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Sean Scully

30. Juni 1945, Dublin (Irland)

Sean Scully ist ein irischer Maler und Druckgrafiker, der bereits zweimal für den Turner-Prize nominiert wurde und Mitglied der renommierten Royal Academy ist. Er wuchs in Großbritannien auf und ist seit 1983 amerikanischer Staatsbürger. Heute pendelt er zwischen verschiedenen Wohnsitzen in Königsdorf, Berlin, Barcelona und New York.

Als Scully ein Kind war, zog seine Familie, in der Hoffnung auf bessere Berufschancen, von Dublin nach London. Beeindruckt von den Gemälden der Kirche, entstand bei ihm bereits mit neun Jahren der Wunsch, Künstler zu werden.
Nach einer zweijährigen Ausbildung zum Drucker, arbeitete er in einem Graphikdesign-Studio. Im Rahmen eines Abendkurses erlernte Scully drei Jahre lang die Kunst des figurativen Malens. Ab 1965 besuchte er das Croydon College of Art in London. Bis er den abstrakten Expressionismus und Mark Rothko für sich entdeckte, lag sein Hauptinteresse noch bei Vincent van Gogh, Emil Nolde und Henri Matisse. In den 1970ern ging Scully in den Norden Englands und studierte an der Newcastle Academy Kunst. Das John-Knox-Stipendium ermöglichte ihm im Jahr 1972 ein Auslandssemester in Amerika an der Harvard University. Dort begann er, mit neuen Maltechniken zu experimentieren und erstmalig Klebeband einzusetzen, um präzise und harte Kanten entstehen zu lassen. Diese Technik wird auch „Hard-Edge-Painting“ genannt und nimmt Bildern jegliche Expressivität. 1973 hatte Scully seine erste Einzelausstellung in der Rowan Gallery in London, die ein großes Publikum begeisterte. Daraufhin blieb er zwei Jahre lang in England. 1975 zog er aufgrund des Harkness-Stipendiums nach New York und lernte seine zukünftige Frau, die Malerin Catherine Lee kennen.

In den 1990er Jahren begann Sean Scully auch mit Fotografie, die er in einem eigenen Atelier in Barcelona ausstellte. 1999 folgte die Eröffnung eines Ateliers im New Yorker Stadtviertel Chelsea, wo auch Floating Paintings gezeigt wurden - dabei handelt es sich um dreidimensionale Gemälde auf Aluminiumblöcken.

Scully zählt zu den Künstlern, die einen klaren Bildaufbau mit verschiedenen Kombinationen aus horizontalen, vertikalen und quadratischen Farbfeldern aufweisen. In vielen Arbeiten bringt er zudem ein „Inset“ ein, also eine Leinwand die bereits einzeln angemalt wurde und in weiterer Folge in die große, eigentliche Leinwand eingesetzt wird.
Neben der Malerei widmete sich Scully auch anderen Kunstrichtungen: für die University of Limerick gestaltete er in den Jahren 2004 bis 2005 eine dreißig Meter lange Mauerskulptur. Im darauffolgenden Jahr erschien sein Buch „Resistance and Persistance: Selected Writings“.

Sean Scully zählt heute zu den gefragtesten Künstlern weltweit und seine Werke befinden sich den Sammlungen von vielen namhaften Museen. Jährlich eröffnen zahlreiche Einzelausstellungen des Künstlers auf verschiedenen Kontinenten - allein 2016 waren es insgesamt vierzehn.

Im Rahmen einer „Zeitgenössische Kunst“-Auktion im Dorotheum wurde am 20. Mai 2014 sein Ölgemälde „Lucia“ aus den Jahren 1992-96 um insgesamt € 934.230 versteigert.

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