 1649 engagierte Rembrandt Hendrickje Stoffels als Haushaltshilfe. Zwischen den beiden entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Liebesbeziehung, aus der eine Tochter hervorging. Rembrandts finanzielle Lage verschlechterte sich in den kommenden Jahren kontinuierlich. Trotz seiner großen Erfolge gelang es ihm letztendlich nicht, seine Schulden zu tilgen. Nach dem Tod von Hendrickje und seines Sohnes Titus, verstarb der mittlerweile völlig verarmte Künstler 1669 in Amsterdam.

Zum heutigen Zeitpunkt geht man davon aus, dass Rembrandts Schaffen aus etwa 1000 Zeichnungen, 350 Gemälden und 300 Radierungen besteht. Die bekanntesten sind u. A. Werke wie die „Blendung Simons“, die „Nachtwache“ oder das „Hundertguldenblatt“. Es sind auch viele Selbstporträts von ihm erhalten, welche die vielen Facetten des Künstlers eindrucksvoll widerspiegeln.

Seine Werke, vor allem viele Radierungen, sind regelmäßiger Bestandteil von Dorotheum Auktionen. Am 24. Oktober 2013 wurde sein Porträt des Goldschmiedes Jan Lutma aus dem Jahre 1656 um € 25.100 ersteigert und am 17. Oktober 2017 wurde das Ölgemälde „Bildnis eines jungen Herrn“ aus Rembrandts Werkstatt um € 81.930 versteigert.

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