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IN 235 FOTO-LOTS UM DIE WELT

Fotografie Auktion am Dienstag, den 3. Juni 2014, im Palais Dorotheum


Die Weltgeschichte wird festgehalten und dokumentiert; schöne Frauen werden in das rechte Licht gerückt; bedeutende Persönlichkeiten porträtiert; die Vielfalt der Flora und Fauna aufgezeigt und das alles mit nur einem Medium, der Fotografie.

Keine andere Kunstgattung ermöglicht eine derart spontane, realistische Darstellung unserer Umwelt und gleichzeitig die Möglichkeit sich künstlerisch zu entfalten und einzubringen. Noch keine zweihundert Jahre alt, deckt die Fotografie also ein beachtliches Feld an Motiven ab, so reichen die in der Fotografie Auktion des Dorotheum, am 3. Juni 2014, angebotenen Arbeiten bis in das 19. Jahrhundert und nehmen auf Reisen um die ganze Welt mit.

Rudolf Koppitz (1884 - 1936) lädt zu einem Stopp in Wien ein, sein 1928 entstandenes Porträt Hedy Pfundmayrs, einer Wiener Tänzerin, Choreographin und Filmschauspielerin, wirkt ornamental, beinahe surreal (Schätzwert € 1.800 - 2.500). Wahrhaft surreal sind die Aufnahmen des Wiener Foto-Salons Manassé, in den 1920er Jahren von dem Ehepaar Olga und Adorjan von Wlassics gegründet und besonders durch erotische Fotografien und Porträts glamouröser Stars und Sternchen zu Bekanntheit gelangt. Als Beispiele hierfür kann das Dorotheum die Aktfotografie der Männer mordenden Madame Blaubart (€ 600 - 800) und die satirische Darstellung eines Ehepaares „Das würde Ihnen so passen meine Herren“, um 1935, aufzeigen. Mit einem Augenzwinkern wird eine liebevolle Frau als Mutter, ihren schlafenden Mann, einem Baby gleich, auf einen Lehnstuhl tragend gezeigt (€ 500 - 600).

Unsere Reise führt uns gemeinsam mit der deutschen Fotografin Ilse Bing (1899 - 1998) weiter nach Paris und New York. Die als „Königin der Leica“ Beschriebene arbeitete im Paris der 1930er Jahre für zum Beispiel die Zeitschriften VU und le Monde Illustré. „Bei den Schaustellern“, 1933, gibt davon eine gute Vorstellung (€ 3.000 - 4.000). Öfter stellte Bing in New York, wohin sie 1940 emigrieren musste, aus, zum Beispiel 1937 im Museum of Modern Art, in diese Zeit fällt auch die 1936 an der Queensborough Bridge entstandene Aufnahme „Dead end I“ (€ 3.000 - 4.000).

Begleiten wir nun Henri Cartier-Bresson (1908 - 2004), so finden wir uns in Indien, im Jahr 1948 mit einer Fotografie des ersten Premierministers des Landes, Pandit Nehru wieder (€ 5.000 - 6.000).

Ein Zeitsprung von fast 20 Jahren, bringt den Fotoreisenden nach Litauen, zu Jean Paul Sarte, aufgenommen 1965 in Nida von Antanas Sutkus (geb. 1939). Die auf verschiedenen Bucherscheinungen als Titelbild verwendete Abbildung, zeigt den Existentialisten, dunkel gekleidet, in sich gekehrt, über eine weiße Schneelandschaft schreitend und entspricht somit wunderbar dem Klischeebild eines melancholischen Pariser Philosophen der 1950er Jahre (€ 4.000 - 5.000).

In der Gegenwart und damit am Ende einer aufregenden Reise angekommen, wähnt man sich mit Nick Brandts (geb. 1966) Fotografie eines Zähne fletschenden Gorillas in einem exotischen wilden Land, aufgenommen wurde die Arbeit aber 2008 im zentralfranzösischen Nationalpark Parc des Volcans (€ 10.000 - 15.000).

 

FOTOGRAFIE
Auktionsdatum
3. Juni 2014, 17 Uhr
Besichtigung ab 27. Mai 2014
Ort Palais Dorotheum, Wien 1, Dorotheergasse 17
Expertin Mag. Eva Königseder, Tel. +43-1-515 60-421, eva.koenigseder@dorotheum.at


Bildmaterial:

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